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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-11-01 · 3 (11.1933) · p. Seite 116

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
3 (11.1933)
Date
1933-11-01
Page
Seite 116 (sequence 26)
Language
German
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Seite 116 Führerschulungskursus. Der Jüdische Jugendring setzt die Reihe mit einem Kursus „Idee, Geschichte und Organisation der zionistischen Be wegung" fort. Zutritt haben die Führer sämtlicher jüdischen Bünde. Näheres im Yereinskalender. Jüdische Gutsbesitzer werden gebeten, junge Leute zur Ausbildung in der Landwirtschaft gegen Vergütung aufzunehmen und sich diesbezügl. in Verbindung zu setzen mit der Jüdischen Landarbeit G. m. b. fi., Berlin W. 15, Kurfürstendamm 200. Industrie in Palästina. Die von dem „Palestine Economic Service" neu errichtete Vertretung für Deutschland teilt uns mit, daß z. Zt. besonders günstige Chancen für die Gründung einer Ziegelei und einer Fabrik für Marmorsteine bestehen. Genaue Informationen und ausgearbeitete Projekte sind durch die genannte Vertretung, Berlin W 50, Tauentzienstraße 15, zu erhalten. Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Frankfurt a. M.. Fahrgasse 14ß, in., Tel. 26976, Postscheckkonto: ..Jüdische Nothilfe 1933" Frankfurt am Main 29990. Sprechstunden: für Juristen: Dienstag und Mittwoch von 15 bis 17 Uhr; für Lehrer: Montag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr; für Künstler: Montag bis Freitag von 12 bis 13 Uhr; für Aerzte: Montag und Donnerstag von IVA bis 13 Uhr: für Kaufleute und alle anderen Berufe: Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr. Jüdische Arbeitsvermittlung Männlich Wir empfehlen: Tüchtige Handwerkergehilfen aller Berufsarten, Fabrik- und Lagerarbeiter, Packer, Auslaufer (auch mit et genem Rollfix und Lieferwagen), Chauffeure für Personenwagen, Last- und Ferntransporte. Tüchtige kaufmännische Angestellte: Detail- und Engrosverkäufer, Lageristen, Expedienten, R iisende aus allen Branchen; bilanz- und steuersichere Buchhalter. Kontoristen, Stenotypisten (auch mit eigener Schreibmaschine), Auslandskorrespondenten. Junglehrer und Studenten: für Unterricht in Französisch, Englisch, Neu-Hebräisch, Nachhilfestunden, zur Beaufsichtigung und Beschäftigung der Kinder. Geprüften Sportlehrer für Leichtathletik. Melden Sie nns: Handwerkliche Lehrstellen mit u. ohne Schabbos frei in Stadt u. Land. Anlernstellen in gewerblichen Betrieben. Sprechstunden: für gewerbliche Arbeitsuchende: Montag, Mittwoch und Freitag von 8^—12 Uhr; für kaufmännische Arbeitsuchende: Dienstag und Donnerstag von von 8%—12 Uhr. Berufsberatung und Berufsumschichtung: Dienstagnachmittag von 4—7 Uhr. Arbeitgeber, meldet uns jegliche vorkommende Dauer- und Aushilfsstelle! Denkt "dabei auch an die bei uns gemeldeten Schwerkriegsbeschädigten und Frontkämpfer. — Im Bedarfsfalle Rufnummer 261 62 oder 282 47. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. Hans-Handwerk-Straße 50. Weiblich | Sprechstunde nur nachmittags von 5—6 Uhr. Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung: Mittwoch von 5—5 Uhr. Wir empfehlen: Tüchtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine), Verkäuferinnen, Schneiderinnen, Näherinnen und Flickerinnen, Modistinnen, Kunststopferin mit guten Referenzen. Tüchtiges Hanspersonal: Stützen, Haushälterinnen, Hausdamen, Köchinnen, Kindergärtnerinnen, Kinderfräulein, Kindermädchen, Büglerinnen und Monatsfrauen. Kranken- und Säuglingspflegerinnen. Wir suchen tüchtige Alleinmädchen mit guten Zeugnissen. Arbeitgeber im Bedarfsfalle: Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Hans-Handwerk-Straße 3, Tel. 25462. Ausschreiben. Gesuche um Aufnahme in die Julius u. Amalie Flersheimsche Stiftung, Ignatz u. Anna Sichel-Stiftung in Frankfurt a. M. für Ostern 1954 sind bis spätestens 15. Januar bei dem Leiter der Anstalt, Herrn Oberlehrer E. Gut, Ebersheimstraße 5, schriftlich einzureichen. Aufnahmefähig sind gesunde, gutveranlagte jüdische Knaben im Alter von 6—10 Jahren, die von bedürftigen Eltern stammen. Kinder aus Frankfurt a. M. und Umgebung werden bevorzugt. Den Gesuchen sind Referenzen und Zeugnisabschriften beizufügen. Aus der Markus Hirsch Güldensteinschen Stiftung ist ein Stipendium in Höhe von 250 Rm. für eine jüdische Braut aus der hiesigen Gemeinde zu vergeben. Bewerbungen sind mit Referenzen und Beglaubigung der Bedürftigkeit innerhalb vier Wochen an einen der unterzeichneten Administratoren einzusenden. Verwandte des StiHers werden bevorzugt. E. Gut, Ebersheimstraße 5 Dr. Josef Scherer, Bockenheimer Landstraße 11 Israelitisches Lehrerinnenheim Am 1. Oktober waren 2 5 Jahre verflossen, seit das Israelitische Lehrerinnenheim in der Rückertstraße der ersten Insassin, die heute nodi in dem Hause weilt, die Tore geöffnet hat. Das Haus ist eine Schenkung des in Frankfurt a. M. verstorbenen Ehepaares I s a a c und Klara B e r m a n n. Seine Gründung verdankt das Heim hauptsächlich der Initiative des seligen Philanthropindirektors Geheimrat Adler. Das Frankfurter Heim bietet Raum für acht Damen, die sich hier eines ruhigen, sorglosen Lebensabends erfreuen sollen. Der Zeitverhältnisse halber hat der Vorstand von einer Jubiläumsfeier abgesehen; zugedachte S p e n - d en werden gerne und in der heutigen Lage doppelt dankbar auf Postscheckkonto 86965 Frankfurt a. M. entgegengenommen; P. R. Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend Königswarterstraße 26 pt., täglich geöffnet von ^,5—%8 Uhr (Leitung: Philipp Rochwerg, Rückertstraße 59, Tel. 45454). Wochenprogramm: Sonntag, 5—6 Uhr: Lektüre sozialer Dichtungen; Tischtennisturnier; Schreibmaschinenwettbewerb. — Montag, 3—6 Uhr: Schreiner-Anlernwerkstätte, Ltg. J. Sommer; Deutsch-Kurs, Ltg. Ph. Rochwerg. — Dienstag, 4—5 Uhr: hebr. Sprach-Kurs, Ltg. M. Kaszalsky. — Mittwoch, 3—6 Uhr: Schreiner-Anlernwerkstätte, Ltg. J. Sommer. — Donnerstag, 3—6 Uhr: Schreiner-Anlernwerkstätte, Ltg. J. Sommer; Presse- Besprechungen, Ltg. Phil. Rochwerg. — Freitag, 3—%5 Uhr: Stenographie für Fortgeschrittene, Ltg. Frau Postawelsky. — Samstag: geschlossen. Sport, Aussprache. Jeden Nachmittag kostenlose Verpflegung. Schreibmaschine zum Ueben steht dauernd zur Ve-fügung. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Brettspiele. An ein-jni Stenographie-Kurs für Fortgeschrittene, der unter Leitung der staatl. gepr. Stenographie-Lehrerin Frau Posta welski steht, können noch einige männliche Jugendliche kostenlos teilnehmen. Sofortige Meldungen an den Heimleiter Phil. Rochwerg, nachmittags von 5—7 Uhr, Königswarterstraße 26 (Jugendheim), erbeten. Jüdische Erziehnngsberatungsstelle Beratung für Ellern und Kinder bei Erziehungs- und Schulschwierigkeilen, Eschersheimer Landstr. 65 (Jugendheim). Die Beratungen sind unentgeltlich und sireng vertraulich. Auskunft erteilen: die Leiterin Frau Dr. Alice Schaumberg, Eckenheimer Ldstr. 17, Tel. 56561, sowie die Mitglieder des pädagogisch-psychologischen Ausschusses des israelitischen Lehrervereins, Miltelschullehrer Julius Flörsheim, Günthersburg-Allee 43, und Lehrer Alfred Speyer, Bauslr. 5. Um unnötiges längeres Warten in der Sprechstunde zu vermeiden, ist vorherige Anmeldung erwünscht. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Jugenddienst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauen bundes Frankfurt a. M., will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäfts stelle Frankfurt a. M., Langestr. 3. Koch- und Backkurs. Unter Leitung der technischen Lehrerin Fräulein Ida Marx aus Darmstadt findet in unserem Heim, am 1. und 8. November 1953 beginnend, jeden Mittwoch vormittags 9%—12J4 Uhr ein Kochkurs, nachmittags 5*4—6% Uhr ein Backkurs statt. Preis der beiden achtwödiigen Kurse je 8 Mark. M i 11 a g s t i s c h g ä s t e erwünscht. Gedecke zu 0,65, 0,80, 1,— Mark. Rohkostmenüs! Auf Wunsch werden Abendkurse und Kurse im Waschen und Bügeln einfacher und feiner Wäsche (audi Stärkwäsche) eingerichtet. Ein Abendkurs: „Erste Hilfe bei Unglücksfällen, Handgriffe im Krankenzimmer" ist in Vorbereitung. Wir bitten Interessentinnen, Auskünfte über die Art und Weise des Unterrichts und über das Küchenprogramm persönlich, schriftlich oder fernmündlich einzuholen im Israelitischen Mädchenheim, Taunusplatz 17, Telephon -52267. Sportverband. Am 8. Oktober trat die vor einiger Zeit ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft jüdischer Turn- und Sportvereine Südwestdeutschlands zum ersten Male an die Oeffentlichkeit. Am A'ormittag fand in Darmstadt auf dem Platz der Sportgruppe des R. J. F. ein erfolgreiches Sportfest statt, an dem über 150 Sportler teilnahmen. In der Generalversammlung am Nadimittag waren etwa 50 Vertreter versdiiedener Sport- und Jugendvereine anwesend. Die Tagung wurde von dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinsdiaft, Herrn W. Friedenstein, Frankfurt a. M., geleitet. Mit den Fußball- und Handballrunden wird am 22. Oktober begonnen, bisher sind 30 Mannschaften gemeldet. Geschäftsstelle: W. Friedenstein. BUrgerstraße 94.

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