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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-11-01 · 3 (11.1933) · p. Seite 108

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
3 (11.1933)
Date
1933-11-01
Page
Seite 108 (sequence 18)
Language
German
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Seite 108 Hebräische Unterrichtsanstalt Schüler und Schülerinnen. Anfänger und Fortgeschrittene, erhalten unentgeltlich Unterricht in Hebräisch (wöchentlich 1 Stunde) in den Schulräumen der Westendsynagoge, Freiherr vom Steinstraße. Anmeldungen für das Winterhalbjahr nimmt Gemeinderabbiner D. Salzberger werktäglich 314—£% Uhr in seiner Wohnung entgegen. Mädchenkonfirmation Der vorbereitende Unterricht für die nächstjährige Mädchenkonfirmation in einer der liberalen G^meindesynagogen soll Ende dieses Monats wieder beginnen. Mädchen im Alter zwischen 14—16 Jahren, die konfirmiert werden wollen, mögen sich alsbald bei einem der liberalen Herren Gemeinderabbiner anmelden. Unterricht und Feier «sind völlig unentgeltlich. Ausschreiben Zum 1. Dezember 1933 ißt auf der inneren Abteilung des Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde, Frankfurt a. M. (Leitender Arzt: Prof. Dr. S. Isaac), die Stelle eines Assistenzarztes zu besetzen. Bewerber, die über internistische Erfahrungen verfügen," wollen sich an das Pflegamt des Krankenhauses. Gagernstraße 36. wenden. Krankenhaus Das Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde, Gagernstraße 36, macht auf seine allgemein anerkannten, vorzüglichen Einrichtungen aufmerksam. Das Therapeutikum verabreicht von 9 bis 1 und von 3 bis 7 Uhr medizinische Bäder jeder Art, medico-mechanische Behandlung, Elektrotherapie und Massagen. Blutspender Die chirurgische Abteilung im Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde benötigt ständig für Blutübertragungen an Krankenhauspatienten und zur "Vermittlung an Aerzte gesunde kräftige Männer als Blutspender gegen entsprechende Vergütung. Nur schriftliche Anmeldungen erbeten an die chirurgische Abteilung des Israelitischen Krankenhauses, Gagernstraße 36. Stellengesuche Die Anzeigenverwaltung des Gemeindeblatts ist bereit, Anzeigen von solchen Personen, die durch die letzten Ereignisse aus ihren Beruifen verdrängt sdnd, zu einem stark ermäßigten Preis anzunehmen. Näheres bei der Anzeigenverwaltung. Bekanntmachungen des Friedhofsamtes Grabsteine Auf unseren Friedhöfen, insbesondere auf den Friedhöfen an der Rat-Beil-Straße und in Bockenheim, befinden sich eine Anzahl Grabsteine, die nicht mehr standsicher sind, so daß sie umzustürzen drohen. Die Verfügungsberechtigten sind haftpflichtig und werden aufgefordert, die Standsich'erheit der Denksteine einer Nachprüfung zu unterziehen und die erforderlichen Maßnahmen schnellstens in die Wege zu leiten. Soweit dieser Aufforderung nicht entsprochen wird, müssen die nicht standfesten Grabsteine durch das Friedhofsamt umgelegt werden. Meldung von Sterbefällen Bei rorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtignng des Friedhofsamtes (Fernspr.-Sammelnummer Zepp. 52041) erforderlidL Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt) nicht Ton den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf Wunsch rom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Friedhofsgärtnerei Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Friedhofsgärtnerei in der Lage, sämtliche rorkommenden gärtnerischen Arbeiten auf den Friedhöfen der Gemeinde auszuführen. Es übernimmt die Neubepflanzung der Grabstätten mit Efeu, Sedum, Immergrün und Blumen, sowie deren dauernde und jahrweise Pflege. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei durch die Friedhofsgärtnerei, Eckenheimer Landstraße 238 (Fernspr. Zeppelin 52042) oder durch das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37 (Fernspr. Hansa 27544) zur Verfügung gestellt Die Gemeindemitglieder werden gebeten, sich bei Bedarf an Topfpflanzen und Schnittblumen der auf den Friedhöfen befindlichen Verkaufsstellen zu bedienen. Nähere Auskunft erteilen die Pförtner. Mit Rücksicht auf das Verkaufsverbot am Sonntag werden die Friedhofsbesneher gebeten, ihre Blumenbestellungen bis spätestens Freitag nachmittag in der Friedhofsgärtnerei aufzugeben. Auf dem neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstraße werden laut G e m e i n d e b e s c h 1 u fi alle ärtnerischen Arbeiten in eigener Regie des Friedofsumtes der Gemeinde ausgeführt. Oeffnungszeiten dei Friedhöfe Die Friedhöfe an der Rat Beil-Straße und an der Eckenheimer Landstraße sind in der Zeit vom 1. Nov. bis 15. Febr. von 7!/2 — 17 Uhr geöffnet. — Freitags wird eine Stunde vor Beginn des Sabbats geschlossen. Samstags und an den Jüdischen Feiertagen sind die Friedhöfe geschlossen. Gedächtnislicfater Zum Andenken an Verstorbene können in den Gemeindesynagogen Gedächtnislichter gebrannt werden. Die im Voraus zahlbaren Gebühren betragen: tür ein Licht am Jahrzeitstag Rm. 1.— für ein Licht während des Trauerjahres (11 Monate und am ersten Jahrzeitstag) Rm. 75.— für ein ewiges Licht am Jahrzeitstag Rm. 10Ö.— für ein ewiges Licht am Jahrzeitstag einschließlich Verrichtung des Kaddischgebets Rm. 200.— Sprechstunden der Gemeinderabbiner Dr. Hoffmann, Börneplatz 16, Fernspr. Hansa 22024, 15—16 Uhr — Dr. Horovitz, Staufenstraße 30, Fernspr. »Maingaa 77963, 15—16 Uhr (außer Montag) — Dr. Salzberger, Eschersheimer Landstr. 67, Fernspr. Zeppelin 56920, 15K'—16% Uhr — Dr. Seligmann, Böhmerstraße 9 part., Fernspr. 51184, 17—18 Uhr — Dr. Vogel st ein, Altkönigstraße 10a bei Richter, Fernspr. Maingau 74018, Montag, Mittwoch, 4 bis 5 Uhr, Donnerstag 6.15 bis 7 Uhr — Rabbinatsassessor Kirschbaum, Eckenh. Ldstr. 6, Fernspr. 58281. tägl. 14—15 Uhr; ferner in der Rabbinischen Lehranstalt ,.Jeschiwa", Theobaldstraße 6, Fernspr. 45673, Donnerstags 10—12 Uhr, Freitags 9—11 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Gemeindebibliothek Bücherausleihe: Montag bis Donnerstag 12—13 und 16—17 Uhr; Freitag 12—13 Uhr. Lesezeiten: September bis April: Samstag: 10*4—13, WA—18 Uhr; Dienstag: 19—21 Uhr; Donnerstag: 19—21 Uhr. Buchspenden für die Gemeindebibliothek Die Not der -Zeit und die durch die gegenwärtige Lage verursachte Auswanderung zwingt zur Auflösung mancher Haushalte. Da wird sich öfters die Frage erheben: Was soll ich mit den mir lieb gewordenen Büchern anfangen? Kann ich sie nicht irgend einer Institution schenken, die sie nutzbar Verwendet? Die Antwort hierauf sollte bei unseren Gemeindemitgliedern sein: Die Gemeindebibliothek mit ihren wertvollen Beständen ist die geeignetste Stelle für die mir so teuren Bücher. Ihr will ich sie schenken, auf daß sie zum allgemeinen Nutzen dienen. Deshalb ergeht an alle, die unsere Gemeinde 'verlassen müssen, der Ruf: Vergeßt bei Bücherspenden die Gemeindebibliothek nicht! Auch hiermit erfüllet Ihr eine soziale Pflicht. Auf telephonischen Anruf im Gemeindebüro (27544) werden die Bücher im Hause abgeholt. Museum jüdischer Altertümer und Rothschild-Maseum Oeffnungszeiten: Montag bis Freitag von 15 bis 16 Uhr. Führungen: Mittwoch nachmittag, 16^ Ubr; Voranmeldung bei Frl. Posen, Fahrgasse 146, Tel. 27544, oder bei Frau Elli Meyer, Böhmerstraße 13, Tel. 58813. Teilnahmegebühr pro Person Rm. 1.—. Zuwendungen Herr Bernhard Weiß hat einen antiken silbernen Thoraschmuck für die Westendsynagoge gestiftet. — Die in der Freiherrlich Carl von Rothschildschen Bibliothek vorhandenen Bilder und Büsten von Mitgliedern der Familie Rothschild sind mit Zustimmung des Städtischen Kulturamts dem Rothschild-Museum der Gemeinde als Leihgaben überlassen worden. Sdiluss der amtlichen Anzeigen

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