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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-09-01 · 1 (9.1933) · p. Seite 19

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
1 (9.1933)
Date
1933-09-01
Page
Seite 19 (sequence 21)
Language
German
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Seite 19 „In die Spuk- und Zaubersphäre" des Volksglaubens führt ein Aufsatz des gelehrten Rabbiners Max Grumvald, eines vorzüglichen Kenners der allgemeinen Volkskunde, im letzten Heft der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums". Samuel Klein, Professor an der Jerusalemer Universität setzt seine vielbeachteten Untersuchungen zur jüdischen Altertumskunde fort. Bernhard Heller bespricht die Spiegelung des Lebens Jesu in einer volkstümlich jüdischen Schrift. Eisenstein widmet der ältesten Geschichte der Juden in Polen eine gediegene Untersuchung. Das gesamte Devisen recht. Nachtrag I, lose Blattsammlung für die Praxis bearbeitet und erläutert von Dr. Fritz Koppe und Bernhard Blau. Verl. Spaeth & Linde, Berlin 1933, 218 S. Preis Rm. 4 50. — Die beiden hervorragenden Fachleute des Steuer- und Devisenrechts legen mit diesem Nachtrag eine systematische Darstellung und Erläuterung des Volksverratgesetzes vom 12. Juli 1933 und der einschlägigen Durchführungsverordnungen und Gesetze über Devisenbewirtschaftung vor. Die wichtigsten Erlasse des Reichswirtschaftsministers und die Rechtsprechung der Gerichte aus den letzten Jahren werden eingehend behandelt. Ein besonderes Kapitel ist den Zusammenhängen zwischen Devisenrecht und Steuerrecht gewidmet, die Tabelle zum ausländischen Devisenrecht ist auf den neusten Stand gebracht. Bei der großen Bedeutung, die diesen Rechtsfragen heute zukommt ist ein so handlicher und zuverlässiger Führer besonders zu begrüßen. Schoeken-Almanach. Der Schocken-Verlag in Berlin, weiteren Kreisen als der Verlag der Buber-Rosenzweigsehen Schriftverdeutschung bekannt, veröffentlicht in diesen Tagen einen Verlagsalmanach eigner Art. Er ist für die weitesten jüdischen Kreise bestimmt, sowohl für diejenigen, die seit je vom Judentum her Antwort auf ihre Fragen suchen, als auch für die Vielen, die erst durch die neue Zeit in gleiche Richtung gelenkt worden sind. Die Auswahl umfaßt Beiträge, die in diesen Tagen Wichtiges zu sagen haben: Martin Buber, Leo Baeck, Franz Rosenzweig, A. D. Gordon, Richard Beer-Hofmann, Franz Werfe], Franz Kafka, Ludwig Strauß, Gerhard Scholem u. a., eine große Erzählung von S. J. Agnon (aus dem Hebräischen), ausgewählte Stücke aus dem altjüdischen Schrifttum (Talmudische Gespräche, Jehuda Halevi, Mose ibn Esra usw.), schließlich im Anhang eine kurze statistische Information über Palästina. Der mehr als 130 Seiten starke, gut ausgestattete Almanach wird vom Verlag, um weiteste Verbreitung zu ermöglichen, zum Verkaufspreis von 50 Pf. abgegeben. Eine schöne und wertvolle Gabs zum neuen jüdischen Jahr. Aus der Gemeindevertretung Sitzungsbericht von Bürodirektor J. Meyer In der letzten (nichtöffentlichen) Sitzung der Gemeindevertretung vom 10. August d. J. ermahnte der stellvertretende Vorsitzende, Herr Naphtali Fromm, welcher für den beurlaubten Vorsitzenden die Sitzung eröffnete, zu Beginn der Beratung angesichts der schweren Not, die die Gesamtheit der deutschen Juden und damit auch die Frankfurter Gemeinde erleiden müsse, zu starkem Zusammenhalt und gegenseitigem Ansporn im Vertrauen auf Gott und auf bessere Zeiten. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab der Vorsitzende der Trauer Ausdruck, welche die Gemeindevertretung um den Verlust des Vorstandsmitglieds, Herrn Otto B o n w i t, empfindet, der sich durch seine in mehr als lOjähriger Mitarbeit auf den verschiedensten Gebieten in 'hingebungsvoller Tätigkeit und großer Treue geleisteten Dienste auch die Anerkennung der Gemeindevertretung erworben habe. Die Gemeindevertretung zollt dem Dahingeschiedenen ihren Dank für seine uneigennützige Betätigung und werde ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorsitzende gedenkt ferner des Hinsirheidens des Lehrers an der Volksschule des Philanthropins, Herrn L e o p o i d Bester, der sich die Achtung und Freundschaft seiner Kollegen und die Liebe und das Vertrauen seiner Schüler erworben habe. Die Gemeindevertretung werde auch diesem verdienten Mann ein dankbares Gedenken bewahren. Die Anwesenden hatten sich zu Ehren der Verstorbenen von ihren Sitzen erhoben. Der Vorsitzende gedenkt alsdann der Frau Baronin E d - rnond von Rothschild in Paris, welche am 19. August d. J. ihren 80. Geburtstag feierte. Er rühmt ihre große Liebe zum Judentum und spricht der verehrten Jubilarin den Dank der Gemeinde dafür aus, daß diese durch die großzügige Sehen- Schuhwaren aller Art beste Qualitäten preiswert Spezialität: +Q&L^\ Orthopädische Schuhe für ^C^^X^tf empfindliche Füße \MU Inhaber: Ludwig Griinthal Relnecksfraße 21 an der Markthalle Konditorei und Cafe Lau benstein Hohenzollernstraße 18 :: Telefon 32985 ,KE I N SPEISEZIMMER" .KEIN HERRENZIMMER" IN DER NEUZEITLICH EN WOHNUNG DAFÜR ABER EIN WOHNRAUM BEHAGLICH AUSGESTATTET MIT PROF. SCHUSTER'S AUFBAUMOBEL ALLEINVERKAUF NASSAUISCHE MÖBELINDUSTRIE KAUFHAUS FRANKFURT G.M.B.H. GR. FRIEDBERGERSTR. 13/17.

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