Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 11 (1932-1933)
- Issue
- 2 (10.1932)
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 44 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 44 Der Waisenkalender Wiederum verschickt die Israelitische W a i s e n a n s i a 1 t . Röderbergweg 87, ihren sdion in vielen Häusern heimisch gewordenen Wochenabreilfkalendcr, der alle deutschen und jüdischen Daten enthält und besonders geeignet ist. Tag für Tag. mindestens aber Woche um Woche jeden der hoffentlich zahlreichen ßenutzer an das segensreiche Wirken der Waisenanstalt zu erinnern und ihn nadi Mafigabe seiner Kräfte zu ihrer Unterstützung anzuregen. Glückwunschtelegramme Die Deutsdi-Ailantisdie Telegraphengesellsdiaft bietet audi in diesem Jahr Gelegenheit. Glückwunschtelegramme in versdiiedenen Spradien zu besonders verbilligtem Preis nadi Nordamerika, Kanada. Aegypten und Palästina zu befördern. Die Telegramme werden in der Zeit vom 26. September bis 10. Oktober von allen Telegrammannahniestellen befördert. Verein Wohltätigkeit Gottesdienst im großen Saal des Gewerkschaftshauses. Am Sdiwiminbad 8. R o s c h - Hasthono: Vorabd., Freitag: 5.35 Uhr, 1. Tag. Samstag: 7 Uhr; abds. 6.50 Uhr. 2. Tag, Sonntag: 7 Uhr; Jom- Ki p p u r: Sonntag, den 9. Oktober. Vorabend. 6.20 Uhr. Morgens 7 Uhr. Auskunft durdi Karpf, Sandweg 28. Delegiertentag der Zionistisdien Vereinigung für Deutschland Am tl. und 12. September hielt die ..Zionistische Vereinigung für Deutschland" in Frankfurt am Main ihren 24. Delegiertentag ab. In der Eröffnungssitzung, die Dr. Alired Landsberg-Wiesbaden leitete, sprach der Vorsitzende des „Keren Kajemeth Lejisrael", M. M. Ussischkin- Jerusalem, über die Bedeutung des deutschen Zionismus für den Aufbau Palästinas. Seinen Ausführungen schlössen sich Referate von Dr. Nadium Goldmann-Berlin über „Das jüdisdie Volk in der Weltkrise" und des Vorsitzenden der ..Zionistisdien Vereinigung für Deutsdiland". Kurt Blumenfeld-Berlin, über „Die zionistisdie Aufgabe im heutigen Deutsdiland" an. Dr. Goldmann kam zu dem Schluß, daß die Judenfrage nur in Palästina gelöst werden könne; audi die Ausführungen Blumenfelds gipfelten darin, daß es eine befriedigende Lösung der Judenfrage in den Ländern der Diaspora nidit geben könne. In der Abendsitziing referierten Professor S. Brodetzkv-Leeds, Mitglied der zionistisdien Executive, über „Die politisdie Lage des Zionismus". Dr. Arthur Ruppin-Jerusalem über „Neue Entwicklungsphaseii des Palästiiiaaufbaus" und der Direktor der „Anglo Palestine Company", S. Hoolien, über „Privatwirtsdiaft in Palästina und ihre Aussichten". An der Debatte, die am folgenden tag unter dem Vorsitz von Dr. Josef Marcus-Düsseldorf stattfand, beteiligte sich u. a. der Direktor des „Keren Hajessod", Dr. Arthur Ilantke-Jerusalem. Mit der Feststellung, da« die zionistische Bewegung auch für die Reditc der Juden in Deutsdiland kämpfe und eine Respektierung audi des jüdischen Volkstums fordere, schloß der Delegiertentag. Zum Vorsitzenden der „Zionistischen Vereinigung für Deutschland" wurde wiederum Kurt Blumenfeld gewählt. Verbandstag des Zentralvereins jüdischer Handwerker Deutschlands Diese Tagung, die 10. seit Bestehen des Verbandes, abgehalten in Berlin vom 11. bis 15. September in einer Zeit tiefster Not und im Gegensatz zu den früheren in engerem Rahmen, kann von nadihaltigcr Wirkung sein. Sic war verbunden mit einer W e r b e s e Ii a u der Berliner Ortsgruppe, dem eindrucksvollsten Ereignis dieser Tage. Was hier vollbradit wurde, war eine Tat, getragen von einem starken Lebenswillen, und dem hier geofl'enbarten Optimismus muß ein voller Erfolg besdiieden sein. In über 100 Ständen zeigten Mitglieder des Jüdisdien Handwerkervereins Berlin Erzeugnisse ihrer Hand, die jedem Besucher eindringlidi die hohe Stufe handwerklichen Könnens jüdischer Handwerkermeister vor Augen führten. Einzelne zu nennen, wäre eine Ungerechtigkeit gegenüber denen, die mit Rücksicht auf den zur Verfügung stellenden Raum ungenannt bleiben müfiteii. Ob Schuster oder Schneider. Sdilosser oder Sdireiner, oder welches Handwerk audi immer es sein mochte, jedes Stück war ein Meisterstück. Nicht unterlassen sei es, auT die Lehrlings stücke hinzuweisen, die erkennen ließen, mit welchem Ernst an der Erziehung eines tüchtigen Nachwuchses gearbeitet wird. Die Eröffnungsfeier zur Werbeschau, die unter dem Protektorat des Vorstandes der Jüdisdien Gemeinde Berlin stand und von ihm tatkräftig unterstützt wurde, ließ in den Ausführungen von Männern der jüdisdien Oelfentlichkeit erkennen, dal! die Wertung des jüdisdien Handwerkers in letzter Zeit doch eine erhebliche Wandlung erfahren hat. Sowohl aus der jüdischen Presse, die sich, allein voran die C. V.-Zeitung, ausführlidi mit der Werbeschau und Tagung befaßte, als audi aus zahlreichen Aeufierungen von Privatpersonen ging hervor, daß das Vorurteil gegen den jüdischen Handwerker zu schwinden scheint, und daß seine Leistungen als ebenbürtig deiien seiner andersgläubigen Berufsgenossen anerkannt werden. Allerdings — von der Anerkennung bis zur Erteilung von Aufträgen ist noch immer ein weiter Weg. Und dies ging audi aus den Berichten des Verbandes und seiner Ortsgruppen hervor. Immer und immer wieder kommt es heute noch vor — so unglaublich es auch sdieint —, daß jüdische Handwerker aus ihrem Juclesein nicht nur Jüdische Jagend in Frankfurt a. M. Vielfadien Wünschen entsprechend veranstalten wir einen politischen Schulungskurs mit folgenden Referaten und anschließender Aussprache: 1. ) Univers.-Prof. Dr. Hermann Heller, Frankfurt a. M. „Das Judentum und die politischen Strömungen der Gegenwart" 2.) Handelsredakteur Lothar Bauer, Frankfurt a. M. „Raffendes und schaffendes Kapital'1 3) Dr. Hermann Gundersheim er, Frankfurt a. M. „Kulturbolschewismus" 4. ) Ernst Holz er, Frankfurt a. M. „Judischer Marxismus" 5.) Dr. Richard Mainzer, Frankfurt a: M. „Politisches und unpolitisches Recht" 6.) Dr. Martin Marx, Frankfurt a. M. „Was antworte ich meinem politischen Gegner?" Der Kurs findet jeweils Dienstag abend statt. Beginn: Dienstag, den 11. Oktober. Ort wird den Teilnehmern noch mitgeteilt. Die Teilnahme ist hostenlos. Anmeldungen bis 5. Oktober an das Büro des C. V.: Steinweg 9, Zimmer 111 erbeten. Cenlralverein deutscher Slaalslrper Ifldischen Glaubens Ortsgruppe Frankfurt a M. Landesjugendausschuß wouen aie Bestecke ergänzen oder schöne Muster neu anschaffen, sei es in Alpakka, Chrom, 90er oder lüOer Silber, dann sehen Sie sich bitte einmal unsere Riesen-Auswahl an. Wir tühren sowohl einfach glatte, als auch schön gemusterte Garnituren der Fabriken Bruckmann, Bernsdorf, Krupp, Schwerte, Wellner. WMF Alpakka-Verchromt schwere, glatte Ausführung 90 Gr. Silber Rosen-Muster Messer, rostfrei 2.25 Gabel od. Löffel —75 Kaffee-Löffel —.65 2.65 1.75 1.— PORZELLAN-BÄR Größtes Spezialhaus für vollständige Küchen-Einrichtungen StifIstrassse 8—10 Preussisch-Süddeut8che Klassenlotterie 6iit! 5*04Millionen werden ausgespielt IAuf ein ganzes Los 1 Million l. Auf ein Doppellos B 2 Millionen] _Achtel Viertel Halbes Oanzes Poppellos für 1 Klasse 5 10 20 40 80 RM für 5 Klassen 25 '50 100 200 400 RM Porto besonders; Listenabonnement -.90 Prompier Versand nach auswäris auch gegen Nachnahme Staatl. Lotterie-Einnahme 7m- Gr. Escbenbeiinergasse l Ecke Schillerplatz-Hauplwaohe Telefon 28413 Postscheck-Konto 15228