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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1932-10-01 · 2 (10.1932) · p. Seite 43

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
11 (1932-1933)
Issue
2 (10.1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 43 (sequence 21)
Language
German
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Seite 43 sten Geburtstag begehen. Die zahlreichen Geschäftsfreunde des Herrn Oppenheimer, zu denen auch die Gemeindeverwaltung gehört, wünschen ihrem sachkundigen und stets kulanten Berater alles Gute. Silberne Hochzeit 6. Oktober: die Eheleute M a x und ElseKaufmann geb. May, Fellnerstraße 10. Anstalten und Vereine Ein Schreiben des Reichspräsidenten Der Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hat vor kurzem dem Herrn Reichspräsidenten ein Weißbuch vorgelegt, das die antisemitischen Entrechtungsplüne und Aussdi reitungen aller Art urkundlich belegt. Hierauf ist dem C.-V. folgende Antwort zugegangen: „Das Schreiben des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und die diesem beigefügte Materialsammlung hat dem Herrn Reichspräsidenten vorgelegen. Der Herr Reichspräsident, der jeden Versuch einer Einschränkung der verfassungsmäßig politischen und religiösen Rechte deutscher Staatsbürger und die von Ihnen mitgeteilten Ausschreitungen jüdischen Reichsangehörigen gegenüber lebhaft mißbilligt und bedauert, hat das Schreiben und die Anlagen dem Herrn Reichsminister des Inneren zur Nachprüfung zugeleitet. Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung gez. Meißner. Israelitische Religionsschule Das Winterhalbjahr beginnt Mittwoch, den 19. Oktober. Anmeldungen nimmt der Leiter, Herr Gemeinderabbiner Dr. Horovitz, während der Ferien in seiner Wohnung und in der Anstalt Herraesweg 7 Mittwoch, den 19. und 26. Oktober, von UV>—15% Uhr, und in der Anstalt Unterlindau 21 Mittwoch, den 19. und 26. Oktober, von 16—17 Uhr. entgegen. Heim für jugendliche Erwerbslose Das Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend, Königswarterstralle 26, bietet Aufenthalt, Verpflegung, Fortbildung, Spiel und Sport. Täglich geöffnet Ii bis 20 Uhr. Herzliche Bitte Die Arnold Lazarus-Halle (Toynbee-Halle) benötigt dringend ein Klavier. Wer kann für diesen guten Zweck ein Instrument geschenk- oder leihweise überlassen? Mitteilungen an das Gemeindebüro (Fernsprecher 27544). Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 65, pt. Die Leinkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittag.« von 4—6 Uhr. Vierzig Jahre im Dienste hingebungsvoller, erhabenster und edelster Menschenliebe zugunsten der von schwerem Leid Gebeugten! Dies ist wahrlich eine Wirksamkeit, auf die das Gumpertzsche Siedienhaus voll Stolz zurückblicken kann. Ein gütiges Gesdiick fügte es, daß an der Spitze der Verwaltung Persönlidikeiten standen, die mit gleidigesinnten Mitarbeitern dieses Liebeswerk begründeten und ihm den Weg wiesen. Wir nenne Gründerin F i p e r 13 Gumpertz'sches Siechenhans. edle G o 1 d s c h n Juli Persönlichkeiten "wieedMichael Moses Mainz, Ferdinand Gamburg, Rechtsanwalt Julius Plotke, Hermann Sdiott, Direktor Hermann Rais, Raphael Ettlinger, Elie Michael, Joseph Holzmann, I. C. Weill, Benny Oppenheimer, Fritz Sondheimer. Jeder einzelne dieser Philanthropen hat sein Bestes dieser milden Stiftung gegeben. Gekrönt aber wurde ihr Wirken durdi Angliederung der Minka von Goldschmidt-Rothschild-Stiftunj wohltätigen Freifrau Math " die Stadt und die hierdurch erfolgte Lrweiterung seines Allbaues Wege gesudit. um den kranken und Hilfsbedürftigen die mehr als je nötige Heinistatte zu erhalten und sie in treuer Fürsorge vor äußerster Not und Verzweiflung vm bewahren. Dem V o r - s t a n d gehören jetzt an- Dr. Richard Merzbach als Präsident, ferner die Herren Joseph Wisloch. Direktor Kurl Herzberg. Her- ,..;,nn Wrnnker. Rudolf von - Rothschild, Fritz Glaued. Paul Löb Goldschmidt, neu sind: Frau ichmidt, Frau ihinidt Mai, Dr. m und Jakob DieLhrendai Julius Gold: Richard Merzbach und Hermann Wronker. Aufruf der Verwalhe Anzeigenteil Niim; in Wei__ jlen ist, s errichtet von der verewigten _______... _........ . „ n Rothschild. auch durch die Inflation das Stiftungsvermögen nahezu entschwunhat das Siedienhaus durdi Ueberlassung seines Vordergebäudes an Stützung dem Sieehen losen Schwerkranken sind, ein Gefühl der das schützende Dach , die heute i Geborgenheit hnen bleibt. . voller Weise, statt eine Feier zu veranstalten, eine ,,J u b i - 1 ü u in s s t i f t u n g" errichtet, sollte überall ein williges Ohr finden, und es müßte als eine Ehrenpflicht unserer jüdischen Allgemeinheit betrachtet werden, in der schwersten Zeit, die wir je durchlebten, die nötige Unterersagen. Gilt es doch, völlig mittelirgends anderweitig unterzubringen :u verschaffen, und beizutragen, daß Jüdische Erziehungsberatungsstelle In der Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen gab Frau Dr. Alice S c Ii a u m b e r g einen ausführlidien Beridit über die Tätigkeit der seit 6. Mai 1930 bestehenden Beratungsstelle. Die zur Behandlung kommenden Fälle wurden teils durdi Lehrer der pädagogischen Arbeitsgemeinschaft geschickt oder waren durdi die regelmäßige Ver- Öffentlidiung im Gemeindeblatt von selbst zur Spredlstunde gekommen; audi von auswärts wurde die Beratungsstelle in Ansprudi genommen. In allen diesen zum Teil schwierig gelagerten Füllen bemühte man sich mit gutem Erfolg, Eltern und Lehrern bei ihrem schweren Erziehungswerk zu helfen. Beratung für Eltern und Kinder bei Erziehungs- und Sdiulschwicrigkeiten, Esdiersheimer Landstraße 65 (Jugendheim). Die Beratungen sind unentgeltlich und streng vertraulidi. Auskunft erteilen: die Leiterin Frau Dr. Alice.Schaumberg, Eckenheimer Landstr. 17, sowie die Mitglieder des pädagogisch-psychologischen Ausschusses des israelitischen Lehrervereins, Mittelsdiullehrer Julius Flörsheim, Koselstraße 32, und Lehrer Alfred Speyer, Baustraße 5. Um unnötiges längeres Warten in der Spredistunde zu vermeiden, ist vorherige Anmeldung erwünscht. Jugenddienst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauenbundes Frankfurt a. M. will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Frankfurt a M., Langestr 3. Zimmernachweis Für Studierende an der Universität Freiburg i. B. werden vom Sekretariat der Israel. Gemeinde Zimmer bei Gemeindemitgliedern nachgewiesen. Anfragen an Israel. Geineindesekretariat, Freiburg i. B., Werthmannplatz 1. Ausländische Staatsangehörige Wir machen alle ausländisdien Staatsangehörigen darauf aufmerksam, daß es dringend, erforderlich ist, daß jeder Ausländer sidi umgehend in den Besitz eines gültigen Passes oder Paßersatzes setzt. Die ausländisdien Konsulate haben Anweisung, alle Gesuche im weitgehendsten Maße schnellstens zu erledigen. Den ausländischen Staatsangehörigen stehen die örtlichen und Landcs-Organisationen des Reidisverbandes ostjüdischer Organisationen jederzeit zur Verfügung. — Im Zwei felsfalle erteilt Auskunft der Reichsverband ostjüdischer Organisationen, Berlin N. 54, Rosenthalerstraße 55. Gräberschmuck an den Totengedenktagen. Zu den bevorstehenden Totengedenktagen gibt der Volksbund Deutsche Kriegsgrüberfüisorge allen Angehörigen wiederum Gelegenheit, der Gefallenen zu gedenken und ihre Ruhestätten zu schmücken. Auskunft erteilt die Kriegsgräberfürsorge, Müi:zgasse 3. DIAISN-Puder bewahrt Itfren Liebling vorWu ndsein.

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