Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 10 (1931-1932)
- Issue
- 11 (7.1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- Seite 243 (sequence 20)
- Language
- German
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243 blattes. Es wird wiederum die Frage erwogen, ob durch Verpachtung des Inseratenteils des Gemeindeblattes eine Ersparnis erzielt werden könne. Kapitel II: Besoldungen. Auf Antrag des Herrn Stiefel werden die von der Kommission gestrichenen Ausgaben für die Minjanleute in -der Hauptsynagoge in Höhe von 2600.— Bm. wieder in den Etat eingesetzt, sowie ein Posten von 625.— Rm. für Vertretungskosten (Kantor an den hohen Feiertagen in Preungesheim, für Vertretungen der Kantoren im Wochengottesdienst in den liberalen Synagogen, für Vertretung des Kastellans der Synagoge am Börneplatz und für Vertretung in Krankheitsfällen). Die weiteren Beschlüsse des Vorstandes und der Kommission: Verwendung des Gefängnisseelsorgers in anderen Abteilungen der Gemeindeverwaltung, gegebenenfalls in der Jüdischen Wohlfahrtspflege, Einsparung von Stellen in den Synagogenchören werden angenommen. Kapitel III: Synagogen und Fiüalgottesdienste. Die Beschlüsse des Vorstandes und der Kommission: Ermäßigung der Platzmieten durch gestaffelte Tarife, Verminderung der Ausgaben für Heizung und sonstige sachliche Ausgaben in sämtlichen Gemeindesynagogen, Subventionierung der Betsäle mit 5000.— Rm. werden angenommen. Durch Verlegung des konservativen Filialgottesdienstes Theobaldstraße nach der Gemeindeliegenschaft Königswarterstraße 26 werden ebenfalls Ersparnisse erzielt. Kapitel IV: Unterrichtswesen. Herr Dr. Grünebaum erklärt sich mit dem Zuschuß für das Philanthropin einverstanden, jedoch bemängelt er, daß der Schulrat bis jetzt nicht diejenige Sparsamkeit hat walten lassen, die man von ihm hätte erwarten dürfen. Infolge der Sparmaßnahmen seien Zusammenlegungen erfolgt, wie er gehört habe, besonders beim Religionsunterricht. Hiermit könne sich die konservative Fraktion nicht einverstanden erklären. Wenn für die Schule ein derart hoher Betrag bewilligt werde, so werde besonderer Wert auf den Religionsunterricht gelegt, denn seine Fraktion habe nur Interesse an der Erhaltung der Schule als einer Avirklich jüdischen Schule. Weiterhin bitte er, die Subvention für die Hebräische Sprachschule von M. 360.— auf M. 500.— zu erhöhen. Herr Dr. Frenkel stellt nochmals den Antrag, die Subvention der Hebräischen Sprachschule auf M. 500.— zu erhöhen, da augenblicklich ein großes Bedürfnis zum Hebräischlernen vorliege und die Hebräische Sprachschule sowie die Schule der jüdischen Jugend wegen Mangel an Mitteln keine weiteren Kurse einrichten können. Er bemängelt ferner den Religionsunterricht am Philanthropin und weist darauf hin, daß kein Lehrer mit Universitätsbildung in diesem Unterricht tätig sei. Herr Dr. F r e i m a n n ist nicht in der Lage, für seine Person für den Zuschuß zum Philanthropin zu stimmen, weil die Schule den konservativen Ansprüchen nicht genüge. Herr Dr. Arnsberg stellt nach den von ihm eingeholten Informationen fest, daß die die Schule besuchenden Kinder wesentlich aus zionistisch-konservativen und ostjüdischen Kreisen stammen. Dieser Behauptung wird von Herrn Dr. Strauß entgegengetreten. Er -erklärt, daß sich im Gegenteil gerade Liberale für die Erhaltung der Schule einsetzten. Es verstehe sich von selbst, daß eine Schule wie das Philanthropin jüdische Belange in erster Linie zu berücksichtigen habe, und wenn der jüdische Religionsunterricht Not gelitten habe, müsse hierin Wandel geschaffen werden. Herr Dr. Strauß befürwortet ebenfalls die Erhöhung der Subvention der Hebräischen Sprachschule. Der Antrag, die Subvention für die Hebräische Sprachschule von M. 360.— auf M. 500.— zu erhöhen, wird angenommen. Die weiteren Beschlüsse des Vorstands und der Kommission betr. das Philanthropin, die Vermögensverhältnisse der ihm unterstellten Stiftungen, Subventionierung der Religionsschule, Uebernahme eines Bürgschaftskredits für die Israelitische Religionsschule, werden angenommen. Kapitel V: Rituelle Betriebe. Die Beschlüsse des Vorstands und der Kommission: nutzbringende Verwertung der Mazzenbäckerei durch Einrichtung zu einem Jahresbetrieb, Erhöhung der Einnahmen im Schächtwesen, sowie Ermäßigung der Unkosten im Ritualbad werden debattelos angenommen. Kapitel VI: Krankenhaus. Zur Klärung der Angelegenheit der Schwesternpensionierung wird eine kleine Kommission gebildet. Die weiteren Beschlüsse des Vorstands und der Kommission zu diesem Kapitel werden angenommen. Kapitel VII: Bestattungswesen und Kapitel VIII: Grundstücksverwaltung werden debattelos angenommen. Kapitel IX: Subventionen. Herr Julius Bloch (Vorstand) führt ans, daß es mit der vom Vorstand eingesetzten Subvention nicht möglich sei, die Wohlfahrtspflege aufrecht zu erhalten. Die einzige -Hilfe kann nur darin bestehen, daß die begonnene Aktion, die Wohlfahrtspflege auf Vereinsbasis zu stellen, weiter ausgebaut Reizende Sommerkleider von nur erstklassiger Qualität,tadellosem Sitz und neuesten Formen bringen wir in Riesenauswahl zu nachstehenden Hauptpreislagen. 522 95 145 195 SCHUR Das neuzeitliche große Kaufhaus ZEILECKE STIFTSTRASSE Schiller-Cafe unter neuer Leitung empfiehlt Ia reinen Bohnenkaffee Tasse 20 Pfg. Ia Gebäck aus e i g e n e r Konditorei Frühstück von 35 Pfennig an Export-Bier v Gepflegte Weine Angenehmer gemütlicher Aufenthalt. SCHILLERSTRASSE 28 gegenüber dem General-Anzeiger (Srljältlitfj faft arfen Stpotljetcn, Beftitnmi aber S r a n f f u r t 0. 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