Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 10 (1931-1932)
- Issue
- 9 (5.1932)
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 199 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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199 Friedhofsgärinerei. Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Friedhofsgärtnerei in der Lage, sämtliche vorkommenden gärtnerischen Arbeiten auf den Friedhöfen der Gemeinde auszuführen. Es übernimmt die Neubepflanzung der Grabstätten mit Efeu, Sedum, Immergrün und Blumen, sowie deren dauernde und jähr weise Pflege. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei durch die Friedhofsgärtnerei, Eckenheimer Landstraße 238 (Fernspr. Zeppelin 52041 und 52042) oder durch das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37 (Fernspr. Hansa 27544) zur Verfügung gestellt. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, sich bei Bedarf an Topf- Fi f 1 a n z e n und Schnittblumen der auf den Friedhöfen befindieben Verkaufsstellen zu bedienen. Nähere Auskunft erteilen die Pförtner. Mit Rücksicht auf das Verkaufsverbot am Sonntag werden die Friedhofsbesucher gebeten, ihre Blumenbestellungen bis spätestens Freitag nachmittag in der Friedhofsgärtnerei aufzugeben. Auf dem neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstraße werden laut Ge m e i ndebesch1uß alle gärtnerischen Arbeiten in eigener Regie des Friedhofsamtes der Gemeinde ausgeführt. Gedächtnislichter. Zum Andenken an Verstorbene können in den Gemeindesynagogen Gedächtnislichter gebrannt werden. Die im Voraus zahlbaren Gebühren betragen: für ein Licht am Jahrzeitstag Rm. 1.— für ein Licht während des Trauerjahres (11 Monate und am ersten Jahrzeitstag) Rm. 75.— für ein ewiges Licht am Jahrzeitstag Rm. 100.— für ein ewiges Licht am Jahrzeitstag einschließlich Verrichtung des Kaddischgebets Rm. 200.— Sprechstunden der Gemeinderabbiner Dr. Hoffmann, Börneplatz 16, Fernspr. Hansa 22024, 15—16 Uhr — Dr. Horovitz, Staufenstraße 30, Fernspr. Maingau 77963, 15—16 Uhr (außer Montag) — Dr. Lazarus, Friedrichstraße 29, Fernspr. Maingau 79482, 15—16 Uhr — Dr. Salzberger, Eschersheimer Landstr. 67, Fernspr. Zeppelin 56920, 15K>— 16K> Uhr — Dr. Seligmann, Böhmerstraße 9 part., Fernspr. 51184, 17—18 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Für die im Ostend wohnenden Gemeindemitglieder ist Herr Rabbinatsassessor Kirschbaum zur Beantwortung halachischer Anfragen Donnerstags von 10—12 Uhr vorm., Freitags von 9—11 Uhr vorm. im Hause der J e s c h i w a, Theobald Straße 6, Parterre, zu sprechen. Die Sprechzeiten des Herrn Rabbiner Kirschbaum in seiner Wohnung, Eckenheimer Landstraße 4 (Fernsprecher 58281), bleiben unverändert. Ritual-Kommission der Israelitischen Gemeinde. Dr. S. Fromm. Wi 11 y Mainz. Sprechstunde für Religionsunterricht. Der Referent für unseren Religionsunterricht, Herr Gemeinderabbiner Dr. Lazarus, ist in allen auf den Religionsunterricht bezüglichen Angelegenheiten werktägLjch von 15—16 Uhr in seiner Wohnung, Friedrichstraße 29, zu sprechen. Andere Sprechzeiten können durch Fernruf (Maingau 79482) vereinbart werden. Bibliothek und Museum. Infolge des Umbaues des Gemeindehauses müssen die Gemeindebibliothek und das Museum vorübergehend für einige Zeit geschlossen bleiben. Die Wiedereröffnung wird rechtzeitig an dieser Stelle bekanntgegeben. Der Lescraum ist wieder eröffnet und befindet sich bis auf weiteres im Erdgeschoß des Gemeindehauses, Fahrgasse 146. Zuwendungen Das Museum jüdischer Altertümer erhielt folgende Geschenke: von Herrn S. Metzger einige Olivenholzarbeiten aus Palästina, von Herrn Dr. Ernst Blau die silberne Denkmünze der Synagoge der Israe- Ii tischen Religionsgesellschaft und von Herin Bürodirektor J. Meyer eine Megilla. Die Firma Beer, Sondheimer & Co. schenkte für Zwecke des Erwerbslosenheims eine Schreibmaschine. Herr Siegmund Singer schenkte dem Gemeindearchiv verschiedene Gelegenheitsschriften betr. die Synagoge am Börneplatz. Preissenkung Für die nachstehenden Druckschriften, gelten folgende neuen Preise:. 1. Kracauer, Geschichte brosch. Ausgabe Bd. I statt RM 9 — RM 6.— » 55 55 II 5? 55 12.50 55 8.— Ausgabe in Leinen „ I 55 55 13.— 55 8.50 V) 57 75 55?5 15.— 55 9.50 Halblederausgabe „ I 5? 55 16.— 55 10.50 „ n 55 55 17.— 55 11.50 o_ S e 1 i g m a n n, Gebetbuch 1. Teil..... 55 55 5.50 55 4.— 2. Teil..... 55 55 5.— 55 3.50 3. Franz Rosenz weig- Gedenksohrift .... 55 55. 3.— 55 2.50 4. Unna, Statistik der Frankfurter Juden .... 55 55 3.— 55 2.50 5. Nachrufe auf Rabbiner N. A. N o b e 1 s. A..... 55 55 1.— 55 0.75 Scfiluss der amtlidien Anzeigen. Aus der Gemeindevertretung Sitzung vom 31. März 1932 Vor Eintritt in die Tagesordnung widmet der Vorsitzende dem nach achtjähriger Mitarbeit ausgeschiedenen Gemeindevertreter Herrn Dr. Arthur Gallin er Worte dankbarer Anerkennung seiner besonders in den Kommissionen für Bibliothek und Museum, für das Gemeindeblatt und für den Religionsunterricht geleisteten wertvollen Dienste. Der Vorsitzende begrüßt den an Stelle des Ausgeschiedenen eingetretenen' Gemeindevertreter Herrn Dr. Georg Klein mit dem Wunsche gedeihlicher Mitarbeit. Es folgt die Wahl in die Synagogen vor stände an Stelle der turnusmäßig ausgeschiedenen Mitglieder; gewählt wurden: in den Vorstand der H a u p t s y n a g o g e die Herren Ferdinand Stiefel und Studienrat Max Salomen, in den Vorstand der Synagoge am Börneplatz die Herren Carl Weil und Leo M. Goldschmidt, in den Vorstand der W e s t e n d s y n a - goge die Herren Carl Oppenheinier und Dr. Fritz Oppenheimer. sowie für ein durch Amtsniederlegung ausgeschiedenes Vorstandsmitglied Herr Konrektor Jakob Hofmann. In Verbindung damit wird an Stelle des Herrn Ferdinand Stiefel Herr Dr. Max Mainzer seitens der Gemeindevertretung in den Vorstand der Hauptsynagoge delegiert. Tn das Pflegaint des Krankenhauses werden für die Jahre 1932—1934 gewählt die Herren Georg Marcus, Dr. Julius Meyer. Frau Prof. Dr. Freimann und Frau Bertha Mainz, als Delegierter der Ritualkommission ist Herr Dr. Simon Fromm bestimmt worden. Die Wahl von Delegierten der Gemeindevertretung in den Heimausschuß der im Jugendheim Eschersheimer Landstr. 65 untergebrachten Organisationen verursacht eine grundsätzliche Diskussion über die Frage der Zulassung einer bisher in dem Heim nicht untergebrachten Organisation, sowie über die Zulassigke.it der Wahl eines nicht der Gemeinde angehörigen Vorgeschlagenen Die Beschlußfassung ergibt die Waid der Herren Dr. Hugo Hoffmann und Dr. Ernst Freimann als Delegierte der Gemeindevertretung in den Hehnausschuß. Bezüglich der übrigen Fragen wird der Vorstand gebeten die in der Aussprache aufgeworfenen Fragen zu klären und. gegebenenfalls neue Vorschläge zu veranlassen. Es folgt die Bewilligung von Etat Zwölfteln für die Monate April und Mai 1932, sowie die verfassungsmäßige Zubtimmung der Gemeindevertretung zu dem vom Vorstand beschlossenen Kultussteuersatz in Höhe von 15% der für 1931 veranlagten Einkommensteuer. Die gemischte Finanzkommission, welche sich bereits eingehend mit der Frage des Steuersatzes befaßt hatte, erklärt durch ihren Vorsitzenden. Herrn Dr. Rudolf Geiger, ihr Einverständnis mit der Erhebung des vorjährigen Steuersatzes. In der Angelegenheit des Vereins Israelitische R e 1 i g i o n s s <■ h u l e wird einem Vorstandsbeschluß betr. Uebernahme der Bürgschaft für ein von dem genannten Verein aufgenommenes Darlehen von 10 000 RM. mit der Maßgabe zugestimmt, daß die Erfüllung der an diese Bürgschaft geknüpften Bedingungen in bezug auf die Verwaltung und Geschäftsführung des Vereins sichergestellt und die bereits früher beschlossene Satzungsänderung, sowie die Eintragung des Optionsrechts auf den gesamten Grundbesitz des Vereins in das Grundbuch durchgeführt werden. Eine weitere Vorlage betrifft die Vermietung einer kleinen Wohnuug in dem Anwesen Eschersheimer Landstraße 65, wozu die Gemeindevertretung ihre Genehmigung erteilt. Schließlich wurde ein Schreiben der Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes, welches von einer Anzahl weiterer Frauenorganisationen mitunterschrieben war und die Frage der Subventionierung der Jüdischen Wohlfahrtspflege betrifft, zur Kenntnis genommen und mitgeteilt, daß die gemischte Finanzkommission bei der Etatberatung tunlichst dein Wunsch der Frauenorganisationen auf Weiterbewilligung der Subvention in einer zweckdienlichen Höhe entsprechen wird. Hieran schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung. Herrenstoffe Gute Ware und doch billig nur im Tuchlager A. Frankel STIFTSTRASSE 7 eine Treppe Lagerbesuch sehr lohnend HHB^MM