Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 10 (1931-1932)
- Issue
- 8 (4.1932)
- Date
- 1932-04-01
- Page
- Seite 184 (sequence 22)
- Language
- German
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184 der Heiligkeit des Ortes, den Ausführungen des Referenten, Rabbiner Dr. Hahn-Essen, lauschten und die am Schlüsse des Vortrags zur Verteilung bereitliegenden Schriften („Die Lehren des Judentums", „Blutlügen", eine Denkschrift über Friedhofsschändungen) dankbar entgegennahmen. Das starke Interesse der Zuhörer bekundete sich auch darin, daß der Referent mündlich und schriftlich um baldige Wiederholung einer derartigen Veranstaltung angegangen wurde und daß das Büro des CV. noch jetzt laufend um Ueberlassung von Aufklärungsmaterial an Teilnehmer der Veranstaltung gebeten wird. Die gesamte Frankfurter Tagespresse ohne Unterschied der politischen Richtung berichtete ausführlich über den Inhalt des Referates und hatte, wie eine Zeitung schreibt, „begriffen, warum der Vortrag in dieser bewegten Zeit vor die Oeffentlichkeit gehört und was er zutiefst bedeutet: Die ungeheure Kluft zu überbrücken, welche den guten Christen wie den gläubigen Juden von jeder Art Untermenschentum trennt, die unseres Volkes und Vaterlandes Heil in Haß- und Hetzpredigten verkündet." Friedhofsschändung in Niederursel am Taunus Ein Dokument politischer und kultureller Verwilderung Von ruchlosen Bubenhänden wurden in der Nacht vom 5. zum 6. März j Bad Homburg v. d. H. 4 Grabsteine gewaltsam aus dem Boden gerissen auf dem jüdischen Friedhof in Niederursel an der Straße Frankfurt a. M.— ' und umgelegt. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des CV. hat auf die Ergreifung der Täter eine Belohnung von Mk. 100.— ausgesetzt und die Untat mehrmals durch Rundfunk bekanntgeben lassen. Leider fehlt von den Tätern bisher noch jede Spur. Besondere Beachtung verdient, daß das Presseorgan der NSDAP., das ter Volksblatt", in seiner Nummer vom 14. März in einer besonderen Bekanntmachung die Tat als „unwürdig und ruchlos" bezeichnet, „weit" von ihr abrückt und ebenfalls für die Namhaftmäcbunsr der Täter eine Belohnung von Mk. 100.— ausgesetzt hat. ZUM FEST: Ruth Debora Allerfeinste Pflanzenbutier fveg. Margarine) nt^D 'HDB feinstes Cokosplatfenfett für Tafel und Küche Unter Aufsicht der Ritual - Kommission der israelitischen Gemeinde, Frankfurt a. Main Vertreter: H. dt A. Ettinger, Frankfurt a. M. Langestrasse 31, Fernspr.-Anschl. 24565. ^sass. Warme Küche j@pi neuen kombinierten Senking-Herd Ideales Braten und Backen I Ermäßigte Preise! Teiteftträng E. H AGE & to. | Am Eschenheimer Ter 3 | lräbll herein s«r Sfoaffeuerunö fjieffger ffrael. Sürgetötöti&fer - & ».- Sie SBergebung aroeier SrautauSfteuern auS ber Srenfu§»SeibeI§'f(f)en Stu§s fteuerung§=Stiftung finbet am 24. SJtai 1932 ftatt 3ur SBeroeroung finb naefj ben Satjungen ber Stiftung äugelaffen: 1. SKadjlommen ber ©Item ber Stifter: Sfaacunb Subitlje ©renfu§ gefi- Sernljeim ouö Sierentj im ©Ifag unb 2Jtofe§ unb Sunte Seibelä gen- SPfeifter au§ 2Bürg6utg. 2. £ie|tge 8ürger§töä)ter, bie ben Sebingungen ber §§ 1 unb 2 ber Sagungen unfereS SeretnS entfnredjen. SrartSort a. 3W., ben 2 $er Eorffanb. herein w SluWeueruna Mefiaer Ifraeütifc&er Süraer.etötöfer e & gnber 3ftitgliebert>erfatmnlung vom 15. biefeS SJhmatS ift ber 2W«glicÖ06eitrafi für 1932 auf JW1.9.- feftgefefct nwirben. •SBir Bitten unfere oereljrl. SDlitglieber, uns ben S3etrag Balte gefl. auf unfer pojffäjetffonto Kr. 50338 ttBerroeifen Du toollen, bamit ifjnen bie bisherige SJeteiligungSnunttner toieber aus geteilt toerben lann. ©leidjaeittg riäjten nur an alle, bie unferem SSereine im legten Safjre nidjt angehört IjaBen, bie fjeralidje Sitte, fta) al§ SJtitglieb unter ÜBertpeifung beS o&igen Sa^reSs Beitrags Bei uns anaumelben. Jranffurt a. 3W., 22. ÜJtörs 1932 ©er Borffattö Sllfreb Sdjroaräfdjilb, SBorfifeenber SBolfgang SluerBad), Subroig ©röbel, StedjtSanroali $orooitj, Sr. (Srnft Sircfjfjeim, 2>r. Suliuä ©idjel, SJtap. Stern .