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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1932-04-01 · 8 (4.1932) · p. Seite 182

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
10 (1931-1932)
Issue
8 (4.1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 182 (sequence 20)
Language
German
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warn 182 Anstalten und Vereine Israelitische Religion' /chule. Das Sommerhalbjahr beginnt Mittwoch, den 6. April 193 2. Anmeldungen für die Anstalt Hermesweg und Unterlindau nimmt der Leiter, Herr Gemeinderabb'ner Dr. J. Horovitz. in seiner Wohnung noch vom 7.—15. April, wocb .jntäglich von 15—16 Uhr, im Schulgebäude Hermesweg 5—7 am Mittwoch, den 6. April, von 15—16 Ulir sowie Sonntag, den 10. April, von 10—11 Uhr, im Schulgebäude Unterlindau 23 am Mittwoch, den 6. April, von 17—18 Uhr entgegen. Jahresbericht des Talmud Thora-Vereins _ Das Berichtsjahr 1951 stand trotz der ungemein schweren Wirtschaftskrise unter dem Zeichen normaler Fortentwicklung. Die Anstrengungen zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Vereins mußten verdoppelt werden, und so gelang es, den Unterrichtsbetrieb aufrechtzuerhalten. Daß dies möglich war, ist vor allem den Mitgliedern, Freunden und Gönnern zu verdanken, die in uneigennütziger AVeise, trotz der ungemein schwierigen Zeit, durch ihre vorbildliche Opferfreudigkeit die notwendigen materiellen Mittel aufbrachten. Durch den Heimgang 13 langjähriger Mitglieder, unter ihnen der unvergeßliche Herr Rabbinatsassessor Lipinsky, hat der Talmud Thora-A'erein schmerzliche Verluste zu beklagen. Der Mitgliederstand hat sich nicht unwesentlich verändert und beträgt über 700. Durch äußerste Sparsamkeit und Rationierung gelang es, den Etat einigermaßen auszugleichen. Die Aussichten für das laufende Jahr sind ganz und gar unklar. Wir richten daher schon jetzt an unsere Mitglieder, Freunde und Gönner die ergebene Bitte, noch mehr wie bisher bemüht zu sein, die notwendigen Mittel aufzubringen, damit der Unterrichtsbetrieb im Krisenjahre 1932 nicht notleide. Unterricht : Wöchentlich wurden durch den Talmud Thora-Verein 70 Schiurim erteilt. Der Besuch in den Knaben- und Mädchen-Abteilungen war sehr rege (125 Kinder); der durchschnittlkhe Besuch der einzelnen Abteilungen war: Knaben 18, Mädchen 12, junge Leute 15, Erwachsene 25. Der Unterricht erstreckte sich auf: Tfillo, Chumisch, Chumisch mit Raschi, Mischna, Gemoro, hebr. Grammatik, liebr. Schreiben. Das Dozentenkollegium bestand aus den Herren Rabbiner Dr. Hoffmann, Rabb.-Ass. Lipinsky, Rabb.-Ass. Kirschbaum, Rabbiner Donath, Dr. S. B. Eschwege, Kantor M. Hes, Rackow, Ringel, Rosenwasser, Rothenberg, Dr. J. Unna, S. Hoffmann, E. Springer, Vojda. Außer den laufenden Schiurim hielt Herr Dr. J. Hoffmann am Samstag nach Mincho Lehrvorträge für junge Leute über „Die Ethik des Judentums nach Pirke Abotb" und im Winter 14tägig Thillim-Vorträge. An den Freitag-Abenden wurden wie alljährlich in den Synagogen am Börneplatz und Hermesweg Vorträge gehalten. Das Sijum am Erev-Pesach sowie das Schowuaus und Hauschanorabbo-Lernen wurden in der üblichen Weise durchgeführt, ebenso das Lernen in der Sefira-Zeit in den Synagogen am Börneplatz und Herrn es weg. Sämtlichen Herren, die sich bemüht haben, daß wir der uns gestellten Aufgabe einigermaßen nachkommen konnten, sei es durch Uebernahme von Vorträgen, durch Erteilung von Untericht oder Aufbringung der materiellen Mittel, sei an dieser Stelle nochmals unser herzlichster Dank ausgesprochen. Dank gebührt auch der Verwaltung der Israelitischen Gemeinde, sowie den drei Frankfurter Logen, die sich der Notwendigkeit der Förderung des Talmud Thora-Vereins durch Gewährung einer Subvention nicht entzogen haben. Heim des Jüdischen Frauenbundes in Isenburg Zu seinem 25jährigen Bestehen Der uns vorliegende eingehende Bericht kann aus Raumgründen nur-auszugsweise wiedergegeben werden. Der Bericht läßt erneut erkennen, daß in dem Isenburger Heim unter der Führung von Bertha Pappenheim eines der bedeutsamsten Zeugnisse sozialer und organisatorischer Leistung jüdischer Frauen erstanden ist. Schriftleitung. Das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg ist heute ganz selbstverständlich als ein notwendiges Erziehungswerk in die jüdische soziale Fürsorge eingegliedert. Als vor nunmehr 25 Jahren seine Gründung in weitblickender sozialer Erkenntnis angestrebt und nur unter den größten Schwierigkeiten erreicht wurde, waren weite jüdisdie Kreise entsetzt über die Voraussetzung, daß audi aus der jüdischen Gemeinschaft gefährdete, schwer erziehbare oder gar verwahrloste Jugendliche hervorgehen könnten, die die Einrichtung eines solchen Heims notwendig machten. 1133 jüdische Kinder und Jugendliche, für die die eigene Familie in irgendeiner Weise versagt hatte, haben in diesen 25 Jahren Schatz und Förderung im Isenburger Heim gefunden. Verschiedenartig wie Alter und Herkunft dieser Jugendlichen ist auch ihre Not, der der Aufenthalt im Heim zu begegnen bestimmt ist. Verständnisvoll und individuell muß die Hilfe sein, die ihnen gebracht wird. Dessen ist sich die Heimleitung stets bewußt gewesen und hat, gestützt auf die Erfahrungen, die das Erziehungssystem in 25 Jahren ständig vor neue Aufgaben gestellt hat. sich diesen ständig anzupassen gesucht. Man ist in keiner Beziehung stehen geblieben, und so, wie aus einem Haus und einem kleinen Garten vier Häuser und ein Grundstück von etwa zwei Morgen qm erwuchsen, so ist man auch auf pädagogischem und hygienischem Gebiet mit der Zeit weiter fortgeschritten. Für den ganzen Betrieb bildete sich hieraus eine gewisse Eigenart der Methode. Da der pädagogische Grundsatz von vornherein maßgebend ist, daß alle Hausarbeit als wichtiges Lehr- und Erziehungsmittel anzusehen ist, werden die Arbeiten von den schulentlassenen Mädchen unter Leitung der Beamtinnen besorgt. In der Küche und bei der Zimmerarbeit, in Gratis und franko erhalten Sie unser neues Heft „Mein Heim 1932" mit vielen interessanten Abbildungen gegen Einsendung dieser Anzeige. ^^i^i^a^iM!^ 4l4:»>7^ll^l^lld«lii9(. UillncTiiman Das Spezialhaus für Kaffee - Tee - Cacao - Schokolade Lebensmittel - Wein 50 Filialen seif 1878 4°/o Rabatt Das neuzeitliche grosse Kaufhaus Zeil — Ecke Stiftstrasse Ihre Einkaufsstätte für gute Qualitätswaren zu sehr billigen Preisen. BiOXrULTRA-ZAHN PASTA ist für Sie die. richtige sie*macht die Zähne b l e'n'd e:n d weiss und beseitigt Mundgeruch spritzt nicht, ist_hoch*konzentriert, daher sparsamer. Kleine±Tube 50 Pfg. MAX ELB A.-G., DRESDEN £X/u£i.ws*-. iWiii»*^ ■

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