Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 10 (1931-1932)
- Issue
- 7 (3.1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 161 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3094266-3094373-3094380--3145-3097909- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Kleinsiedlung. Der Verein Berufsberatung und Arbeitsnachweis f ü r J u d e n E. V., Langestraße 30, hatte Für Donnerstag, den 11. Februar, in der Toynbeehalle, Königswarterstrafie 26, zu einer Interessentenversaminlung für Stadtrandsiedlung und Schrebergärten aufgerufen. Referenten waren die Herren Rechtsanwalt A. Horovitz, A. Benjamin vom jüdischen Arbeitsnachweis, Architekt Fritz Epstein. Die recht gut besuchte Versammlung bekam durch die Referenten Kenntnis von den Vorzügen der Stadtrandsiedlung und Schrebergärten. In der Diskussion wurden Fragen gestellt, die im Schlußwort auch beantwortet wurden. Ein Diskussionsredner nannte den Gedanken der Stadtrandsiedlung und das Interesse der jüdischen Stellen dafür „einen Lichtblick für die jüdischen Arbeitslose n". Es ist zu hoffen, daß eine Reihe weiterer Interessenten sich noch melden werden, damit eine jüdische Kameradschaft verwirklicht werden kann. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstr. 65, 1. btock. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, Nachmittags* von 4—6 Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in massigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Jüdsiche Erziehungsberatungsstelle Beratung für Etern und Kinder bei Erziehungs- und Schulschwierigkeiten, Eschersheimer Landstr. 65 (Jugendheim). Die Beratungen sind unentgeltlich und streng vertraulich. Auskunft erteilen: die Leiterin Frau Dr. Alice Schaumberg, Eckenheimer Landstr. 17, sowie die Mitglieder des pädagogisch-psychologischen Ausschusses des israelitischen Lehrervereins, Mittelschullehrer Julius Flörsheim, Koselstraße 32, und Lehrer Alfred Speyer, Baustraße 5. Um unnötiges längeres Warten in der Sprechstunde zu vermeiden, ist vorherige Anmeldung erwünscht. Jugenddienst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des Jüdischen Frauenbundes Frankfurt a. M. will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Hei f e r i n zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Langestr. 5. Weihestunde in der Westendsynagoge Am 6. März, nachm. 5 Uhr, findet in der Westendsvnagoge, Freiherrvom-Stein-Strafie, wiederum eine Weihestunde statt. Dr. Eduard Strauß spricht über: Elia, der ewige Prophet. Frau Alice Goldschmidt wird Gesänge von Felix Mendelssohn und Johannes Brahms zum Vortrag bringen. Freier Zutritt für jedermann. Soncino-Gesellschaft Hier wurde eine Ortsgruppe der Soncino-Gesellschaft zur Pflege des jüdischen Buches gebildet. Die Gesellschaft ist bereits mit sehr beachtenswerten Publikationen hervorgetreten. Sie will durch die Ortsgruppe die persönliche Beziehung unter ihren Mitgliedern pflegen und belehrende Vorträge und Diskussionen im Rahmen ihres Interessengebietes veranstalten. Zuschriften erbeten an Ludwig Ries, Frankfurt a. M., Sandweg 14. 161 Runter Abend. Am Samstag, 19. März, abends 11 Uhr, soll zugunsten der Wohlfahrtspflege ein „Bunter Abend" im Neuen Theater stattfinden. Die Jüdische Wohlfahrtspflege (Langestraße 30) bittet schon jetzt um zahlreiche Beteiligung. Näheres durch die Tageszeitungen. Kinder-Schauturnen. Der Jüdische Turnerbund veranstaltete am 21. Februar zugunsten der jüdischen Notstandsküche ein Kinder-Werbeschauturnen. Herr Dr. Josef Frank begrüßte im Namen des Vorstandes die 7ahlreich Erschienenen. Unter Leitung von Frl. Sitta Golde und Herrn Friedel Eisenhuth wurden den Zuschauern von etwa 120 schulpflichtigen Kindern schöne und in Anbetracht des guten Zwecks besonders erfreuliche turnerische Leistungen dargeboten. Gefallenen-Gedenkfeier. Im Anschluß an die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Volkstrauertag, Sonntag, den 21. Februar ds. Js., veranstaltete Feier auf dem Hauptfriedhof, bei der der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten durch eine Kranzdeputation und eine ganze Anzahl Kameraden vertreten war, fand die alljährliche Gedenkfeier auf dem Ehrenfeld des Israelitischen Friedhofes unter zahlreicher Beteiligung statt. Eingeleitet wurde die Feier mit dem Trauermarsch von Chopin. Daran schloß sich die Ansprache des Kameraden Herrn Rabbiner Dr. Salzberge r. Der Redner ging von den Feldgottesdiensten aus, bei denen eine Inbrunst des Glaubens. Betens und Hoffens herrschte, wie sie nur Not und Tod hervorrufen. Die Rede schloß mit dem Gedanken: Dem Namen Deutscher und dem Namen Jude Ehre machen, das heißt unsere besten Toten ehren. Nach dieser Rede folgten die Kranzniederlegungen u. a. vom Magistrat der Stadt Frankfurt a. M., vom Volksbund Deutsche Kriegsgriibcrfürsorge, vom Reichsausschufi für Leibesübungen, vom Kreis-Kriegerverband, vom Deutschen Republikanischen Reichsbund, vom Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, von dem Verband der Kommunalbeamten und Angestellten Preußens, vom Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen, von der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Durch Abordnungen waren vertreten: Vorstand und Gemeindevertretung der Israel. Gemeinde, Vorstand nud Genieinderat der Israel. Religionsgesellschaft, der Jüdische Frauenbund und die Logen, der Polizeipräsident, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die ehemaligen Regimentsvereine, der Turn- und Sportverein „Schild", u. a. waren auch mit ihren Fahnen erschienen: die Freiwillige Sanitäts-Hauptkolonne vom Roten Kreuz, die Studentenverbindung im K.-C. „Nassovia", sowie der Arbeiter-Samariter-Bund. Alsdann ergriff der zufällig in Frankfurt a. M. anwesende Biindesvorsifzende, Herr Kamerad Dr. Löwenstein - Berlin, das Wort. Er begrüßte die erschienenen Vertreter der Behörden und Verbände und betonte, daß die besondere Feier nicht etwa eine Abschliefiung von den nicht jüdischen Kameraden und Mitbürgern bedeute, ebensowenig wie der R. j. F. selbst. Die Feier sei nur begründet, um gegenüber Angriffen darzutun, daß unsere Opfer und Leistungen im Kriege nicht zurückstanden gegen die der christlichen Mitbürger. Zum Abschluß der eindrucksvollen Feier sprach Herr Rabbiner Dr. Salzberger das Kaddischgebet. Dann senkten sich die Fahnen und es erklang das Lied: „Ich hatt' einen Kameradea". Preussischer Landesverband jüdischer Gemeinden Der Rat des Preußischen Landesverbandes tagte am 10. Januar 1932. Die Beratung betraf hauptsächlich den Entwurf eines Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Juden und den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1952/53. Zu dem vom Ministerium ausgearbeiteten Referentenentwurf wurde folgende Resolution beschlossen: „Der Große Rat des Landesverbandes verlangt die Verabschiedung des Judengesetzes mit Einhaltung aller Grundsätze seines autonomen Entwurfs von 1928. Er verlangt, daß allein auf dieser Grundlage die Verhandlungen von seinen Vertretern geführt werden. Er weist seine Vertreter an. zu erklären, daß ein Entwurf die Zustimmung des Preußischen Judentums nur findet. öine (Freude }u 9esacf) Für den Herrn : eine Fubenda-Krawafte aus reiner Seide Hilft elastischem Band als unsere Spezialität schon ab.......Mk. 2.95 Für die Dame: ein entzückender Fubenda*Pullover neueste Modelle in reiner Wolle mit langem Arm schon ab Mk.4.75 FUBENDA-ECK FOUCAR & BENDER ~~ Rossmarkt 10 Inh. Leo*Buschhoff Hauptwache Das moderne Spezialhaus mit den volkstümlichen Preisen. NAUMANN» in Seifen jeder Art. Für Naumann's Kernseife «extrafeine Qualität» gibt es keinen Ersag. Naumann's Feinseifen sind unerreicht in Körper sowie Parfüm und für die Gesundheitspflege direkt vorbildlich. ACHDUTH Vereinigung gesetzestreuer Juden Deutschlands, Ot^gruppe Frankfurt a. Ma Beschaffung billiger Mazzen. Die Ortsgruppe der Achduth ist in der Lage, für P*sach an minderbemittele Privatpersonen, die in Frankfurt a. M. wohnen, Mazzen und Mehl zu folgenden Preisen ab Mazzenbäckerei Heidestraße 7!) hier zu liefern. 1. Mazzen in 5 und 10 Pfd. Rollen ä 42 Pfg. per Pfd. 2. Mazzenmehl abgewogen in Pak. ä 52 Pfg. per Pfd. Bedingung: für die Lieferung ist, daß mindestens 5 Pfund Mazzen bezogen werden. Der Betrag für das bestellte Quam um is gleichzeitig mit der Bestellung an Herrn S. Blanck, hier, Karl-FleschstraBe 1, Postscheckkonto Frankfurt a. M. 33783 zu überweisen reStellungen sind bis spätestens 10. April 1932 erforder ich Der Vorstand: Dr. Schönberg, Vorsitzender BiOX-ULTRA-ZAHNPASTA iE sie macht die ZähneJ) landen d^ weiss und beseitigt Mundgeruch spritzt nicht, ist hoch'konzentrierCdahersparsamer. Kleine Tube 50 Pfg. MAX ELB A.-G., DRESDEN