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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-04-01 · 8 (4.1931) · p. Seite 436

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
9 (1930-1931)
Issue
8 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 436 (sequence 14)
Language
German
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256 Drei alle Pessach-Rezepte Vor kurzem erhielt das Museum der Gemeinde von Herrn Dr. Richard Merzbach und seinen Geschwistern eine reizvolle Zuwendung: ein Kochbuch, das von der Urgrossmutter der Spender, Frau Goldsohn, geb. Dormitzer in Heidingsfeld, für ihre Enkelin Sophie Heim zu deren Verheiratung 1855 in hebräischen Lettern niedergeschrieben wurde und 81 Rezepte enthält. Die Sammlung ist ein Widerhall der „guten alten Zeit" (vgl. auch die Preise für die Zutaten) <und sie ist zugleich ein Zeugnis jenes Familiensinns, der zum schönsten Erbgut der Juden gehört. Die hier in deutscher Umschrift wiedergegebenen drei Proben seien der Beachtung unserer Leserinnen empfohlen, soweit sie ihnen nicht aus eigener Tradition bekannt sind. Schriftl. Anisplätzchen von Mazzenmehl. Zu Vi Zucker, zu 5 Eier, 5 Lot fein geriebenes Mehl, für 1 Kreuzer Anis. Dieses alles Va Stunde gerührt, auf ein Bledi Papier gelegt, kleine Plätzchen aufgelegt und schön backen lassen. Grimselein. Nehme 4 Weiss vom Ei, 4 Lot Zucker, 2 Lot süsse und 2 Lot bittere Mandeln, -ein wenig Zimmt und Zitronen, rühre dieses durcheinander, dann tue für 2 Pfennig geriebenes [Mazzen-]Mehl dazu und in Schmalz schön backen lassen. Fein geriebenen Schalet. Nimm eine Hand voll geriebenes [Mazzen-]Mehl, mit Wein und Schmalz abgerührt, 6—8 Gelbe von Eier abgerührt, süsse und bittere Mandeln, und Zucker, wenig Zimmt, Jede Dame wird es ihnen bestätigen S UNSERE MÄNTEL | | haben eine persönliche Note j Vielseitigste Auswahl Alle Preislagen Jede Größe auch für starke Damen WAGENER & SCHLÖTEL Frankfurt am Main. GoethestratJe 9/11. Zitronenschalen, 3—4 geschnittene Aepfel, Yi Vierling Weinbeer, und Schmalz in einem Topfe heiss gemacht, die Eier zu Schaum geschlagen, und schön gebacken. Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Kultussteuer. 1) Im Rechnungsjahr 1931/52 (1. April 1931 bis 31. März 1932) wird als Kultussteuer der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M. ein Zuschlag von fünfzehn vom Hundert der für das Steuer jähr 1930 oder für die dm Kalenderjahr 1950 endenden Steuerabschnitte veranlagten Reichseinkommensteuer der Gemeindemitglieder einschliesslich der Kapitalertragsteuer erhoben. 2) Die Gemeindeverwaltung behält sich vor, den Steuersatz im Lauf des Rechnungsjahres abzuändern, sowie weitere Steuerquellen heranzuziehen. 5) Ueber die Form der Veranlagung und Erhebung der Kultussteuer bei denjenigen Lohnsteuerpflichtigen, welche von den Finanzämtern nicht zur Reichseinkommensteuer veranlagt werden, wird besonderer Beschluss noch ergehen. 4) Bei nicht rechtzeitiger Zahlung werden die für die Reichseinkommensteuer geltenden Verzugszinsen erhoben. 5) Einsprüche gegen die Veranlagung sind innerhalb vier Wochen nach Zustellung des Steuerbescheids zu erheben. Nicht reditzeitig eingelegte Einsprüche können nicht berücksichtigt werden. 6) Einsprüche, sowie Anträge auf Ermässigung, Stundung oder Erlass der Kultussteuer sind unter Angabe der Steuernummer und der genauen Adresse ausschliesslich an den Vorstand zu richten. Verwaltung der Kultussteuer. Die Sprechzeit im Steuerbüro der Gemeinde ist jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag von 8SA—1234 Uhr vormittags. Wenn es einem Steuerpflichtigen nicht möglich ist. während dieser Stunden vorzusprechen, so kann eine andere Sprechzeit im Einzelfall vereinbart werden. Bei allen schriftlichen oder mündlichen Anträgen in Angelegenheiten der Kultussteuer sind im Interesse der beschleunigten Bearbeitung sämtliche einschlägigen Steuer- Papiere, insbesondere die Steuerbescheide, vorzulegen. Ausschreiben. Zum 1. Juni 1931 ist auf der inneren Abteilung des Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde (Leitender Arzt: Prof. Dr. S. Isaac) die Stelle eines Assistenzarztes zu besetzen. Herren, die über internistische Erfahrungen verfügen, wollen ihre Bewerbung an das Pflegamt des Krankenhauses, Gagernstr. 36, richten. Ferner sind die Stellen eines Volontärarztes und eines Medizinalpraktikanten auf der inneren Abteilung zu besetzen. Meldungen sind ebenfalls an das Pflegamt zu richten. Jugendvereine. Sämtlichen Jugendvereinen sind wie im Vorjahr Fragebogen zugesandt worden, um deren genaue Beantwortung und Rückgabe innerhalb 10 Tagen nach Eingang gebeten wird. Solche Vereine, die den Fragebogen nicht erhalten haben sollten, werden gebeten, ihn unverzüglich beim Gemeindebüro anzufordern. Anmeldung von Traunngen. Jede Trauung muss, wenn sie von einem Gemeinderabbiner vollzogen werden soll, mindestens zwei Wochen vor dem Termin im Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37, unter Vorlegung der standesamtlichen Papiere und unter Angabe der Zeit und des Ortes der Feier angemeldet werden. Anmeldung von Barmizwa-Knaben. Die Anmeldung für den Barmizwa-Unterrieht geschieht für die Gemeindesynagogen im Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37. Die Anmeldung soll mindestens fünf Monate vor der Feier erfolgen; bei geringen Vorkenntnissen ist ihr Anmeldung schon 6 Monate vorher ratsam. Bekanntmachungen des Friedhofsamtes. Meldung von Sterbefällen. Bei vorkommenden S t e r b e f ä 11 e n ist umgehende Benachrichtigung des Friedhofsamtes (Fernspr. Zeppelin Sammelnummer 52041) erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt) nicht von den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf Wunsch vom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Friedhofsgärtnerei. Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Fried-

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