Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 9 (1930-1931)
- Issue
- 6 (2.1931)
- Date
- 1931-02-01
- Page
- Seite 196 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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dem inneren Erfolg der Veranstaltung hat der Verein einen j in heutiger Zeit besonders erfreulichen materiellen Erfolg durch, die Versteigerung des Tischgebets erzielt. Abbau der Fürsorge? Der Vorsitzende der Zentral wohlfahrtssteile der deutschen Juden, Herr Rabbiner Dr. ßaeck, wendet sich mit einem eindringlichen Aufruf an die Gemeinden und Organisationen. Angesichts des schweren wirtschaftlichen Notstandes gelte es nicht Abbau sondern Verstärkung aller Leistungen. Gerade jetzt sei noch viel mehr Zusammenarbeit von Gemeinden und Vereinen erforderlich, ebenso auch das Zusammenwirken mit den anderen Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, im Vordergrund der Arbeit mussten die sozialpolitischen Aufgaben, die Jugendwohlfahrt, die gesundheitsfürsorgerischen Einrichtungen und die Arbeit in den Kleingcmeinden stehen. Der Aufruf schliesst: „Der gegenwärtige Augenblick stellt unserer Gesamtarbeit ausserordentliche Aufgaben. Nur durch einmütige Zusammenarbeit aller Beteiligten, nur durch Verstärkung aller Bemühungen können sie erfüllt werden." Einweihung. Am Donnerstag, den 22. Januar wurde das renovierte Durch wanderer heim in Gegenwart einer Anzahl geladener Gäste, nach einer kurzen Begrüssung durch Herrn San.-Rat Dr. Albert Ettlinger, einer Wcihcrede durch Herrn Rabbiner Dr. J. Horovitz und einer Führung durch den Leiter des Umbaues, Herrn Architekt Fritz Epstein, seiner Bestimmung übergeben. Der erste Freitagabend im neuen Heim erhielt durch eine sinnvolle und warmherzige Ansprüche des Herrn Rabbiner Dr. lloffmann besondere Weihe. Handwerker Kaufleute Grossisten Detaillisten Kausfrauen denkt an unsere Jugend, die Osfern die Schule verlafjt u. Lehrstellen such! Arbeitsnachweis d. weiblichen Fürsorge Langestrafje 3 Telefon 25462 Jüdischer Arbeitsnachweis. Wer hilft uns? Kennen Sie unsere preiswerte Schreibstube, in der Vervielfältigungen sorgfältig ausgeführt, Adressen mit Hand und Maschine zu billigsten Preisen geliefert und alle Drucksachen postfertig gemadit werden. Wir besorgen jede Arbeit rasch und zuverlässig, z. B. Umzüge durch Transportarbeiter, Gartenarbeit durch Gärtner, Anlegen des Radios etc. Wir suchen offene Stellen für kaufmännische Angegestellte aller Branchen, für Büro, Lager und Reise. Sie finden bei uns gelernte und ungelernte Arbeiter, z. B. Packer, Auslaufer, Gärtner, Elektrotechniker, Chauffeure, Bäcker, Metzger u. a. Wir empfehlen tüchtigen, rituellen Koch für Festessen, zuverlässigen Sdilosser und Spengler, auch für Reparaturen. Versäumen Sie nicht unsere Telefonnummer H. 261 62 anzurufen, wenn Sie Arbeiten zu vergeben haben. Sie wollen uns sicher gerne unterstützen indem Sie uns alle offenen Lehrstellen melden. Unser Büro ist täglidi von K>9—7 Uhr für alle Arbeitgeber geöffnet. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V. Langestr. 50 pt. Tel. Hansa 261 62 Jüdische Lcihkasse E. V. Die Gesdiäftsstelle dieser gemeinnützigen Einriditung befindet sich Esdiersheimer Landstraße 29, 1. Stock. Gesdiäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—b Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen, gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Jugenddienst. Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des Jüdischen Frauenbundes Frankfurt a. M. will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Gesdiäftsstelle Frankfurt a. M., Langestrasse 3, trugen zur Erreichung dieses ZielesJ',bei. Heddernheim — Römerstadt. Die alte jüdische Gemeinde Heddernheim (vor Frankfurts Toren liegend und dodi zum Bezirks-Rabbinat Wiesbaden gehörig) ist durdi den Zuzug zahlroidier Glaubensgenossen in die Siedlung „Römerstadt" erheblidi verstärkt und dadurch zu neuem Leben erweckt worden. An allen Sabbaten und Festtagen finden regelmässig Gottesdienste statt. Durch Veranstaltung von Gemeinde-Abenden, an denen neben belehrenden Vorträgen auch musikalisdie und theatralische Aufführungen geboten werden, hat man versucht die Gemcindemitglieilcr auch gesellig näherzubringen. Diesem Zwecke soll die vor kurzem gegründete „Frauen-Gemeinschaft Heddernheäm-Römerstad t" dienen. Ihre Vorsitzende, Frau Emma Fabisch, hat in dem allmonatlich erscheinenden Gemeindeblatt der Synagogen-Gemeinde Heddernheim die Ziele und Zwecke dieser Frauen-Gemeinsdiaft auf sozialem Wissens¬ und Geselligkeits-Gebiet in grossen Zügen dargelegt und ihren Ansdiluss an den „Jüdisdien Frauenbund" veran- #Kanal-u. Wasserbau-Gesellschaft^ Bergerstr. 6 m. b. H. Bergerstr. 6 sorgt für Instandhaltung der Kanal- und Wasserleitungs-Anlagen, Carolus 43537/38 r *\ Dr. med. Arnold Merzbadi Facharzt für Nervenerkrankungen und seelische Leiden hat sich nach mehrjähriger Tätigkeit an der Universitäts- Klinik für Gemüts» und Nervenkranke Frankfurt a. M. <Dir. Prov. Kleist) niedergelassen und übt seine Praxis aus: Frankfurt a. M, Eschersh. Landstr. 7, 1. St. (Am Eschenheimer Turm) Privatwohnung: Röderbergweg 9 Sprechzeit: Montag bis Donnerstag 4 — 5, Freitag 3—4 u. nach Verabredung Telefon: Zfppe'in 56761 \= Gcmeindcmitglicdcr bedient Eacli zur Gräberpflege der mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestalteten Friedliofsgärlncrci der Israelitischen Gemeinde. Sie übernimmt die Neubepflanzung von Grabstätten in jeder gewünschten Art, sowie die jahrweise und dauernde Pflege. Lieferung von Kränzen, sowie von Topfpflanzen und Schnitth I u men für alle Gelegenheiten. Bestellungen durch das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde, Zeppelin 52041 oder direkt in der Gärtnerei, Eckenheimerlandstrasse 238. =!*!