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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-02-01 · 6 (2.1931) · p. Seite 188

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
9 (1930-1931)
Issue
6 (2.1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 188 (sequence 10)
Language
German
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188 tung dieses wichtigen Kulturgutes eingesetzt, sondern dass auch die Männer aus ihrer Erkenntnis, dass es sich nicht nur um ein Frauen-, sondern auch um ein Menschheitsinteresse handele, sich einhellig zu dem von den Frauen vertretenen Standpunkt bekannt nahen. Eine Erklärung des Herrn Dr. Mainzer (lib.), sich bei der Abstimmung der Stimme enthalten zu müssen, weil er durch das Fehlen des Aktenmaterials nicht in der Lage gewesen sei, die Argumente des Vorstands genau zu kennen, ruft eine kurze Geschäftsordnungsdebatte über die Art des Fortgangs der Beratung bezw. die Beschlussfassung hervor, in welcher der Vorsitzende ersucht, von einer Vertagung Abstand zu nehmen und deshalb eine sofortige Beschlussfassung wünscht, damit der Vorstand im Falle positiver Beschlussfassung wisse, dass die gesamte Gemeindevertretung hinter ihm stehe. Es wird mit allen Stimmen bei Stimmenthaltung des Herrn Dr. Mainzer beschlossen: Die Gemeindevertretung ersucht den Vorstand, der Aufrechterhaltung der Frauenschule beim Philänthropin zuzustimmen. Eine weitere Vorlage betrifft die vorübergehende Schliessung des Wochengottesdienstes in der Synagoge Bockenheim, dessen Existenzberechtigung nach Ansidit des Vorstands, solange ein Besudi von durchschnittlieh nur 3 Gemeindemitgliedern zu verzeidinen ist, verneint wirdrFür die Beibehaltung des Gottesdienstes spridit Herr Fromm (kons.), der einerseits die an sich ungünstige Lage der Bockenheimer Synagoge anerkennt, andererseits empfiehlt, die redit erhebliche Entfernung nach der Westend Synagoge und der Synagoge Unterlindau und die verhältnismässig geringe Ersparnis, welche durch den Wegfall des bezahlten Minjans entstehen würde, zu berücksichtigen, zumal der Gottesdienst in Bockenheim geeignet sei, das Gemeindeleben zusammenzuhalten. Herr Hess (lib.) weist darauf hin, dass vor der Eingemeindung in Bockenheim ein regelmässiger Wodiengottesdienst nidit abgehalten worden ist. Die notdürftige Aufrediterhaltung dieses Gottesdienstes besonders während des Winters in einem unzulänglichen Raum entspredie nicht der Würde der Frankfurter Gemeinde. Bei Jahrzeiten und ähnlidien Anlässen könne, wenn sich die Betreffenden an den Synagogenwart wenden, ohne weiteres Minjan unter den Bockenheimer Synagogenbesuchern zusammengebracht werden. Dr. Arnsberg (Volksp.) ist gleidifalls für Aufhebung, wiewohl an sich jedes ernste religiöse und kulturelle Bedürfnis Anspruch auf Befriedigung habe. Im vorliegenden Falle bestehe weder ein Interesse noch eine den Begriffen „Kehilla" und „Gottesdienst" entsprediende Veranstaltung. Im Gegenteil sei die Einriditung eines bezahlten Minjans ohne sonstigen Besudi unwürdig und verdiene nidit verlängert zu werden. Syndikus Dr. Mayer rechtfertigt den Standpunkt des Vorstands und bittet die Frage nidit vom Standpunkt des religiösen Interesses aus, sondern von der nüchternen Tatsadie her zu betraditen, dass es sich um eine Veranstaltung handelt, die fast aussdiliesslich von bezahlten Kräften aufredit erhalten werde und somit kein Bedürfnis darstelle. Aehnlidie Verhältnisse lägen übrigens in der Hauptsynagoge vor, bezüglich deren der Vorstand das Votum der liberalen Kultuskommission herbeiführen werde. Man solle audi nidit immer davon sp redien, dass derartig kleine Ausgaben im Genieindeetat keine Rolle spielten. Bei der Finanzlage der Gemeinde sei es nidit ungefährlich, den Versudi der Ersparnis soldier zweckloser Ausgaben als unbeträchtlich anzusehen. Die bevorstehende Etatberatung werde die Notwendigkeit ergeben, an' noch kleineren Beträgen Abstridie zu versuchen. Weiterhin erklären sich die Herren Dr. Grünebaum (kons.), Felix Meyer (kons.) und Fromm (kons.) für die Aufrediterhaltung des Wochengottesdienstes in Bockenheim trotz der schwierigen Finanzlage, während die Herren E. C. Oppenh e i m e r und Dr. Mainzer (lib.) aus finanziellen Gründen die Zustimmung zum Vorstandsbesdiluss empfehlen und darauf hinweisen, dass bei den Bockenheimer Gemeindemitgliedern die Möglichkeit besteht, die Gottesdienste in der Synagoge Unterlindau oder in der Westendsynagoge zu besuchen. Hierauf wird dem Beschluss des Vorstands zugestimmt. „Früher ist es mir so oft passiert, heute habe ich nie mehr gelbli che Wäsche . Das muß doch am Waschmittel liegen. Seitdem ich Dr. Thompson's Seifenpulver Marke Schwan verwende, ist alles in Ordnung. Meine Wäsche ist stets schneeweiß, vor allem, wenn ich dem ersten Ausspülwasser noch ein Paket Seifix zusetze: dann sieht man auch nicht ein Fleckchen mehr und dazu noch - - ich habe viel weniger Arbeit als früher." „Das ist interessant. Ich hatte dasselbe Urteil schon von mehreren Bekannten gehört. Doch man ist ja immer etwas mißtrauisch. Beim nächsten Mal werde ich diese Methode aber auch mal versuchen . Buchhandlung Geschw. Streb Inhaber: Hermann Israel) Reichhaltige Auswahl auf allen Literaturgebieten Zeil 38 Telefon 27219 BRUNELL DERbesteSCHUH DES KINDES ädaada: SALZHAUS 2 ZEIL 62 Aelfestes Frankfurter Gebäude- und Glasreinigungs-Institut und Erstes Mitteldeutsches Steinrenovierungs-Geschält Abwaschen u. Reinigen von Häuser-Fassaden, Stein-Fassaden, auch mittels Sandgebläse, Wohnungsfenstern, Spiegelscheiben, Kronleuchtern. Wachsen und Oelen von Parkett- und Linoleumböden. Entstaubung mittels Vakuum. Leihweise Ueberlassung von Leitern bis zu 26 Meter Höhe. 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