Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 9 (1930-1931)
- Issue
- 6 (2.1931)
- Date
- 1931-02-01
- Page
- Seite 186 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3094266-3094360-3094366--2688-3097437- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
186 Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Gemeindevorstand. Die Gemeindevertretung bat in ihrer Sitzung vom 28. Januar die turnusmä'Ssig aus dem Vorstand ausgeschiedenen Herren Justizrat Dr. Julius Blau, Dr. Eduard B a e r w a i d. Dr. Simon Fromm und Eduard Oppenheim wiedergewählt. Anstelle des Herrn Arthur F o r c h h e i m e r. der eine Wiederwahl abgelehnt hatte, wurde Herr Bankier Emil Oettinger gewählt. Gemeindevertretung. Der zum Mitglied der Gemeindevertretung gewählte Herr Dr. Arthur Rosenblatt, Rediisanwalt und Notar, hat sein Mandat niedergelegt. An seine Stelle tritt Herr Ben jam i n K o h n, Kaufmann. In der Bekanntmachung über die Neuwahl der Gemeindevertretung (Gemeindeblatt, Dezember 1950. S. 119) muss es unter Ziffer X, 5 statt Adolf Rotholz Leopold Rotholz hwissen. Neuwahl von Synagogenvorstehern. Gemäss s 57 der Gemeindeverfassung und § 5 ff. der Synagogenordnung finden 'demnächst Ersatzwahlen für die bestimmungsgeuiäss ausscheidenden Mitglieder der Synagogeuvorstände statt. Die Benennung der Kandidaten erfolgt durch eine Versammlung der P4-«tzinhaber. und zwar in der S y n a g o g e a m Bönieplatz Sonntag, den 15. Februar 1931, 17% Uhr im Hörsaal. Im Anschluss daran wird Herr Felix Meyer über das Thema ..Aus der Gemein dearbeji" sprechen. Rituelle Lebensmittel. Der von den Gemeindekörperschaften eingesetzten Kommission zur Senkung der Preise für rituelle Lebensmittel ist es nach längeren Verhandlungen mit den beteiligten Gewerbetreibenden gelungen, eine wesentliche Verbilligung der Fleisch- und Wurstpreise zu erzielen. Unsere Leser finden Näheres in einer von den unter Aufsicht der Ritualkommission stehenden Fleischereien und Wurstlereien im Inseratenteil veröffentlichten Bekanntmachung. Die Kommission hat hiermit einen Teil ihrer Aufgabe gelöst. Sie wird in weiteren Verhandlungen versuchen, auch auf den übrigen Gebieten des täglichen Lebensmittelbedarfs den erforderlichen Preisabbau herbeizuführen und hat Vorsorge getroffen, dass künftig die Preisentwicklung für rituelle Lebensmittel ständig verfolgt wird. Anmeldung Ton Trauungen. Jede Trauung muss, wenn sie von einem Gemeinderabbiner vollzogen werden soll, mindestens zwei Wochen vor dem Termin im Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37, unter Vorlegung der staudesamtlichen Papiere und unter Angabe der Zeit und des Ortes der Feier angemeldet werden. Anmeldung von Barmizwa-Knaben. Die Anmeldung für den Barmizwa-Unterricht geschieht für die Gemeindesynagogen im Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37. Die Anmeldung soll mindestens fünf Monate vor der Feier erfolgen; bei geringen Vorkenntnissen ist ihre Anmeldung schon 6 Monate vorher ratsam. Für die Synagoge Unterlindau ist lediglich die Inanspruchnahme des Herrn Gemeinderabbiners auf dem Gemeindebüro anzumelden. Bekanntmachungen des Friedhofsamtes. Meldung von Sterbefällen. Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtigung des Friedhof samtes (Fernspr. Zeppelin Sammelnummer 52041) erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt )nicht von den Hinterbliebenen erledigt werden können, wird dies auf Wunsch vom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Friedhofsgärtnerei. Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde ist durch die mit allen neuzeitlichen Anlagen ausgestattete Friedhofsgärtnerei in der Lage, sämtliche vorkommenden gärtnerischen Arbeiten auf den Friedhöfen der Gemeinde auszuführen. Es übernimmt die Neubepflanz u n g der Grabstätten mit Efeu, Sedum, Immergrün und Blumen, sowie deren dauernde und jahrweise Pflege. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei durch die Friedhofsgärtnerei, Eckenheimer Landstr. 258 (Fernspr. Zeppelin 52041 und 52042) oder durch das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37, (Fernspr. Hansa 27544) zur Verfügung gestellt Die Gemeindemitglieder werden gebeten, sich bei Bedarf an Topfpflanzen und Schnittblumen der auf den Friedhöfen befindlichen Verkaufsstellen zu bedienen. Nähere Auskunft erteilen die Pförtner. Mit Rücksicht auf das Verkaufsverbot am Sonnlaff werden die Friedhofsbesucher gebeten, ihre Biumenbesteilungen bis spätestens Freitag nachmittag in der Friedhofsgärtnerei aufzugeben. Auf dem neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstrasse werden laut Gemeindebeschluss alle gärtnerischen Arbeiten in eigener Regie des F r i e d h o f s a mt s der Gemeinde ausgeführt. Gesangskräfte gesucht. Für den liberalen Filialgottesdienst im Philanibropin werden zu den kommenden hohen Feiertagen musikalisch i gebildete Damen und Herren gesucht. Meldungen an den j Chorleiter. Herrn Kapellmeister Mor. Meier, Sömmering- I Strasse 101. erbeten. i -- i | Sprechstunden der Gemeinderabbiner. j Rabbiner Dr. Hoffmann, Börneplatz 16, j Fernspr. Hansa 22024, 15—16 Uhr S Rabbiner Dr. Horovitz, Staufenstr. 30, | Fernspr. Maingau 77 963, 15—16 Uhr (außer Mittj woch) j Rabbiner Dr. Lazarus, Cronberger Str. 30, j Fernspr. Maingau 79 482, 15—16 Uhr j Rabbiner Dr. Salzberger, Eschersheimer Landstr. 67, I Fernspr. Zeppelin 56 920, 16—17 Uhr.! Rabbiner Dr. Seligmann, Friedrichstr. 29, | Fernspr. Maingau 71124, 17—18 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Gemeindebibliothek (Börnestraße 54). Büeherausleihe: Montag bis Donnerstag 12—13, 16—17 Uhr, Freitag 12—13 und Sonntag 9—10 Uhr. Lesezeiten: Dienstag und Donnerstag 19—21 Uhr, Samstag und Sonntag 10.30—13, Samstag 15.30—18 Uhr. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, von den reichen und vielseitigen Beständen der Bibliothek, vor allem auf dem Gebiet der neuesten populärwissenschaftlichen und Unterhaltungsliteratur, regen Gebrauch zu machen. Auch Bücherspenden sind erwünscht. Museum jüd. Altertümer, Fahrgasse 146. Gesellschaft zur Erforschung jüd. Kunstdenkraäler E. V. Besuchszeiten: Sonntags vorm. 10—1 Uhr und Werktags nachm. 5—4 Uhr. Die Kultabteilung des Museums jüdischer Altertümer ist völlig neu aufgestellt und durch eine Reihe neuer Gegenstände erweitert. Die neue Ausstellung kann nunmehr besichtigt werden. Für größere Gruppen, Vereine und Schulen empfiehlt sich die Besichtigung möglichst außerhalb der offiziellen Oeffnungszeiten nach vorheriger telephonischer oder persönlicher Anmeldung. Eine Anzahl Postkarten mit Abbildungen von besonders interessanten Stücken im Museum sind jetzt neu herausgekommen und beim Pförtner zum Verkauf ausgelegt Preis für 1 Karte 10 Pfg., für die Serie mit 6 Karten 50 Pfg. Sdiluss der amtlichen Anzeigen.