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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-01-01 · 5 (1.1931) · p. Seite 167

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
9 (1930-1931)
Issue
5 (1.1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 167 (sequence 21)
Language
German
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167 auch nur zu Preisen, die sogar für Bibliotheken fast unerschwinglich sind. Es ist daher von Seiten aller wissenschaftlich interessierten Judaisten und Orientalisten sehr zu begrüssen, dass der Welt-Verlag sich entschlossen hat, eine unveränderte Neuausgabe für einen verhältnismässig bescheidenen Preis herauszugeben. Die Subskription wird, wie der Verlag bekannt gibt, am 31. Januar geschlossen. Bestellungen, sowohl auf das Werk als auch auf den aufschlussreichen Prospekt, nehmen alle Buchhandlungen entgegen, auch der Verlag selbst. (Adresse: Welt-Verlag, Berlin W. 57, Palasstr. 10/11.) Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Das Dezember-Heft enthält einen Aufsatz von Michael Guttmann über Mendelssohn als Apologeten des Judentums, teilweise im Anschluss an die Forschungen von Rawidowicz über den Briefwechsel zwischen Mendelssohn und Lavater am 8. Band der neuen Mendelssohn-Ausgabe. Max Grunwald bringt Beiträge zur Geschichte des jüdischen Handwerks, Hans Andorn eine Darstellung der Offenbarungslehre bei Steinheim. Ferner bringt das Heft eine Arbeit von J. Bergmann über Gebet und Zauberspruch, eine Rundschau von L. Kornitzer über neuere musikalische Literatur. Jüdische Familienforschung. Dezember 1930, Jahrg. VI, Nr. 4. A. Kronthal beschliesst seine anregende familiengeschichtliche Arbeit, B. Rosenthal hat die auch für weitere Kreise interessante Familiengeschichte des deutschjüdischen Politikers Ludwig Haas bearbeitet. A. Bab ergänzt seine Darstellung der Familiennamen der kreolischen Juden, B. Brilling untersucht nach dem von Freudenthal für Leipzig gegebenen Vorbild die jüdischen Breslauer Messgäste im 17. Jahrhundert. Notizen über Familien- und Ortsnamen, über Spinozas Ahnen und das zu einer wertvollen ständigen Einrichtung gewordene Suchblatt machen den Schluss. Die in der vorstehenden B&diersdian besprochenen Werke sowie alle wichtigen Neuerscheinungen finden Sie stets in der Jos. Strauß'schen Buchhandlung Biebergasse 13 Frankfurt a. M. Fernsprecher Hansa 26313 Rabbiner Dr. Seligmann . Die Feier des 7 0. Geburtstages legte ein überwältigendes Zeugnis von der grossen Verehrung ab, die Herrn Rabbiner Seligmann weit über seinen engeren Kreis hinaus entgegengebracht wird. Am 14. Dezember versammelte sich um die Mittagsstunde in der Wohnung des Jubilars eine grosse Anzahl von Freunden und Vertretern von Organisationen. Als Erster überbrachte Herr Justizrat Dr. Blau die Glückwünsche des Gemeindevorstands uud zugleich des Preussischen Landesverbands und überreichte eine kunstvoll angefertigte Adresse. Sodann sprach Herr N a p h t a 1 i Fromm für die Gemeindevertretung, Herr Rabbiner Dr. Lazarus für die liberalen Amtsgenossen, Herr Rabbiner Dr. Hoffmann persönlich als Kollege, Herr Rabbiner Dr. Horovitz für den Allgemeinen Deutschen Rabbinerverband, Herr Dr. Baerwald für sämtliche liberalen Organisationen, Herr Dr. Samson Raphael Hirsch für die Hermann Cohen-Loge, Frl. Alice Kassel für den Chor der Westendsynagoge und Herr Rabbiner Dr. Lazarus für die Loge zur aufgehenden Morgenröte. Herr Dr. Seligmann, der von der Fülle der ihm zugegangenen Glückwünsche und Gaben sichtlich bewegt war, dankte mit einer Ansprache, die ein schlichtes und alle Anwesenden tief ergreifendes Zeugnis seines von Streben nach Wahrhaftigkeit und Pflichterfüllung getragenen Lebens wurde. Die von Herrn Justizrat Dr. Blau verlesene Adresse des Gemeindevorstands hat folgenden Wortlaut: „Hochgeehrter Herr Rabbiner, zur Feier Ihres 70. Geburtstages bringt Ihnen der unterfertigte Gemeindevorstand mit dem Ausdruck seiner Verehrung die herzlichsten Glückwünsche dar. Als Sie vor drei Jahren das Jubiläum Ihrer 25jährigen Tätigkeit in unserer Gemeinde feiern konnten, durften Sie sich überzeugen, welch weiten Widerhall Ihr Wirken gefunden hat. Auf drei Wegen haben Sie mit all Ihrer Kraft dem Judentum und unserer Gemeinde zu dienen unternommen: als Rabbiner, als Lehrer, als Schriftsteller. Nur einer begnadeten Persönlichkeit ist es vergönnt, auf so vielfältige Weise die Aufgaben zu erfüllen, die sie sich stellen durfte. Ihnen ist das Glück zuteil geworden, auf allen Gebieten Ihres Schaffens weithin sichtbare Erfolge zu erzielen und die uneingeschränkte Anerkennung und Bewunderung der Kreise zu erlangen, auf die zu wirken Sie sich berufen fühlten. Als Vertreter der Gesamtgemeinde hat der Vorstand als Erster das Bedürfnis, Ihnen für Ihr Wirken zu danken. Mit unermüdlicher und vorbildlicher Pflichttreue haben Sie diereligiösen Belange der liberalen Richtung innerhalb der Gemeinde gefördert und darüber hinaus im Religionsunterricht als Lehrer und lange Jahre hindurch als unser Referent auf diesem so besonders wichtigen Gebiet die schönsten Erfolge erzielt und ganzen Generationen von Schülern religiöse Weisung erteilt. Was Sie als Forscher, als Schriftsteller und als Führer des liberalen Judentums geleistet haben, gehört der Geschichte an. Ueber alle diese Leistungen hinaiis aber haben Sie sich als Persönlichkeit durch Ihre menschlichen Eigenschaften, durch die Reinheit Ihres Wollens und Ihr charaktervolles Eintreten für die Ihnen anvertrauten Interessen die Bewunderung aller errungen, die Ihnen persönlich nahetreten durften. In seltener, ungebrochener Regsamkeit treten Sie in das achte Jahrzehnt Ihres an Arbeit und Erfolg so reichen Lebens. Möge Ihnen bis in ein hohes Greisenalter hinein die Kraft zu weiterem Wirken erhalten bleiben, möge Ihnen an der Seite Ihrer Gattin und Helferin, im Kreis Ihrer Kinder und Enkel, ein freudvolles Alter beschieden sein!" Am Nachmittag fand in der Westend Synagoge, die bei weitem nicht alle Einlassuchenden fassen konnte, ein eindrucksvoller Festgottesdienst statt, den die Jugend der Synagoge veranstaltete und ganz mit eigeuen Kräften durchführte. Mit gutem Recht konnte Dr. Seligmann angesichts der überfüllten Synagoge und der Leistungen der von ihm herangebildeten Jugend sich in einer kurzen Ansprache glücklich preisen, dass er diesen Erntetag, den schönsten Tag seines Lebens, begehen durfte. Auch die Hauptsynagoge, die klassische Stätte des Frankfurter liberalen Judentums, hatte es sich nicht nehmen lassen, den Ehrentag ihres Rabbiners am folgenden Freitagabend festlich zu begehen. Auch hier war die Jugend eifrig am Werk gewesen, um Dr. Seligmann ihre Gefolgschaft zu ^Kanal-u.Wasserbau-Gesellschaft\ Bergerstr. 6 m. b. H. Bergerstr. 6 sorgt für Instandhaltung der Kanal- und Wasserleitungs-Anlagen. Carolus 43537/38 J. HIRSCHI das Haus für gute CICARREN Grüneburgweg 9 Zeppelin 51217 l'pn| J. & H. Rothschild H 1 L * Teigwarenfabrik Röderbergweg 197 k.,.,*. Allerfeinste garantiert reine Hausmacher >™3 EIER-NUDELN _ TOrn •ämtlicher ■■■■hmmksmmhi FrankI.O*meinderabbinen Festdichtungen und Einstudierungen Alice Kassel Platenstraße 59 II.

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