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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-11-01 · 3 (11.1930) · p. Seite 69

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
9 (1930-1931)
Issue
3 (11.1930)
Date
1930-11-01
Page
Seite 69 (sequence 15)
Language
German
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Eine Aufnahmeprüfung in einer öffentlichen Berufsschule mit 587 Schülern zeitigte in zwei wichtigen Fächern, in Rechnen und Deutsch, folgende Ergebnisse: Es erhielten Noten Schüler im Rechnen in Rechtschreiben 1 2 3 4 1 2 1 3 4 Mittelschüler 22% 75% 5% — 42% 320/0 21°/0 5% Untersekundaner 7% 50% 36<Vo m 14% 29%' 45"/o 14% Aehnlich günstige Resultate enb rächten ein vor einiger Zeit abgehaltener Berufswettkampf eines kaufmännischen Angestelltenverbandes und eine Bewährungsprüfung, welche eine hiesige Grossbank unter 60 Lehrlingen nach 2J4jähriger Lehrzeit vornahm. Die tüchtigsten Berufsleistungen wiesen nicht etwa die Abiturienten, sondern die ehemaligen Mittelschüler auf. Die angeführten Darlegungen sollen das jüdische Elternhaus anregen, bei der Beschulung ihrer zehnjährigen Kinder auch an die Mittelschule zu denken. Sie hat sich bewährt, sie ist für heute eine verhältnismässig billige Schule, das Schulgeld beträgt jetzt pro Jahr M. 84.— (die höhere Schule kostet dagegen M. 250.—). Gute Durchschnittsschüler wirtschaftlich schwacher Eltern haben Anspruch auf Freistellen, freie Lehrmittel und Hefte. Für Schüler der obersten Klasse, die aus wirtschaftlich schwachen Familien kommen, werden bei guten Zeugnissen auch seitens der Stadtverwaltung Erziehungsbeihilfen gewährt. Solche Schüler, die nach Absolvierung der ersten JYtittelschulklasse nach dem Abitur streben, fällt es nach den in Preussen und hier in Frankfurt a. M. gemachten Erfahrungen nicht schwer, sich nach kurzer Zeit in den wissenschaftlichen Betrieb der Obersekunda einer Oberrealschule einzuleben und mitzuarbeiten. Jedenfalls sind dem Verfasser dieser Zeilen eine ganze Anzahl solcher jungen Leute bekannt, welche die Mittelschule (natürlich als gute Durchschnittsschüler) absolvierten und ihr Abitur nach 3 Jahren mit durchweg guten Leistungen bestanden haben. Zum Schluss noch die Mahnung: Nur eines ist massgebend sowohl für die Schulals auch für die Berufsausbildung der heranwachsenden Jugend: nicht Wunsch, Wille und Mattel der Eltern, sondern die im Kinde vorhandenen Kräfte und Anlagen, das zukünftige Wohl des Kindes und auch die Bedürfnisse der Volksgemeinschaft, der wir angehören. JÜDISCHE WOHLFAHRTSPRfa: allgemeine Fürsorge JUGENDFÜRSORGE WANDERFÜRSORGE ERHOLUNGSFÜRS TUBERKULOSE- RSORGE KRÄNKENHAUS- FÜRSORGE STUDENTEN- FÜRSORGE GEGANGENEN" FORSORGE TEL. HANSA 26631 POSTSCHECK 54693. NAUMANN5 KERNSEIFE MIT GARANTIE-STEMPEL b™ä ifeX^^^i^t^^^t<j ist das beste Waschmittel, für das es keinen Er sat) gibt. Für jeden Pfennig, den Sie das Stück gute Kernseife mehr zahlen, sparen Sie ebensoviel Mark durch Minderverschleifj der Wäsche. UllGntbcKrllCh für kühle Tage sind unsere Blusenschoner reineWtn 2.95 £ Un&fftfbGhrllCh für kühle Nächte sind unsere molligen Bettjäckchenreine 4.75 an 2.95 an von und unsereßettschalsin zarten beliebten Farben v. oucan-8r—7 -ßolLuTlii^enclep' FUBENDAsECK Inh. Leo Buschhoff n!l!llllllll!llll!l!llllllll!ll!l!ll!l!ll!lllllUIIH I NIEDERRAD« Tel. Spess. 61383 u. 61390 5000 qm Rasenbleiche Billigste Preise Naßu. Mangelwäsche :: Herren-Stärkewäsche HERMANN HENSLER Zell 62 OPTIK + OPTIK Moderne Kneifer und Brillen in nur bester Ausführung. Sorgfältigste fachmänn. Bedienung. Reparaturen schnell u. billig. Von Paris zurück Letzte Modeneuheiten A. HÖCHBERG KAISERSTRASSE 17

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