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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-08-01 · 12 (8.1930) · p. Seite 474

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
12 (8.1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 474 (sequence 10)
Language
German
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Aus der Gemeindevertretung Sitzungsbericht von L. Lerner. Sitzung vom 2. Juli 1950. In Anwesenheit von 32 Gemeindevertretern und 4 Vertretern des Vorstands eröffnet der Vorsitzende, Herr Dr. Richard Merzbach die Sitzung. Es wird zunächst beschlossen, das Protokoll dahingehend zu ändern, dass dem bevölkerungspolitischen Ausschuss für das Rechnungsjahr 1930/51 eine Subvention von RM 1200.— mit der Massgabe bewilligt wird, dass dieser Betrag nicht für Geldgeschenke Verwendung finden darf. Dieser Beschlussfassung ging eine längere Debatte über die Form der Genehmigung der Sitzungsprotokolle voraus. Von der Zuschrift des Herrn Oberregierungsbaurats a. D. Julius Cohen, worin er das Amt des Gemeindevertreters annimmt, wird Kenntnis genommen. Der Vorstand hat den Beschlüssen der Gemeindevertretung betr. Haushaltsplan 1950/51 mit der Massgabe zugestimmt, dass die Subvention für den Keren Hajessod, Centraiverein und' „Ort" entsprechend seinen früheren Beschlüssen mit M. 500.—, 500.—, 100.— belassen wird. Die Gemeindevertretung stimmt den Vorstandsbeschlüssen zu und beschliesst ferner, dem Keren Hajessod M. 500.—, dem Centraiverein M. 1200.— und dem „Ort" M. 400.— als weitere Subvention für das laufende Rechnungsjahr zu bewilligen. Dem Vorstandsbeschluss, die Subvention für die Gesellschaft für jüdische Volksbildung auf M. 500.— zu erhöhen, wird nicht beigetreten, sodass es bei dem von der Gemeindevertretung beschlossenen Betrag von M. 400.— verbleibt. In Sachen des P hilanthropins stellt der Vorstand fest, dass durch das Schreiben des Schulrats, in welchem er erklärt hat, dass er von Ostern 1931 ab Kinder in der untersten Klasse des Philanthropins und der Volksschule nicht mehr aufnehmen werde, von welchem Beschluss der Vorstand zustimmend Kenntnis genommen habe, der Vertrag von 1845 aufgehoben worden sei. Im Hinblick auf diese Feststellung und die hiernach von Ostern 1951 ab zu erwartenden Ersparnisse, die allmählich zu einer erheblichen finanziellen Entlastung der Gemeinde führen werden, stimmt der Gemeinde vorstand dem Beschluss der Gemeindevertretung zu, wonach für das Etatjahr 1950/31 noch ein Zuschuss von M 312.000.— für das gesamte. Schulwerk des Philanthropins mit Ausnahme des Kindergartens bewilligt wird, der zum 1. Juli 1930 geschlossen wird. Die Gemeindevertretung nimmt davon Kenntnis; dass der Vorstand sich mit einem Zuschuss von M. 512.000.— entsprechend dem Beschluss der Gemeindevertretung einverstanden erklärt hat. Der Vorsitzende erklärt, dass zu einer Beschlussfassung zu den weiteren Auslassungen zur Zeit kein Anlass vorliege. Von einem Vermächtnis des Herrn Otto Feisenberger zur Pflege von Grabstätten wird Kenntnis genommen, ebenso von einer Zuwendung der Frau Trude Strauss, die gesondert unter dem Namen Martin St raus s- Fonds zu verwalten und deren Erträgnisse alljährlich wohltätigen Zwecken zuzuführen sind. Die Gemeindevertretnug schliesst sich dem Dank des Vorstandes an die Spenderin an. Eine weitere Vorlage des Vorstands betrifft die unentgeltliche und widerrufliche Ueberlassung von zwei Räumen im ersten Obergeschoss des Anwensens Eschersheimer Landstrasse 65 an ein P rivatmin j an. Die Einzelheiten sind durch einen Vertrag mit dem von dem Min jan zu stellenden Vorstandin ähnlicher Weise wie mit dem Jugendheimausschuss geregelt. Soweit im Gemeindebesitz unbenutztes Inventar vorhanden ist, wird es dem Minjan auf jederzeitigen Widerruf leihweise überlassen. Dr. G e i g e r bittet, da die Vorlage der Gemeindevertretung nicht zur Genehmigung, sondern nur zur Kenntnisnahme zugewiesen wurde, diese zu verweigern. Die Ueberlassung der Räume für einen Betsaal stände im absoluten Gegensatz zu den früher gefassten Beschlüssen der Gemeindevertretung, wonach das Haus Eschersheimer Landstrasse nicht für gottesdienstlidie Zwecke benutzt werden soll. Er müsse gegen die Art der Behandlung dieser Vorlage durch den Vorstand Protest einlegen. Dr. Mayer weist darauf hin, dass seinerzeit die Einrichtung eines gemeindlichen Betsaals abgelehnt worden sei, diesmal handle es sich aber um etwas ganz anderes. Ein privates Minjam, aus dem später ein Verein entstanden und welches obdachlos geworden sei, wünschte die Ueberlassung von 2 leerstehenden Zimmern. Nach dem Vorstandsbeschluss sollen die Räume mit sechswöchentlicher Kündi- Sie sparen viel Geld, wenn Sie Porzellanbär's Küchenfee-Kon serven-G läser kaufen. Sie sind seit Jahrzehnten erprobt u. sehr preiswert. 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