Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 9 (5.1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 371 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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371 gionsschule, die in den ersten Jahren ihres Bes'ehens auf dem damals vernachlässigten Gebiet des öffentlichen Religionsunterrichts Pionierarbeit ge.eistet und dam.t den Boden für den später von der Gemeinde eingerichteten al gemeinen Religionsunterricht an sämtlichen Schulen vorbereitet habe. Die weite Voraussicht des Gründers der Anstalt Rabbiner Dr. Marcus Horovitz s. A. habe durch die Begründung des Jugendvereins „Tiferes Bachurim" und einer Vorbereitungsanstalt für jüdische Lehrer im Ausland weitere fruchtbare Betätigungsgebiete geschaffen, auch der um d e Erziehung der ostjüdischen Jugend erfolgreich bemühte Verein „Ez chajim" sei aus der Religionsschule hervorgegangen. Der weitere Inhalt der Festrede (von der in der nächsten Nummer ein größerer Auszug erscheinen soll) war der Ermnerung an die zahlreichen Persönlichkeiten gewidmet, die im Lauf dieses halben Jahrhunderts in der Verwaltung und im Lehrerkollegium der Schule besonders verdienstvoll tätig waren. Auf die Festrede folgte eine lange Reihe von Glückwünschen: Herr Julius Goldsehmidt sprach für den Gemeindevorstand, Herr Dr. Richard Merzbach für die Gemeindevertretung, Herr Rabbiner Dr. Hoffmann für die Jesehiwa, Herr Schulrat Breitbach für die Städt. Schulbehörden, Herr N. Fromm für die Synagogeninspektion Hermesweg und Unterlindau. Herr Dr. Klibansky- Köln für die früheren Schüler, Herr Robert Strauss für die drei Frankfurter Bne Brith-Logen, Herr Dr. Höxter für die Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen in Frankfurt a.M., Herrjnstitutsleiter Klibansky für denVerein „Talmud Thora", Herr Messerer sprach hebräisch für die Hebräische Sprachschule, sodann kam noch einer der jetzigen Schüler, Hans Grünewald, und zum Schluss Herr Direktor Dr. Driesen für das Philanthropin zum Wort. Am Abend vereinigte eine schöne Feier Eltern, Kinder und Lehrer, sowie zahlreiche Freunde der Anstalt. Um Vorbereitung und Ausführung des reichhaltigen Programms hatten sich die Schüler und Schülerinnen der Anstalt mit eifriger Hingabe bemüht. Dankbarer Beifall lohnte die wohlgelungenen Darbietungen, die unter der Leitung von Heinz Bier, Hans Grünewald, Max Horovitz und Liesel Oschinsky standen. Zum Jubiläum der Religionsschule soll noch in diesem Jahr eine Festschrift mit pädagogisch-wissenschaftlichen Beiträgen des Leiters, sowie früherer und jetziger Lehrer und Schüler erscheinen. Israelitische Religionsschule. Das Sommerhalbjahr hat begonnen. Anmeldungen nimmt der Leiter, Herr Rabbiner Dr. Horovitz, für die Anstalt Hermesweg noch am Sonntag, den 4. Mai, zwischen 10—11 Uhr, und Mittwoch, den 7. Mai zwischen 2%—!>% Uhr, für die Anstalt Unterlindau 21—23, Mittwoch, den 7. Mai von A/4—5% Uhr entgegen. Schule der jüdisciien^Jiigend Arbeitsgemeinschaft Dozent Hebräisch für Anfänger (Das Buch Jona; Hebräisch für Fortgeschrittene Einführung in den Midrasch Der Prophet Jesaja Ein Gang durch die jüdische Literatur oder ein Buch der Bibel (nach Wahl der Hörer) Palästinakunde Zur Soziologie des Antisemitismus, unter Berücksichtigung von Bernstein, „Antisemitismus als Gruppenerscheinuug" und Zweig „Caliban" Jüdische Musik Jüdische Kunst Rose Katzenstein Alfred Speyer Dr. Moses König Henrik Landau Dr. Benno Gottschalk Hans Hammerstein Erwin Baer Heinrich Fabisch Erich Toeplitz Alle Arbeitsgemeinschaften sind jedermann zugänglich und unentgeltlich. Beginn Anfang Mai. Auskunft im Heim der jüdischen Jugend, Eschersheimer Landstrasse 6511, von 20H Uhr ab. Jüdische Erziehungsbcratungsslelle. Von der „Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen in Frankfurt a. M." wird uns geschrieben: In einem Zeitalter zunehmender Nervosität, ganz besonders in Berufen, in denen Juden tätig sind, ist jede vorbeugende Fürsorge gegen nervöse Erkrankungen wertvoll. Der jüdische Lehrerverein hat sich in seinen letzten Slt/ungjn eingehend mit diesen Fragen beschäftigt. Angeregt durch ein Referat des Herrn Dr. Edinger über das Thema „Arzt und Erzieher" hat sich aus unseren Reihen eine Arbji sgemeinschaft gebildet. Sie ist getragen von dem Gedanken, dass neben der körperlichen Ertüchtigung der jüdischen Jugend auch eine seelische Hygiene einzusetzen habe. Diese soll, wie Sport und Spiel, für eine gesunde Körperpflege sorgen, einen Schutz gegen spätere nervöse Erkrankungen gewähren. Zur Erreichung dieses Zieles halten wir die Einrichtung einer jüdischen Erziehungsberatungsstelle für notwendig. Hier sollen Eltern, Lehrer, Arzt und Psychologe geineinsam an der Beseitigung von Erziehungsschwierigkeiten, (auch vorübergehender Art) arbeiten. Wir sind uns bewusst, dass solche Erziehungsberatungsstellen teils auf interkonfessioneller, teils auf sozialistischer Grundlage hier bereits bestehen; halten aber die Einrichtung einer solchen Beratungsstelle gerade auf jüdischer Grundlage für notwendig, weil wir glauben, dass hier die gemeinsame Welt- Sie erhalten die Gesundheit Ihrer Familie in der warmen Jahreszeit, wenn Sie sich einen Eisschrank kaufen. Sie bekommen schon von Mk. 29.— an in allen Preislagen das erstklassige Eschebach*Fabrikat Wir unterhalten das größte Lager und können sofort liefern! Elektr. automat. Kühlschränke „Ate" sind auch bei uns zu haben. Das Spezialhaus für vollständige Küchen-Einrichtungen Stift straffe 8-10 Brönnerstrafje 5-9 Sind Sie krank? ■■■■■■HHMBKIHHHHi so lassen Sie sofort den Olm untersuchen in der öngel-flpotbeke FRANKFURT AM MAIN Gr. Friedbergerstr. 44 Ecke Vilbelergasse Durch genaue Urinuntersuchung in unserem modern eingerichteten Laboratorium wird dem Arzt die Behandlung erleichtert. 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