Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 8 (4.1930)
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 334 (sequence 34)
- Language
- German
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ganzen jüdischen Frauenwelt Deutschlands das Verantwortungsgefühl für das Schicksal der im Erwerb stehenden, aber auch der erwerbslosen oder arbeitslosen Jugendlichen wecken, bevor sie durch den Engpass der Gefährdung der Verwahrlosung verfallen." Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter E. V. Der seit 1790 bestehende Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter hat am 18. d. M. seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung ab. gehalten. Vor Eintritt in die. Tagesordnung gedachte der Vorsitzende in ehrenden "Worten des im verflossenen Jahre dahingeschiedenen Vorstandsmitgliedes Herrn Dr. Emil Siehel. An Stelle des Verstorbenen wurde Herr Max David in den Vorstand gewählt. Der Mitgliedsbeitrag für 1950 wurde wieder auf RM. 9.— festgesetzt. Bei der Verlosung der Aussteuer erster Klasse aus 1929, die RM. 5500.— (im Vorjahre RM. 5000.—) beträgt wurde die Nummer 181 gezogen. Dem Mitglied, das diese Beteiligungsnummer besitzt, steht das Recht zu, den genannten Betrag als Mitgift einem Mädchen zuzuweisen, das den satzungsgemässen Bedingungen entspricht. Ferner hat der Vorstand in seiner auch am 18. d. M. stattgefundenen Sitzung beschlossen, sechs Aussteuern zweiter Klasse von je RM. 400.— am 27. Mai d. J. zur Vergebung zu bringen. Zur Bewerbung um diese Aussteuern zweiter Klasse ist jedes jüdische Mädchen, das den Bedingungen der Satzung genügt, ohne irgend eine Zahlung zugelassen. Anmeldungen sind von den Bewerberinnen bezw. ihren Eltern oder Vormündern bis zum 29. April d. J. bei Herrn Wolfsransr Auerbach, Gervinusstrasse 10, vorm. 8—9 Uhr. einzureichen. Der Verein lädt hiermit auch zur Erneuerung bezw. Erwerbung der Mitgliedschaft ein und bittet, ihm den Tahresbeitrasr von RM. 9.— auf sein Postscheckkonto Nr. iO/vsS zu überweisen. Jedes Mitglied erhalt mit der Onittnng über den Jahresbeitrag seine Bp+eiliarunsrsnnTTimer für die VerlosnTicr der Auweiler erster Klasse aus 1950. die in der ordentlichen Mitsrb'pderversaTnmlun? des nächsten Tahres erfnWen wird. Der Verein Trofft, durch den Hinzutritt vieler neuer Mitglieder in den Stand eesetzt zu werden, die Befrqo-e der Aussteuern noch weiter zu erhöben. TrnmeViin b'etef, die Verlosung der Aussteuer erc+er Klasse den MU- >r1iodern eine?»uz besondere Chance. Während nämlich hei - ie^er anderen Verlosung nur ein Teil der eingezahlten Beträfe vorlost wird, übersteigt der Betrasr der Aussteuer erster Klasse die Snmrne der Mitsrüederbei+räsre. da der Verein einen wesentlichen Betracr aus den Zinsen seines TTar^+ql-o-erTnöq-eris hinzufügt. Freilich erhält das arewiTinende Mitglied ni^ht **e-n Betras der Aussteuer für sirh selbst, sondern mir da« Becht. ihn e;nem minderbemittelten Madien, das aber mit ihm verwandt sein darf, als Mitgift zu überweisen. Den Vorstand bilden zurzeit die Herren Al^ed 5?/4n»Tarzc<-?n'ld. Vorsitzender. Wnlfjran<r Anerbf^i, Max F»qvi'd. Lud wie Groedel. Abraham Horovitz. Dr Ernsi Kirchheim und Max Stern. Exemnlare der neuen Satzung werden auf Anfordern (Anschrift Gervinusstr. 10) zugesandt. 334 Erholungsheim für isr. Frauen. Das Erholungsheim für israelitische Frauen in Baden- Baden wird in diesem Jahr am 28. April geöffnet. Meldungen von Frauen und Mädchen können an Frau Rebecka Cohn, Frankfurt a. M., Friedberger Anlage 14, gerichtet werden. Das Heim ist im vergangenen Jahr durch den Bau einer neuen Liegehalle, sowie eines neuen Speisesaals erweitert und verschönt worden und ist in der Lage, wirklich Gedeihliches für jüdische Frauen und Mädchen, insbesondere auch aus dem heute besonders notleidenden gehobenen Mittelstand zu tun. Der Verpflegungsbeitrag beträgt per Tag RM. 4.— bis 4.50. Bei Vorlage von entsprechenden örtlichen Bescheinigungen kann für die Kurbedürftigen Fahrpreisermässigung erwirkt werden. — Spenden können auf Postscheckkonto Ffm. 48947 überwiesen werden. Israelitisches Frauenheim in Bad Nauheim. Die diesjährige Kurperiode beginnt am 28. April. Anmeldungen sind baldigst an Herrn J. F. Ettlinger, Frankfurt am Main, Bockenheimerlandstr. 25, zu richten. Jüdisches Kurhospital Kolberg. Das Kurhospital in dem Sol- und Seebad Kolbeig gibt bedürftigen Männern, Frauen und Kindern Gelegenheit zur Erholung und ist vom 8. Mai bis 9. Oktober geöffnet. Der Pensionspreis einschliesslich freier Bäder beträgt je nach Lebensalter und Monat zwischen RM. 85.— und RM. 125.— für vier Wochen. Das Haus wird streng rituell geführt. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. (Langestrasse 30 pt.) Wir bitten den neuen Telefon ruf Hansa 261 62 zu beachten. Die Sprechstunde ist jetzt foJgendermassen geändert: Gewerbliche und ungelernte Arbeitsuchende: Mont. u. Freit. von 349—11 Uhr vorm. Dienst., Mittw. u. Donn. von K9—12 Uhr vorm. Kaufmännische Arbeitsuchende: Mont. u. Freit. von Mittwoch von Berufsberatung wie bisher: Dienstag abends von 6—HS Uhr ausserdem nach Voranmeldung. f~ Es ist jezt ein besonderer Warteraum für die Arbeitsuchenden vorhanden. Wir richten an alle Arbeitgeber die dringende Bitte, ^offene Stellen aller Berufe sowie Lehrstellen uns M sofort zu melden. 11—12 Uhr vorm. 4—5 Uhr nachm. UNTERRICHT { französ. und engl. NACHHILFE, CONVERSATION Festgedichte Sömmerfngstrarje 32 III. Stock rechts Telefon Zepp. 55639 Pension BOSlner 7#»i1 441. Unter Aufs, der m**k,am. -xi Ritualkomm, der Isr. Gemeinde, Frankfurt a. M. Straßenbahnhaltestelle der Linie 3,~6 und 15 Vornehmstes Lokal am hiesigen Platze Menü von Hark 1.30 an. Uebern. v., Festlichkeiten u. Hochzeiten etc. Anmeldung für die Seder-Abende sowie die Pesach-Tage erbitte frühzeitig. ÄcMnno! Hausten! Iii Irr»! Der neue Senking-Gasherd, Mod. 1930 ist besonders für rituellen Haushalt geeignet (siehe Abbildung). Die großartigste Neuerung und Verbesserung seit Erfindung des Gasherdes E. HAGE & Co- Am Eschenheimer Tor 3