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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-03-01 · 7 (3.1930) · p. Seite 279

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
7 (3.1930)
Date
1930-03-01
Page
Seite 279 (sequence 27)
Language
German
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279 gewidmet und bei seinen Darbietungen im Gotteshaus wie bei seinem gelegentlichen Mitwirken bei sonstigen religiösen Anlässen den ungeteilten Beifall der Zuhörer gefunden. Die Leistungen des Chores müssten jedoch stets weiter vervollkommnet werden, insbesondere auch mit Rücksicht auf die in nicht ferner Zeit in Aussicht stehende Feier des 50jährigen Bestehens des Chores und der Synagoge Börneplatz. Nachdem im verflossenen Jahre der Chorraum erweitert wurde, sei eine Vergrösserung der Zahl der Mitglieder möglich und wünschenswert. An die Ausführungen des Herrn Lewisohn schloss sich eine sehr angeregte Diskussion, an der sich ein grosser Teil der Mitglieder beteiligte. Es wurde hierbei auch der Wunsch ausgesprochen, eine grössere jüdische Oeffentlichkeit von der Bereitwilligkeit des Chores bei Trauungen oder sonstigen religiösen Veranstaltungen mitzuwirken, zu unterrichten. Die hierauf stattgefundene Vorstands wähl ergab die einstimmige Wiederwahl des seitherigen Vorstandes: A. Lewisohn, GottfriedLevi und AlbertDavid. Verein Gegenseitigkeit. Der Verein hat die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass seinen Mitgliedern nach ihrem Tode ein Begräbnis in j traditionell-jüdischer Weise zu Teil wird. Die hierbei zu vollziehenden Funktionen werden von den ehrenj amtlich tätigen Beerdigungsbrüderschaften ausgeführt. Der i Verein stellt den traditionellen Sarg gratis, sonstige Beerdigungskosten trägt der Verein nicht.! Der Mitgliedsbeitrag beträgt z. Zt. RM. 3.— jährj lieh. Ansprüche an die Leistungen des Vereins haben die; Mitglieder selbst, ihre Ehefrauen und unselbständigen Kin-! der. Neu eintretende Mitglieder haben ein Eintrittsgeld zu j entrichten. Anmeldungen nehmen entgegen: der Vorj sitzende, Herr Hugo Frankel, Eschenheimer Anlage 19a j und der Kassier, Herr M. Tannenbaum, Oberlindau 56. j i Werbefeier. j Der Bund jüdischer Pfadfinder lädt herzlich zu einer am M i 11 w o ch, 12. März, 20 Uhr, im Festsaal j des Oberiyzeums, Vogtstrasse, stattfindenden Werbefeier ein. Wir sind eine Junggruppe im Verband der neutralen i jüdischen Jugendbünde Deutschlands. Unser Ziel ist, in Ver-! einigung von Jugendlichen aller jüdischen Richtungen eine Kunsf-Porzellane der Staatl. Porzellan-Manufakturen Berlin, Meissen, Nymph enburg, sowie Lorenz Hutschenreuther A.G. BleUKrisfall der Josephinen-Hütte A.-G. Rohrbach und Böhme Unsere Spezialität: Vollständige Küchen«Einriditungen einschl. Eschebach'sche Reform- Typen*Küchert Das Spezial-Haus für Glas, Porzellan, Haushalt-Maschinen, Bestecke und elektrische Beleuchtungen gesamtjüdische Arbeit zu leisten. In Wandern und Sport stählen wir den Körper, in der Besprechung wichtiger jüdischer Probleme üben wir den Geist. Ueber dieses Ziel Ihnen näheren Aufschluss zu geben, ist Zweck dieses Abends, in dessen Mittelpunkt eine Rede des Herrn Rabbiner Dr. Salzberger und ein Stück „B rüder" stehen. — Eintrittspreis 50 Pfg. Synagogenkonzert. Die Bonner Tagespresse enthält ausserordentlich rühmende Berichte über die gesanglichen Leistungen des Frankf urter Oberkantors Naumow- Fleisch mann bei einer Erinnerungsfeier der Chewro Gemilus Chassodim in Bonn. Sowohl mit dem stilgerechten Vortrag klassischer Arien, als insbesondere mit tiefempfundenen hebräischen Gesängen, darunter auch dem von ihm selbst vertonten Morgengebet von Salomo ibn Gabirol errang Fleischmann den begeisterten Beifall der zahlreichen Zuhörer. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 29, 1. Stock. Geschäftsslundenj: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr.j Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern (Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. ACHTUMS ARBEITGEBER! Wir bitten alle Arbeitgeber, die offenen Stellen aller Berufe sowie Lehrstellen sofort unserem Verein zu melden. Bei uns melden sich ständig: tüchtige kaufmännische und technische Angestellte, gelernte und ungelernte Arbeiter, Hilfsarbeiter aller Art. Auf Anruf Hansa 5728 schicken wir Ihnen sofort Aushilfskräfte tage- und stundenweise für jede vorkommende Arbeit, wie Umzüge, Ausladen von Waggons. Beförderung von Paketen und Kisten etc. Ausserdem verwei- . sen wir auf unsere Schreibstube, in der Vervielfältigungs- und Druckaufträge aller Art, sowie Adressenschreiben prompt und billig ausgeführt werden. Die Berufsberatung hat wöchentlich Dienstag abend von 6—7.30 Uhr kostenlose Sprechstunde. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. Langestrasse 30 pt.. Tel. Hansa 3728. Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge E. V. Wir suchen: 1. Lehrstellen aller Art in Samstag geschlossenen Geschäften, 2. Stellen für Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Buchhalterinnen und Verkäuferinnen und bitten dringend alle Arbeitgeber, uns ihre Vakanzen zu melden. Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Langestrasse 3, Hansa 3425. Kinderhaus. Autopiaketten zum Preis von RM. 4.— und RM. 8.— zu Gunsten des Kinderhauses der Weibl. Fürsorge sind bei Lazarus Posen, Kaiserstr. 23, zu haben. Jugenddienst. Der Jugenddienst des jüdischen Frauenbundes (Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Langestr. 3) kann nur dann seine Aufgabe erfüllen, alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite zu stellen, wenn sich die jüdischen Organisationen seiner bedienen und mit ihm zusammen arbeiten. „Der Jugenddienst soll als freie Liebestätigkeit die Sorge für die Jugendlichen zugleich zentralisieren und dezentralisieren. Er will in der ganzen jüdischen Frauenwelt Deutschland das Verantwortungsgefühl für das Schicksal der im Erwerb stehenden, aber auch der erwerbslosen oder arbeitslosen Jugendlichen wachmachen, bevor sie durch den Engpass der Gefährdung der Verwahrlosung verfallen.*4 („Blätter des jüd. Frauenbundes", Januar 1930 S. 8. B e r t h a Pappenhei m.)

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