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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-03-01 · 7 (3.1930) · p. Seite 278

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
7 (3.1930)
Date
1930-03-01
Page
Seite 278 (sequence 26)
Language
German
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278 Talmud Thora-Verein. Einladung zur Generalversammloing am Sonntag, dem 16. März, nach dem Abendgottesdienst im Hörsaal der Synagoge Börneplatz. Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Kassenbericht, 3. Bericht der Revisoren und Entlastung des Vorstandes, 4. Wahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder und Revisoren, 5. Verschiedenes. Anträge zur Generalversammlung müssen bis zum 8. März dem Vorstand eingereicht sein. Der Vorstand des Talmud Thora-Vereins. Rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa". Das Sommersemester an unserer Lehranstalt „Jeschiwa" beginnt am Dienstag, den 29. April. Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorstufe, Unter-, Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegengenommen. Der Unterricht, erstreckt sich auf: Bibel, Hebräische Grammatik, Talmud mit Kommentaren kursorisch und statarisch, Dezisoren. Den Schülern ist eventuell Gelegenheit geboten, sich in profanen Fächern unter fachgemässer Leitung fortzubilden. Für den Lehrgang in der Vor- und Unterstufe werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die schon einige Kenntnisse in Talmud besitzen. Anmeldungen sind zu richten an den Leiter, Herrn Rabbiner Dr. Hoffmann, Frankfurt a. M., Börneplatz i6, der zu jeder näheren Auskunft bereit ist Das Kuratorium. Vom Sinn der Einheitsgemeinde. Ueber dieses aktuelle Thema sprach in der ersten diesjährigen Veranstaltung des Konservativ-jüdischen Gemeinde-Vereins am Sonntag, den 9. Februar 1930 Herr Gemeinderabbiner Dr. Hoffmann dahier in der Frankfurt-Loge. Schon lange vor Beginn waren der grosse und kleine Logen-Saal überfüllt, also ein deutlicher Beweis für das grosse Interesse, das durch das Thema ausgelöst wurde. Nach einleitenden Begrüssungsworten des Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalts Dr. Schönberg, der insbesondere hervorhob, dass der Vortrag lediglich eine Veranstaltung des Konservativ-jüdischen Gemeindevereins darstellte, dagegen keine Gemeindeangelegenheit sei, legte der verehrte Herr Vortragende in formvollendeter Weise — frei von jeder Polemik — den Sinn der Einheitsgemeinde und ihrer besonderen Bedeutung gerade für das gesetzestreue Judentum dar. Der Vortrag fand die ungeteilte Zustimmung und den besonderen Beifall der überaus zahlreich erschienenen Damen und Herren. Verein Westendsynagoge. Am Sonntag, den 16. Februar 1930, veranstaltete der Verein in unserer Gemeindesynagoge an der Freiherr vom Steinstrasse wiederum eine religiöse Weihestunde. Das Gotteshaus war in seinen unteren Räumen bis auf den letzten Platz gefüllt, ein Teil der Besucher wohnte der Veranstaltung auf den Emporen bei. Besonders zu bemerken ist, dass der Zweck dieser Feierstunde auch darin völlig erreicht wurde, dass schätzungsweise ein Drittel der Anwesenden den Kreisen der nichtjüdischen Bevölkerung Frankfurts angehörte und so Gelegenheit fand, ein jüdisches Gotteshaus zu besichtigen und Einblick zu gewinnen in den Reichtum und die Schönheit der jüdischen Ideenwelt. Herr Opernsänger Benno Ziegler eröffnete die Feier mit dem eindrucksvollen Gesang einer Arie aus „Elias" von Mendelssohn-Bartholdy. Im Mittelpunkt der Weihestunde standen die tiefschürfenden Ausführungen des Herrn Rabbiners Dr. Arnold Lazarus über „Die ersten Blätter der Bibe 1". Der Redner gab in gedrängter Darlegung einen Ueberblick über den Inhalt der ersten fünf Kapitel der Genesis, stellte deren überragende Bedeutung für die religiös-sittliche Erkenntnis der Gegenwart dar und zeigte insbesondere den universalen Menschheitsgedanken auf, der in der biblischen Darstellung von der Entstehung der Welt und des Menschen, von dessen Wesen und von den Uranfängen seiner kulturellen Entwicklung zum Ausdruck kommt. Sodann lauschten die Hörer den ergreifenden Klängen, die Meister Adolf Rebner, auf der Orgel von Herrn Siegfried Würzburger begleitet, mit dem „Air" von Goldmark seiner Geige zu entlocken wusste. Innig bewegt verliessen die Scharen der Besucher das Gotteshaus. Freisinniger Verein für jüdisches Gemeindeleben E. V. In der am 12. Febr. ds. Js. stattgefundenen Generalversammlung des Freisinnigen Vereins für jüdisches Gemeindeleben E. V., Frankfurt a. M. wurden folgende Herren in den engeren Vorstand gewählt: Sanitätstrat Dr. A. Ettlinger, Vorsitzender; Dr. Richard Merzbach, stellvertr. Vorsitzender; Richard Schottenfels, Schriftführer; Emil Carl Oppenheimer, stellvertr. Schriftführer; Albert Cohen, Kassenführer; Simon Mayer, stellvertr. Kassenführer. Alle Zuschriften werden an Herrn Richard Schottenfels, Parkstrasse 55 (Zeppelin 53274) erbeten. Chor der Synagoge Börneplatz. Wie alljährlich fand im vorigen Monat die Generalversammlung des Chores statt. Der Vorstand der Synagoge, der dem Wirken des Chores reges Interesse widmet, hatte die Herren Bickhardt und Grünebaum als Vertreter entsandt. Der Vorsitzende des Chores Herr L e w i - söhn gedachte in warmen Worten der seit der letzten Generalversammlung heimgegangenen Mitglieder Simon Levi und Felix Horovitz. Sodann berichtete er über die Tätigkeit des Chores im verflossenen Jahre. Der Chor, der sich aus freiwilligen Mitgliedern zusammensetzt, habe sich auch im abgelaufenen Jahre unter Leitung seines bewährten Dirigenten Herrn Dr. Ehrenreich mit unvermindertem Eifer der Pflege des religiösen Chorgesanges ^^^^2^^^^/ Sorgst Du dafür, daß niemand friert? Denkst Du an die Hungernden? Jüdische Wohlfahrtspflege Frankfurt a. M. Langesir. 30 Postscheckk. 54893 Tel. Hansa 9548 ™H Call Hanselmami-KBiserflariefl gegenüber dem Opernhaus Künstlerkonzerte 4-12 Uhr J PRITEG TELEFON- UND LICHTRUF¬ ANLAGEN IN MIETE UND KAUF FRANKFURTER PRIVAT-TELEFON-GESELLSCRAFT C.m.Ö.H. FERNSPRECHER: HANSA 6256-6258

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