Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 4 (12.1929)
- Date
- 1929-12-01
- Page
- Seite 150 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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150 Jüdische Leihkasse E. Y. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 29, 1. Stock. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Achtung Arbeitgeber! Wir bitten alle Arbeitgeber, die offenen Stellen aller Berufe sofort dem Verein Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V., Frankfurt a. M., Langestr. 30 pt., Telefon: Hansa 3728. zu melden. Bei uns melden sich ständig: tüchtige kaufmännische und technische Angestellte, gelernte und ungelernte Arbeiter, Hilfsarbeiter aller Art. Auf Anruf Hansa 3728 schicken wir Ihnen sofort Aushilfskräfte tage- und stundenweise für jede vorkommende Arbeit wie Umzüge, Ausladen von Waggons, Beförderung von Paketen und Kisten etc. Außerdem verweisen wir auf unsere Schreibstube, in der Vervielfältigungs- und Druckaufträge aller Art, sowie Adressenschreiben prompt und billig ausgeführt werden. Die Berufsberatung hat wöchentlich Dienstag Abend von 6—7% Uhr kostenlose Sprechstunde. Der Unentgeltliche Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge für jüdische Frauen und Mädchen, Langestraße 3 1., Hansa 3425, Sprechzeit täglich 10—12, 3—4i/2 Uhr, Sonntag 9l/2—11 Uhr, sucht und vermittelt: 1. Hausangestellte jeder Art wie: Stützen, Hausdamen. W irlschaflerinnen, Gesellschafterinnen, Kin dergärlnerinnen, Kinderfräulein, Haustöchter, Köchinnen, Hausmädchen. 2. Kaufmännische Angestellte Kontorislinnen, Buchhalterinnen, Kassiererinnen, Stenotypistinnen, Lagerislinnen, Verkäuferinnen. 3. Gewerbliche Angestellte: Schneiderinnen, Modistinnen, Heimarbeilerinnen. 4. Lehrmädchen (kaufm. und gewerbliche). Wir bitten dringend alle Arbeitgeber, sich im Bedarfsfalle unseres Arbeitsnachweises zu bedienen. Jüdische Wohlfahrtspflege Frankfurt a. M. Abteilung II: Jugendfürsorge Kinderschutz, Pflegestellenwesen, Erholungsfürsorge,, Sammelvormundschaft Lehrmädchen. Wir bitten die Mädchen, die Ostern die Schule verlassen und einen Beruf ergreifen wollen, sich schon jetzt bei uns zu melden. Es liegt in ihrem eigenen Interesse, sich rechtzeitig bei ihrer Berufswahl beraten zu lassen. Sprechstunde Donnerstag nachm. 3—5 Uhr. Arbeitenachweis und Berufsberatung der WeibL Fürsorge, Langestr. 3. Gesucht. Herr Adolph Boehms, 48 Jahre alt, früher russischer Staatsangehöriger. . Sachdienliche Meldungen wolle man bitte richten an: Jüdische Wohlfahrtspflege, Abteilung Wanderfürsorge, Langestr. 30. Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter E. V. Gegr. 1790. Dieser Verein, welcher zu den ältesten Institutionen der Frankfurter jüdischen Gemeinde gehört, ist dadurch, daß ihm auch nach der Inflation noch ein Vermögen von nahezu RM. 50 000.— geblieben war, noch im Stande, seine segensreiche Tätigkeit auszuüben. Obgleich die Beiträge von 247 Mitgliedern im Jahre 1928 nur RM! 2223.— ausmachten, hat der Verein anfangs 1929 unter Hinzunahme des Zinserträgnisses seines Kapitalvermögens eine Aussteuer erster Klasse von RM. 3000.— und 6 Aussteuern zweiter Klasse zu RM. 400.— zusammen also RM 5400.— an hiesiege Bürgerstöchter vergeben. Im kommenden Februar wird wieder die Verlosung einer Aussteuer erster Klasse aus den Erträgnissen des Jahres 1929 stattfinden, an der alle Mitglieder des Vereins mit der auf ihrer Beitragsquittung verzeichneten Beteiligungsnummer teilnehmen. Mitgliedsanmeldungen, um die die Verwaltung bittet, erfolgen am einfachsten durch die Einzahlung des Beitrags von RM. 9.— auf das Postscheckkonto 50338 des Vereins. Die neue Satzung wird auf Anfordern (Anschrift Gervinusstr. 10) gerne zugesandt. Mädchenklub. Sonntag, den 1. Dezember, 8 Uhr abends, findet im Mädchenklub, Langestr. 3, I., ein Rezitationsabend von Frau H. Steinfeld statt. Jüdischer Frauenbund. Zu Chanuicah schenkt man Freunden und Verwandten den Kalender des jüdischen Frauenbundes. Mit immerwährender Metallunterlage, 52 Reproduktionen in Kupfertiefdruck aus jüdisch-interessanten Städten aller Länder und reichhaltigem Textteil. Ermäßigter Preis, dncl. Metallunterlage Mk. 2.75. Zu beziehen durch die Geschäftsstelle des I. F. B. Frankfurt a. M.s Langestr. 3, I. Gesellschaftsabend. Der Reichsbund jüd. Frontsoldaten veranstaltet zusammen mit dem Sportverein „S c h i 1 d" am 14. Dezember in sämtlichen Räumen des Zoo einen Gesellschaftsabend mit Tanz, künstlerischen Darbietungen, sportlichen Vorführungen usw. Der Reinertrag dieser Veranstaltung fließt dem Kameradenhilfsfonds (für in Not geratene Kameraden, Witwen und Waisen) zu. Karten im Vorverkauf RM. 2.—, an der Kasse RM. 2.50. Karten sind im Vorverkauf zu haben an der Kasse des Zoo und in den durch Plakate gekennzeichneten Vorverkaufsstellen. Kunstgewerbe aus Jerusalem. Ein hiesiges Damenkomitee hat nach dem Vorbild anderer Städte auch in Frankfurt a. M. nunmehr eine Verkaufsstelle für die eigenartigen kunstgewerblichen Arbeiten yemenitischer Handwerker aus der Jerusalemer Werkstätte „Shani" eingerichtet. Näheres im Anzeigenteil. Mendelssohn-Ausstellung anläßlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages von Moses Mendelssohn. Die Ausstellung, die unter dem Protektorat der Gesellschaft für jüdische Volksbildung im Museum jüdischer Altertümer veranstaltet wurde, hat eine bisher in diesem Institut noch nie erreichte Besuchermenge gebracht. Fast zweieinhalbtausend Personen — Juden und Nichtjuden — sind in dieser Zeit durch die besondere Veranstaltung angelockt worden. Ganz besonderer Ein gutes Buch das schönste Geschenk jjj Kommen Sie jj in die Buchhandlung jj W.i& H. | Wollenberg i=j Katharinenpforte 1 s Telefon Hansa 8419