Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 4 (12.1929)
- Date
- 1929-12-01
- Page
- Seite 141 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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141 Hiermit ist die Debatte ersdiöpft. Die von Herrn Werner beantragte Resolution wird gegen die Stimmen der Fraktion der jüd. Volkspartei angenommen. Eine weitere Vorlage betrifft eine Eingabe des Lehrerkollegiums der Volksschule des Philanthropin s, in welcher darauf hingewiesen wird, daß von den 17 an der Volksschule beschäftigten Lehrpersonen lediglich der Schulleiter, und zwar nur durch seine gleichzeitige Tätigkeit an dem Reformrealgymnasium fest angestellt sei, während die anderen Lehrkräfte, denen zum Teil Anstellung versprochen sei, keinerlei Anstellungsurkunden oder sonstige bindende Abmachungen in Händen hätten. Daraus ergebe sich die für die Schule und die Kinder schlimme Folge eines ununterbrochenen Wechsels in dem Lehrerbestand und eine schwere Beeinträchtigung der Arbeit der im Aufbau begriffenen Schule. Infolge dieses Mißstandes sei es auch nicht mehr möglich, namhafte Lehrkräfte für die Schule zu gewinnen, und es müsse jetzt schon auf nicht reichsangehörige Bewerber zurückgegriffen werden. In der Eingabe wird ferner auf die unsachgemäße Art der Unterbringung der Volksschulklassen in vier verschiedenen, weit voneinander entfernten Räumlichkeiten hingewiesen und um baldige Abstellung eines Mißstandes ersucht, welcher für Lehrer und Schüler in gleicher Weise eine schwere Beeinträchtigung darstelle. Herr Dr. Geiger nimmt die Eingabe, welche verlesen worden ist, zum Anlaß, eine eingehende Erwägung der gesamten Schulfrage zu fordern und zu beantragen, der Vorstand möge in möglichst kurzer Zeit der Gemeindevertretung eine Vorlage unterbreiten, aus welcher hervorgeht, wie sich der Vorstand nach Einvernehmen mit dem Schulrat die Weiterführung des Philanthropins denkt. Herr SR. Dr. Ettlinger teilt mit, daß der Vorstand in voller Kenntnis der in der Schulangelegenheit auf ihm lastenden Verantwortung bereits eine kleine Kommission zur Besprechung und Klärung des gesamten Komplexes eingesetzt hat, welche in allernächster Zeit zusammentreten und deren Feststellungen die Grundlage für seine weiteren Entschließungen bilden werde. Herr Dr. Merzbach bittet die Gemeindevertretung darauf zu dringen, der Schule uiclit den Garaus zu machen, bis die schwebenden grundsätzlichen Erwägungen zwischen Vorstand und Schulrat geklärt sind und bittet, um eine weitere Schädigung der Schule zu vermeiden, die vom Schulrat bereits mehrfach beantragte Anstellung der Volksschullehrkräfte, sowie Ueberlassung des Hauses Eckenheimer Landstr. 6 für die Zwecke der Volksschule durchzusetzen. Die Erledigung dieser beiden wichtigen Punkte präjudiziere den Vorstand in keiner Weise, bilde aber für die Schule eine Lebensfrage. Die Gemeindevertretung möge in der Weise zu der Eingabe der Volksschullehrer Stellung nehmen, daß sie den Vorstand von seiner Verpflichtung zur Bewilligung der beiden Anträge überzeugt. Sie möge sich auch den in dieser Angelegenheit zwischen Schulrat und Vorstand erfolgten Schriftwechsel vorlegen lassen, damit sich ihre Mitglieder informieren könnten und man auf diese Weise etwas weiter komme. Syndikus Dr. Mayer weist darauf hin, daß die jetzt gebildete kleine Komission nicht etwa den ersten Schritt, sondern den letzten Schritt auf dem Wege der Beseitigung des schwebenden Konfliktes darstelle. In diesem handle es sich auch um die rechtliche Lage der Volksschule, bezüglich deren Detailfragen, wie sie heute behandelt werden, ohne Präjudiz nicht herausgenommen werden könnten. Die Anstellung von Lehrkräften bedeute eine Anstellung auf Lebenszeit mit Pensionsberechtigung und sei nur möglich, wenn man wisse, ob die Schule bestehen bleibe, ob man also für die Lehrkräfte efne dauernde Verwendung haben werde. In Bezug auf die Raumfrage sei man wohl noch deutlicher präjudiziert, insofern nämlich durch den etwaigen Wegfall des Oberbaues die für die Volksschule benötigten Räume frei würden. Wollte man den gesamten Schriftwechsel, der nun schon seit Jahren in dieser Frage erfolglos hin- und hergehe, vervielfältigen, so werde man hierfür eine geraume Zeit benötigen, was wiederum für die Erledigung der Angelegenheit nicht von Vorteil sei. Herr Felix Meyer ist ebenso wie Herr Dr. Geiger für schleunigste Erledigung der in der Eingabe der Volksschullehrer gestellten Forderungen und spricht die Ansicht aus, daß der Bestand der Volksschule zweifellos gesichert ist; das bedeute nicht, daß die konservative Fraktion in ihr die SEEVEWraX EINE NEUE *~ Cl GARBE IN FARBE UND QUALITÄT EINE SPITZENLEISTUNG G'/*«H O LI F RAN KF II RT M*G EG R-1Ö«*9 SENKIAre TU TU TU TU Warme Küche gratis durch den modernen komb. Senkin g-Herd dabei idealstes Braten und Backen! Buderus-Dauerbrandöfen Niedrige Preise! Sparsamster Brand! Reichste Auswahl! Teilzahlung ohne Aufschlag! E. HAGE & C9 Am Eschenheimer Tor 3 Cflld Hflnselmann-Kalscrparien gegenüber dem Opernhaus Künstlerkonzerte 4-12 Uhr Nähmaschinen für Haushalt und Gewerbe unübertroffen. D CA C ü Nähmaschinen - Haus ■ r M r r m. Decker, G. m. b. H. ftRAFF Grofle Friedhergerstr. 13-20