Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 8 (1929-1930)
- Issue
- 2-3 (10.1929)
- Date
- 1929-10-01
- Page
- Seite 90 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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VEREINS' n. VERSAMMLUNGS- KALENDER (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 19. November bei der Schriftleitung vorliegen.) Hinweis. Aus Raumgründen können Vereinsanzeigen nur in beschränktem Umfang aufgenommen werden, insbesondere werden Arbeitsprogramme einzelner Vereine höchstens zweimal jährlich veröffentlicht. Auf einzelne Veranstaltungen wird in der Regel nur dann hingewiesen, wenn sie auch für Niditmitglieder zugänglich sind. Oktober/November. Talmud Thora-Verein. Vereinslokal Synagoge Börneplatz. Büro Theobaldstraße 6. Die Tätigkeit des Vereins wird auch im kommenden Wintersemester eine wesentliche Erweiterung erfahren. Ab 1. November finden wieder regelmäßig Freitagabendvorträge in den Synagogen Börneplatz und Hermesweg statt. Der Ausbau der Unterrichtskurse für Knaben und Mädchen ist in Aussicht genommen. Die Unterrichtskurse sollen eine Ergänzung des Schulunterrichts bilden. Der Unterricht findet in kleinen Abteilungen statt, sodaß jedem Kind Gelegenheit geboten ist, sich nach seinen Fähigkeiten und Kenntnissen weiter zu bilden. Anmeldungen für den Fortbildungsunterricht für Knaben, Mädchen und junge Leute sind an das Büro Theobaldstraße 6 zu riditen. Verein Montefiore E. V. Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute. Heim: Oederweg 14 pt. I. Vorsitzender Jakob Jacobs, Schöne Aussicht 4. I. (Tel. Hansa 6219). Jüdisch-liberale Jugendgemeinsdiaft. Regelmäßige Heimabende, Arbeitsgemeinschaften, gesellige Veranstaltungen, religiöse Feiern. Nähere Auskunft: Dr. Hugo Hoff mann, Untermain-Anlage 7 (Tel. Taunus 5205). ..Kameraden" Deutsch-jüdischer Wanderbund. Fahrten, Heimabende. Anschrift: Fritz Rosenthal, Paul Ehrlichstraße 28. Heim: Jugendheim am Mainkai. „Kadimah" Bund jüdischer Jugend. Arbeitsgemeinschaften. Kurse. Heimabende, Fahrten. Sekretariat bei Paul Rindsberger, Oederweg 101 (Tel. Hansa 7855). Heim: Unterlindau 21 und Jugendheim am Mainkai. Bund jüdischer Pfadfinder. Selbsterziehung auf jüdischer Grundlage. Arbeitsplan und Fahrtenzettel durch Erich May, Grempstr. 21. Jüdischer Jugendbund. Frankfurt a. M. Anschrift: Staufensir. 2 (Fernruf Maingau 74104 und 76782. Der Verein erstrebt die Zusammenfassung der jüdischen Jugend Frankfurts auf überparteilicher Grundlage durch geistige Anregung. Pflege von Sport und edler Geselligkeit. Regelmäßig: jeden Sonnabend literarischer Zirkel, jeden 2. Montag Arbeitsgemeinschaft Wallhcr Rathenau, jeden 2. Dienstag Buchhaltungskurs, jeden Mittwoch Vorträge und Diskussionsabende, jeden Sonntag Wanderung oder gesellige Veranstaltung. Größere Veranstaltungen s. Tageskalender. Mädchenklub, Langestrafie 5. Montag 20—22 Zeitungslesen (Frl. B. Pappenheim), deutsche Literatur (Frau Irene Darm>iäclter): Dienstag 20--22 Deklamationsstunde (Frau Selma Eisemann): Mittwoch 20—22 Bibliothek, Bücherausgabe (Frau Oppenheimer-Mandel, Frau Noßbaum). Gymnastik (Frau Lotte Stern-Marcusy), Englisch für Anfänger und Fortgeschrittene (Frau Hannah Hevman): Donnerstag 20—22 Handarbeiten, Nähen, Flicken. Deutsche Stunde (Frl. Dr. Hanna Stern), Kunstgeschichte (Frau Rose Hoffmann), Samstag 20—22 Gemütliches Beisammensein. Turn- und Sportverein „Schild" (Sportabteilung beim Reichsbund jüdischer Frontsoldaten). Geschäftsführer: Arthur Fuld. Schäfergasse 52 (Laden). Postscheckkonto Frankfurt a. M. 55101 (Tel. Römer 2647). Von Montag bis Donnerstag Turnen, Leichtathletik und Gymnastik in Damen-, Herren- und Kinder-Abteilungen, Sonntags Fußball- und Handballwettspiele. Leitung der Kurse: Martin Gebhardt, Emil Stelzer und Fritz Triischier. Anmeldung und Auskünfte bei A. Fuld, Schäfergasse 52. 90 S. & D. LÖWENTHAL Schillerstraße 1. Silberwaren Uhren. Jüdischer Turnerbund E. V. Von Sonntag bis Donnerstag Turnen und Gymnastikkurse für Herren, alte Herren, Frauen, Damen, Knaben und Mäddien. Besonderer Gesundheitsgymnastikkurs für Frauen. Sämtliche Kurse unter Aufsicht und Leitung bewährter Lehrkräfte. Sonntags nach Bekanntgabe Wanderungen; im Heim (Langestraße 55, I. Stock) gesellige Zusammenkünfte: Ausführliche Auskunft bei der Vereinsleitung (Hanauer Landstraße 45). Einzelne Veranstaltungen im Okt.-Nov.: Dienstag, 8. „Iii" (Jüd.-Lib. Jugendgemeinsdiaft) Feierstunde bei Dr. Hoff mann, Untermain-Anlage 7, 20aA Uhr. „Iii" Aktuelle Tagesfragen. Westendsynagoge 20% Uhr. Jüdischer Jugendbund Frankfurt a. M. Vortrag über „Stefan George" von Erich Herzfeld Jüdischer Turnerbund E. V. Geselliger Abend, Heim: Langestraße 55. Jüdischer Turnerbund E. V. Leseabend, Heim: Langestraße 55. „Iii" Beginn des Winterprogramms, Westendsynagoge, 20% Uhr. Jüdischer Jugendbund Frankfurt a. M. Vortrag über „Amerikanische Reiseeindrücke" von Rudi Wormser. Jüdischer Turnerbund E. V. Vortragsabend, Heim: Langestr. 55. 0 9., 16., 25. Talmud Thora-Verein. Schiur für junge Leute „Die Ethik des Judentums nach Pirke Aboth" von Rabb. Dr. Hoffmann, Hörsaal der Synagoge Börneplatz, nach Mincho. Dienstag 15. Mittwoch 16. Montag 28. Dienstag, 29. Mittwoch 50. November Samstag 2. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Philoverlag, Berlin. Jahresabonnement für 4 Hefte RM. 10.—.. Durch das Wiedererscheinen der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" ist die Geschichtswissenschaft in bemerkenswerter Weise bereichert worden. Die süddeutschen Landesverbände jüdischer Gemeinden, der Preußenverband sowie der Centrai-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens haben sich zusammengetan, um die Existenz der neuen Zeitschrift sicherzustellen. Denn seit dem Eingehen der von Ludwig Geiger herausgegebenen „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" (Braunschw. 1886—91, 5 Bde.) fehlte es an einem sichtbaren Mittelpunkt, um die Forschungsergebnisse auf jenem Gebiete zusammenzutragen. Nunmehr ist die schmerzlich empfundene Lücke wiederum ausgefüllt worden. Der PhMo- Verlag, Berlin hat bereits im April ds. Js. das eiste Heft der neubegründeten Zeitschrift ausgegeben. Wie ihre Vorgängerin erscheint die neue Zeitsdirift vierteljährlich. Drei hervorragende Gelehrte, Professor J. Elbogen -Berlin, Professor A. Freimann -Frankfurt a. M. und Rabbiner Dr. Max F r e u d e n t h a 1 -Nürnberg stehen an der Spitze des Unternehmens. Die Notwendigkeit der neuen Zeitschrift ist unbestreitbar. Sie dient gleichzeitig der Erforschung der allgemeinen jüdischen wie deutschen Geschichte. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Verhältnis des deutschen Juden zur Gesamtdeutschen Umwelt mit dem unparteilichen Werkzeug der Wissenschaft klarzustellen und dabei immer an Hand der Quellen die staatlich-politischen und die kulturgeschichtlichen Zusammenhänge zu untersuchen. Neben der landesgeschichtlichen Spezialforschung will sie die Universalgeschichte zu Wort kommen lassen und entsprechend der veränderten Lage der modernen Geschichtswissenschaft auch Soziologie, Wirtsdiafts- und Geistesgeschichte in ihr Arbeitsprogramm aufnehmen. Im ersten Heft stellt R. Straus ein großzügiges Programm für die Zeitsdirift auf. A. Kober wirft einen Rückblick auf die Ergebnisse, die auf dem Gebiete der Geschichte der deutschen Juden in den letzten Jahrzehnten gezeitigt wurden. Das schwierige Problem der ersten Ansiedlungen von Juden in der germanisdien Frühzeit sdmeidet S Levi unter Mitwirkung erstklassiger christlidier Gelehrter, wie Blaufuß-Nürnberg, Behrens-Mainz, Neeb-Mainz und Oste-Krefeld in der Arbeit „Frühgeschichtliche Spuren der Juden in Deutsdiland" an. J. Elbogen beriditet über hebräische Quellen des deutschen Frühmittelalters zur Rechts- und Wirtschaftsgeschidite. Eine in rechts-verfassungs- und verwaltungsgeschichtlicher Hinsicht widitige