Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 12 (8.1929)
- Date
- 1929-08-01
- Page
- Seite 432 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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432 Aus den Gemeinden. Deutschland. ^.KAschaffenburg. Der^ Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden" hielt am 3V. Juni eine stark besuchte Tagung ab. Aus dem Finanzbericht geht hervor, daß die Steuereingäyge des Jahres 1928 den Voranschlag wesentlich übersteigen. — Berlin. Die Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde nahm die Anträge der Jüdischen Volkspartei betreffend Errichtung eines Tuberkulosenheims, eines Heimes für Nervenkranke und eines Asyles für Obdachlose an. — Kurz vor Vollendung seines 66. Lebensjahres ist der Heroorragende Berliner Röntgenologe Professor Dr. MaxLeoy - D o r n gestorben. — Frl. Dr. Edith Klausner, die auf arbeitsrechtlichem und sozialpolitischem Gebiet bereits einen Namen hat, wurde zur Vorsitzenden des Arbeitsgerichts Berlin ernannt: sie ist die erste und bisher einzige Frau in Deutschland, die einen solchen Posten innehat. — In der gemeinsamen Sitzung der „Physikalischen Gesellschaft" und der „Deutschen Gesellschaft für technische Musik" überreichte Professor Dr. Max Planck, der Erfinder der Quantentheorie, die im vorigen Jahre von den deutschen Physikern geschaffene Planck-Medaille dem berühmten Physiker und Erfinder der Relativitätstheorie, Professor Dr. Albert Einstein. — Die von dem früheren Stadtverordneten Richard Kunze, genannt Knüppel-Kunze, begründete und geführte „D e u t s ch s o z i a l e Partei" hat sich aufgelöst: ihren Mitgliedern wurde empfohlen, sich der Hitlerpartei anzuschließen. — Die am 27. Juni stattgehabten Wahlen von Delegierten zum 16. Zionistenkongreß ergaben folgendes Resultat: Misrachi und Allgemeine Zionisten erhalten je 3, Poale Zion 2 und Hitachduth ein Mandat. — Wenige Monate nach Vollendung seines 70. Lebensjahres verschied am 6. Juli der langjährige Vorsitzende des Vorstandes der Berliner Produktenbörse und frühere stellv. Vorfitzende des Vorstandes der Jüd. Gemeinde, Herr Leopold Badt. — Professor Dr. Heinrich Loewe, der hervorragende jüdische Gelehrte und Bibliothekar an der Berliner Universitätsbibliothek, vollendete am 11. Juli sein 60. Lebensjahr. — Am 18. Juli begann die 8. Weltkonferenz des zionistisch-sozialistischen Verbandes „Poale Zion". — Zum Andenken an Walther Rathenau wurde an der Stelle im Grunewald, wo der bedeutende Staatsmann und ehemalige Führer der Demokratischen Partei im Reichstag durch Mörderhand siel, eine Gedenktafel errichtet. — Der hervorragende Botaniker und frühere Vorsitzende der Zionistischen Weltorganisation, Professor Otto Warburg feierte unter großer Anteilnahme seinen 70. Geburtstag. — Oberkantor Felix Asch ist im Alter von 48 Jahren gestorben. — Durch den Vorsitzenden der Exekutive des „Verbandes zur Förderung von Handwerk und Landwirtschaft unter den Juden („Ort"), Dr. Henry Moskowitz, wurde eine Tagung des internationalen Rates dieses Verbandes eröffnet. — Bielefeld. Der praktische Arzt Dr. Max Gerson hat eine Diät zusammengestellt, die er mit großem Erfolge bei der Behandlung von Tuberkulose angewendet hat. Diese wurde jetzt in der Klinik des Professor Sauerbruch (Berlin) erprobt, und es wurden Resultate erzielt, die eine Wendung in der Tuberkulosebehandlung zur Folge haben dürften. — Breslau. Unter dem Vorsitz von Justizrat Leo Peiser hat sich ein Ortsausschuß des Reichsverbandes für russisch-jüdische Flüchtlingsfürsorge gebildet. — Unter dem Vorsitz von Religionslehrer Davidson fand am 7. Juni eine Tagung der schlesischen jüdisch-liberalen Jugendoereine statt. — Darmskadi. Am 29. Juni starb kurz nach Vollendung seines 36. Lebensjahres Dr. Julius G o l d st e i n, Professor der Philosophie an der dortigen Technischen Hochschule und Verfasser verschiedener allgemeiner philosophischer Werke und einiger vielbeachteten Schriften zur Judensrage, sowie Herausgeber der Zeitschrift „Der Morgen". — Dortmund. An Stelle des aus dem Amt geschiedenen Rabbiners Dr. Benno Jacob wurde Dr. Kurt Wilhelm, bisher Landrabbiner von Braunschweig, zum Rabbiner der Synagogengemeinde Dortmund gewählt. — Düsseldorf. Auf der Tagung des Rheinisch-Westfälischen Rabbinerverbandes am 30. Juni wurde eine Erklärung beschlossen, welche die Einheitsgemeinde und die Wahrung des religiösen Friedens innerhalb der Gemeinde forderte. — Frankfurt a.?N. Der Vorstand der Israelitischen Gemeinde entsandte seinen Vorsitzenden, Herrn Iustizrat Dr. Julius Blau, in das Initiativkomitee für die erweiterte „Jewish A g e n c y". — In kü? SÜSS kvsks LssunÄikvSt, Nu««?, 0e«n kineis VlsekstumsßrsuÄe, - I.Sdsnskrs?t sincl clie LsZebnisse, wenn Dein Kinä täZIicn I N lk N I > N 4 als ZZuAlinAsnanrunA bekommt. P«LI5L. lniantina-milcnnsItjZ 1 Vase 400 Ar. kiVl 2.— 250 Zr. 1.40 -milcnkrei 1 , 300 „ „ 1.50 In allen ^potneken un6 Drogerien ernMtlicn. OruclcscnMen aut Verlangen ZratiZ. vr.?ksinl»s?«tt's »IS»»?mittsIze»sN»c»,»»t 5..«,.!L»uttgse».csnn»ts». OeZrünciet 1894 Sstteökei, VSCtevfsnnsn <Zsske?«te rsckmänniscks Serstung I kiesige Huswskl Z Sllnstigst« S»rsiss! ZsMungssrlsicMsrung! c. nascac? »»«»«I««»IUI»«MI»?V«Z seniciivs