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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-08-01 · 12 (8.1929) · p. Seite 433

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
12 (8.1929)
Date
1929-08-01
Page
Seite 433 (sequence 13)
Language
German
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433 der Gemeindeversammlung der „Israelitischen Religionsgesellschaft" vom 23. Juni wurde mit 457 gegen 167 Stimmen Oberrabbiner Josef Horowitz, der Leiter der Talmud-Hochschule in Hunsdorf (Tschechoslowakei), zum Nachfolger des verstorbenen Rabbiners Dr. S. Breuer gewählt. — Im Alter von 57 Jahren oerschied am 14. Juni der Vertreter des Strafrechts an der Universität Frankfurt, Professor Dr. Berthold Freudenthal, der Sohn des jüdischen Philosophen und Spinozaforschers Jacob Freudenthal und Enkel von Michael Sachs. — Göllingen. Der bekannte Physiker und Nobelpreisträger Professor James Franck wurde von der Akademie für Künste und Wissenschaften in Boston zum Ehrenmitglied gewählt. — Hamburg. Die jüdische Gemeinde Hamburg entsandte ihren Vorsitzenden, Herrn Alfred Levy, in das Initiativkomitee für die erweiterte „Iewish Agencn". — Zum Rektor für das Jahr 1929 30 wählte die Hamburger Universität den bedeutenden jüdischen Philosophen und Schüler Hermann Cohens, Professor Dr. Ernst Cassirer. — Leipzig. In der Sitzung der Repräsentantenversammlung der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig vom 24. Juni wurde der Etat für das Rechnungsjahr 1929/30 in Einnahme und Ausgabe mit 803 0L0 RM. angenommen. — München. Die Münchener jüdische Gemeinde wurde in dem Initiativkomitee für die erweiterte „Iewish Agencn" durch Herrn Rabbiner Dr. Leo Baerwald vertreten. — Saarbrücken. Als Nachfolger von Rabbiner Dr. Jacob wurde Rabb inner Dr. Rülf (Bamberg) gewählt. — Schweinfurl. Der Vorsitzende der Synagogengemeinde Schweinfurt und 2. Vorsitzende des „Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden", Justiz rat Dr. Hammel, feierte am 15. Juni seinen 60. Geburtstag. — Weimar. In dem Etatvoranschlag der thüringischen Regierung über die Staatsleistungen an die Kirche war für die jüdische Religionsgemeinschaft ein Betrag von 3000 RM. als Beitrag zu den Dienstbezügen der Landesrabbiner in Eisenach und Meiningen vorgesehen, welcher die Genehmigung der gesetzgebenden Körperschaft gesunden hat. Ausland. Belgrad. Aus Aeußerungen des Ministers für auswärtige Angelegenheiten des Königreiches der Serben, Kroaten und Slovenen geht hervor, daß in Jugoslavien die jüdische Religionsgemeinschaft den anderen Religionen in jeder Beziehung gleichgestellt ist, und daß die jüdische Bevölkerung, die sich meist im Handel und in freien Berufen betätigt, als ein äußerst arbeitssames und wertvolles Element geschätzt wird. — Unter einer Gesamtbeoölkerung von- 226000 Seelen leben in Belgrad 7443 Inden. — Brüssel. Im 78. Lebensjahre verschied am 7. Juli in Paris Herr Franz Philippson, Präsident der ..levvisti Lolwisatton .^sslieiaUon slLvV)-. Als Sohn des Rabbiner Ludwig PhiUippson, des hervorragenden jüdischen Gelehrten und Führers des liberalen Judentums, sowie Herausgebers der „Allgemeinen Zeitung des Judentums", in Deutschland geboren, schwang er sich zu einem der führenden Finanzmänner Belgiens empor und wurde der Finanzberater der belgischen Regierung: als Präsident der Brüsseler Jüdischen Gemeinde widmete er sich sozialen und kulturellen jüdischen Interessen und wurde ein Führer des belgischen Judentums. Seit dem Tode Narcisse Levens war er Präsident der „IL^" und führte auch den Vorsitz in der vom „^oint Öigtribution Lornmitee" und der „ILH." begründeten „Mnt kecongtruction ^ounciation". — Budapest. In der Generalversammlung der Repräsentanz der Pest er israelitischen Religionsgemeinde, die am 23. Juni abgehalten wurde, teilte der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Marzell Haidu, mit, daß die Ausgaben der Gemeinde im Jahre 1928 4130 795 Pengö, die Einnahmen 4 073 599 Pengö betragen. — Der Reichsverweser hat den Kurialrichter Dr. Armin Fodor — einen Juden — zum Senatspräsidenten an der königlichen Kurie ernannt. Damit hat ein Jude eine der höchsten Rangstufen, die ein Richter in Ungarn erreichen kann, erlangt. — Bukarest. In einer Audienz, welche der Regentschaftsrat einer jüdischen Abordnung gewährte, protestierten die Vertreter der Judenschaft Rumäniens gegen den Gesetzentwurf über die Organisation der jüdischen Gemeinden Groß- Rumäniens, welchen die Regierung Maniu der Kammer und dem Senat unterbreitet hatte und erklärten, daß mit geringen Ausnahmen alle Schichten der jüdischen Bevölkerung Rumäniens sich gegen einen Regierungsentwurf wenden werden, welcher geeignet sei, die Einheit der jüdischen Gemeinde zu zerstören. Trotzdem wurde das Gesetz über k^rieäkoiLAärlnerei k^II? lX^P SurAstr. 66 Orolu8 46461 emptienlt sicn clen jücl. Qlaudens- Zenosseri?ur I^euanIaZe uncl sorZsam.e-1 pkle^e von Oradststten suk clem Isrselitjscnen t^lieclnoi. LeclienunA prompt uncl dilliS 8e^ö L Lauttst-, l.angenbsok W.^.-!^ÄUs Ks.isSNslir's.LS ^6 w. K. Möbel VOM LiSLilungSMÖdSl bis 2Ut- SPNUOllTVOll-SlSgÄIlllEk'! Wollliurig. Vsk-is-sigSN Sie ciiS Vk'OSQ^ür'S „lDas W.!<.-/^l-ikOÄi_i^Sim" ve-We-!VIöbSl Vst-Is-figen Tis Liis Lr-OSQ^llf-S „lDis billige VVOkriuiig" Z^akv voilkemm bs5on6srsp Keinlyunys -Ali-Kung» «vci.v-vvzcnz wen«, evoe«? v^«?«k« »önnk. o»ssi»v«lt«5«M küttgsrs H Oo. Ink.: Waltsr ^scinsr - Qsgf. 1337 I.!NO!.eUlVI 3ek auspisiksus 2 ziviltt^NSä 2304

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