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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-07-01 · 11 (7.1929) · p. Seite 397

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
11 (7.1929)
Date
1929-07-01
Page
Seite 397 (sequence 17)
Language
German
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Welche Hauptaufgaben gibt es für internationale jüdische Frauenarbeit? Es sind zunächst die Erziehungsfragen im weitesten Sinne, dann die sozialen und endlich die politischen und rechtlichen. In die ganze Fülle der Probleme jüdischer Erziehungsaufgaben führte der glänzende Vortrag von Frau Wronsky«- Berlin ein; im knappen Zeitraum eines 20-Minuten-Referates zeigte sie an statistischem Material die bedrohliche bevölkerungspolitische Situation des Judentums in der ganzen Welt und die einzigen ihrer Ansicht nach erfolgverheißenden Gegenmaßnahmen erzieherischer Art: Stärkung des Lebenswillens der jüdischen Jugend, Einwirkung auf die Lebensbedingungen (durch soziale Fürsorge, Minderheitenschutz, Verwertung der psychologischen Erkenntnisse der Forscher Freud und Adler), Aufstellung eines großen modernen jüdischen Erziehungsprogrammes auf Grund oes Materials und der Erfahrungen eben der internationalen jüdischen Frauenbewegung — ein Thema, das auch nicht andeutungsweise in der äußerst beschränkten Diskussion ausgeschöpft werden konnte, zu dem aber die interessanten Ausführungen der Mrs. Jnez G. Po11ak (Amerika) noch viel Wichtiges beitrugen. Sie behandelte eine große Umfrage des „National Council of Jewish Women" über die Schwierigkeiten der Berufsberatung und kam — ohne dieselben Schlußfolgerungen herauszuarbeiten — zu ganz ähnlichen Ergebnissen: die jungen Mischen Mädchen Heigen eine absolut einseitige Einstellung zum Beruf (Bevorzugung der kaufmännischen Fächer) und sind nur durch umfassende erzieherische Maßnahmen in die Gemeinschaft einzuordnen, in der sie leben sollen. Dieser Komplex von Fragen wurde auch gestreift im Bericht der M r s. B asi l Q. H e n r i q u e s über ihre zehnjährige Arbeit im Londoner Settlement; doch zeigte gerade dieser Bortrag die- Grenzen der Aufgabe« internationaler Arbeit; er hätte eher als Unterabteilung in den Rahmen des großen Referates von Frau Paula Ollendorff (Breslau) gepaßt, die in ganz großen Umrissen die Gleichartigkeit jüdischer Frauenaufgaben zu zeigen versuchte. So dringend nötig Wohnungsfürsorge, Jugend- und Mädchenschutz auch im Osten ist — die wahre Größe dieser Not trat m. E. nicht eindrucksvoll genug vor aller Augen — so ist d i e „Katastrophe des Ostens" die Frage der A gunoth; hier spürte man deutlich die großen Zusammenhänge bei aller Verschiedenheit, als die Engländerin Lizzi Hands die jüdischen Ehe- und Scheidungsgesetze in ihrem verhängnisvollen Widerspruch zum Zivilrecht entwickelte und ihre Ausführungen durch krasse Fälle aus der Praxis, teils von der Polnischen Delegierten Dr. Reichenstein, teils du-.'ch die erschütternden Erlebnisse von Frau Dr. Welt- Strauß (Palästina) ergänzt wurden. Vergeblich versuchte hier Anitta Müller-Cohen durch stark polemisch gefärbte Einwände den tiefen Eindruck dieser düsteren Bilder abzuschwächen: in diesen Fragen hat ein Weltbund von Frauen noch Unendliches zu leisten; daß er dazu entschlossen ist, wurde aus den Resolutionen klar, die am Schlutz gefaßt wurden, die sich u. a. auf das Studium der bevölkerungspolitischen Aufgaben, die Klärung der rechtlichen Stellung der jüdischen Frau und die Stärkung des Einflusses der Frau in der Gemeinde durch eine geforderte allgemeine Versammlung orthodoxer Rabbiner bezogen. Der Vortrag von Frau Ottilie Schöenewald (Bochum) — inhaltlich und formal Wohl die hervorragendste Leistung dieser ganzen Tagung — bewies eindringlich, wie eng alle sozialen und sozialpädagogijchen Fragen mit der Verantwortlichen Mitarbeit der Frau in d er Gemeinde verbunden sind, die zum großen Teil doch heute nur in einigen deutschen Gemeinden 8e^ä L Lautier, l.sngenbsek W.!<.-!^ÄUs Ks.issf'slil'ÄsZS ^6 w. X. IVlübsI Vom LiscllungsmÖkSl kis ^Ul" S.N- SsDk'UQ^SVOlI-SlSgÄ^tSsl Wollkiurig. VSf-IskigSN Tis cliS Vt^OS^l-lll^S „IDss W.l<.-/XufbÄukSim" ve-We-IV!ödel VSl'Is.sigSti ZiS clis Vs-O sc lief'S „H)iS killigS Wolii-iung" MMM. csÄllll X5I5e«5?«555k SS «a»IS4 2 X»P«II«N Vsnzeds? xeil« VKIN2WI»»>V kleine grohe 5pe?isl-/^>IteiIung „?ür ks<i uncl Zßrancl"?eigi Iknen vse!e-^n?üge vscle-ttolen Vseie-Zckuke vscie Dützen Vs«ße-?ü«ker vsc>e-d1Snte> vscts espe? 5krsn«!-^n?üge in S'mer rie5igen /<u5>vslil l^OV5k^5 5?^l^l_l-IHU5 bekannt kür Quslitskwsre » »vit 18ZV in krsnkkur» s. l>1. <5ostnv»trshe 7 » vsrge»trshs 1S1 » »s»ongs»s Z OktQnbacn s. kieder«r»trshe IL 5psrksssvn-2«?sis»»ells «Ksnsuer l.sn«lstrsss«" Ois untsr' ^sktung cisi- Sisciig smsin eis sislisncjs Stäctt. Sparkasse?u Frankfurt a IV!., «suptstett« vomstr. S, «rükfnsts »m 3. ^unl 1S2S im »su»« »ßansue? t.»n«IsK?s»»e Z2, Heks Kllei<«rtstrs««s, sins wsiisns ^vvsigstslls unts»-cisi' Ls^siennukig L p s rl»»» » » n »I ve S g » t « 11« »I» n s u «? ^s n r s » » « ver Voi'stsnö c>er Stäcttiseken Spsrkssse?u ^fsnkfurt gm »Vlain v___/

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