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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-07-01 · 11 (7.1929) · p. Seite 394

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
11 (7.1929)
Date
1929-07-01
Page
Seite 394 (sequence 14)
Language
German
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394 Hessen-Nassau des C.-V. Die Israel. Religionsgemeinschaft Kassel betrauert ihren langjährigen Vorsitzenden, der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden ein tätiges Mitglied seiner Tagungen und seines Rechtsausschusses. — Am 23. Juni fand eine ausgedehnte und zahlreich beschickte Beratung der Konferenzgemeinschast jüdischer Gemeinden statt. Als Vertreter der Frankfurter Gemeinde nahmen an den Beratungen Dr. Baerwald und Syndikus Dr. Mayer teil. — Beuthen. Im Anschluß an die am 26. u. 27. S. abgehaltene Konferenz der jüd. Handwerker verbände wurde der „Weltverband jüdischer Handwerker" begründet. — Bremen. Der Reichstagsabgeordnete und Chefredakteur der „Vossischen Zeitung", Professor Georg Bernhard, wurde wiederum zum ersten Vorsitzenden des „Reichsverbandes der deutschen Presse" gewählt. — Frankfurt a. M. Wegen Beleidigung des Religionslehrers Isaak aus Limburg, dem zu Unrecht Schmuggel und Drückebergerei im Kriege vorgeworfen war, oerurteilte das Gericht den ehemaligen Redakteur des national-sozialist. „Frankfurter Beobachter", Leopold Gutterer, der schon wegen Beleidigung des Rabbiners Dr. Salzberger vorbestraft war, zu einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen. — Köln. Am 28. 5. wurde der neue Direktor der Jawne- Schule, Herr Dr. Klibansky, ein gebürtiger Frankfurter, in sein Amt eingeführt. — Mainz. Der 1. Versteher der Israelitischen Religionsgemeinde Mainz, Herr Kommerzienrat B. A. Mayer feierte sein 25jähriges Jubiläum als Gemeindevorsteher. Der Jubilar, der auch dem Mainzer Stadtrat und zahlreichen Vereinen angehört, ist zugleich Vorsitzender des Landesverbands der israelitischen Neligionsgemeinden Hessens. — München. In der Sitzung des Bayerischen Landtags vom 8. 6. hat sich die Mehrheit gegen das Schächtverbot ausgesprochen. — Oppeln. Unter Beteiligung der liberalen Jugendvereine in Gleiwitz, Liegnitz und Ohlau veranstaltete der „Verband der jüdischliberalen Jugendvereine Schlesiens" am 2. 6. eine Treff-Fahrt nach Oppeln, bei welcher der Vorsitzende der Breslauer jüdisch-liberalen Jugendvereine, Religionslehrer Davidsohn, ein grundlegendes Referat über die Ziele der Ili-Bewegung hielt. Ausland. Belgrad. Das neue Budget des Königreichs Jugoslaoien sieht einen Betrag von 1131220 Dinar für die Bedürfnisse der jüdischen Konfession vor. — Budapest. Nach Mitteilung des statistischen Amtes sind in den Iahren 1919 bis 1927 insgesamt 10173 Personen aus visMKIM beste 5« Marstte dem Judentum ausgetreten. — Bukarest. Im Karol-Temvel wurde der Tag, an dem vor 10 Jahren die Juden Altrumäniens ihre bürgerliche Gleichberechtigung erlangt haben, festlich begangen. — Cinclnnall. Aus Anlaß des Beginns des neuen Semesters des „Hebrero Union College" wurde neben Professor Chaim Weizmann Miß Lily Montagu, die Führerin des liberalen Judentums in England, zum Ehrendoktor ernannt. — Aowno. Ministerpräsident Woldemaras legte den Grundstein zu einem neuen jüdischen Krankenhaus in Kowno. Er hielt dabei eine hebräische Ansprache und schloß mit den Worten: ,.veschaäy muzlachath" („zu glücklicher Stunde"). — Krakau. Der bekannte jüdische Gelehrte Professor Taubenschlag wurde zum Dekan der juristischen Fakultät der Universität Krakau gewählt. — Auch in Krakau kam es zu antisemitischen Ausschreitungen: hier überfielen von Studenten geführte Huligan-Gruppen im Jordan- Park die jüdischen Spaziergänger und mißhandelten sie schwer. — Lemberg. Die Prozession am Fronleichnamstage gab den Anstoß zu mehrtägigen antisemitischen Ausschreitungen, zu deren Erklärung die polnische Presse die völlig erfundene Mitteilung verbreitete, jüdische Gymnasiastinnen hätten die Prozession verhöhnt und die drei ältesten Mitglieder des Lemberger Rabbinats hätten dem Episkopat ihr Bedauern über das „provokatorische Benehmen der Schüler" ausgesprochen. Die Untersuchung hat ergeben, daß keinerlei Anhaltspunkte für irgendeine Schuld auf jüdischer Seite vorhanden ist. — London. In das britische Parlament wurden 14 Juden gewählt, u. a. Sir Herbert Samuel und Baron James de Rothschild. — Madrid. Der Dichter Ludwig Fulda, ein gebürtiger Frankfurter, wurde zum Präsidenten der „Lvnkeclerativn Internationale äeg Locietes ä'^uteurs et Loinpositeurs" gewählt. — Moskau. Nach den letzten statistischen Feststellungen beläuft sich der Prozentsatz der jüdischen Kommunisten in Rußland zur Zeit auf 3^ gegenüber einem Stand von 10 Prozent vor 10 Jähren. — Nach einer Untersuchung, welche der Vertreter der „Jüdischen Telegraphen- Agentur" angestellt hat, befinden sich unter den 417 hohen Beamten Rußlands nur 27 Juden. — New Jork. Nach einer Mitteilung der Kaschruth-Organisation beläuft sich der jährliche Umsatz in Koscher- Nahrungsmittelnin New York City auf 130 Millionen Dollar. — Unter dem Vorsitz des bekannten Geologen Professor Julius Fotz cm WMW-WeMleii gsgsnlldsr c!sm Opsrnkaus Xünst!erkon-erte 4-12 Ukr k^rieäkoksKältnerei k^II^ LurA8tr."66 Caro1u8 46461 emptienlt sicn 6en jücl. (Zlaubens- Zenossen?ur I^euanlsZe und 8viZssmen pkle^e von Qrabstätten auk ctem krselitiscnen k^rieänof. LeclienuNA prompt und bi11iZ blätimasetiinen kür ttsuztialt unÄ (Zevverds unüdertrolken. Ol7F^I7^ I>l3nmg8cninen - I-Iaus I! 5^1 I Decker, Q.m.b.N. DKMWM KM MMMZll. u-M

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