Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 10 (6.1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- Seite 358 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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358 Gemeinde- Mglieder berücksichtigt unsere Inserenten! Inngarcl vn«s?Sskanns?e«N» Irnigant I»» u»»v»in«In prolc»l»ek varanlag». LvIditvvrz»Sn6Nck vor si« «ins cjsr engten l-iov». frouon, cilo oin«?vg5iot,»velccinns „KO^Pl-^H/X" lkr olgon nonnt«. viozs n«us. «igsnoi-tigo Kann« »Import lkr «jc>5 ^bgielZen ctsz Isss nock c!sm >vfbrvken, «rsporr ikr ^«it un6 >^sbsi». Un6, vos 6c>8 Sekönsts ,5», »l« kok für «j-is gonro „KO/^pl.LII^"-L«rvics k«ins bssonciersn /<vslogsn gvkolzr, «i!« Lommlung lv«rsr UmküIIungen von „Ieolconno".?ocicungsn ko» ss lkr oingsbrock». t>lSn«ro Auskunft srtsll» so6er Kaufmann. Tis smpfieklr ollon Houskrauvn, nur „Isskann«"» ö^l««kung«n tcoukon. Anstalten und Vereine. ^en8a aca6em!ca. Es ist beabsichtigt, eine rituell geführte „Mensa" in den Räumen Ketten Hof weg Nr. 26 zu eröffnen. Der Preis eines Mittagessens wird Rm. 0.90 (mit Fleisch) und Rm. 0.65 (ohne Fleisch) betragen. Die rituelle Aufsicht untersteht Herrn Rabbiner Dr. Hoffmann. Der Aufenthalt in den Räumen der Mensa wird >den ganzen Nachmittag und Abend möglich sein. Es sollen bei Bedarf auch Abendessen verabfolgt werden. Die Vorarbeiten sind bereits im Gange,!so daß mit der für den 28. Mai 1929 (Lag-beomer) vorgesehenen Eröffnung gerechnet werden kann. Um einen Ueberblick über die Inanspruchnahme der Mensa zu gewinnen, werden Interessenten gebeten, sich «bei den Herren Rechtsanwalt Schlesinger, Stifstraße 22, oder Rechtsanwalt Pinkus, Hochstraße 42, zu melden, die während ihrer Sprechstunden nachmittags von 4 bis 6 Uhr zu jeder Auskunft zur Verfügung stehen. Thora-Lehranstatt „Ez Chajim". Die Schule steht seit ihrer Gründung im Jahre 1915 unter der Leitung des Herrn Gemeinde-Rabbiner Dr. I. Horovitz. dem Lehrkörper gehören an die Herren Dr. Köhler, Dr. Unna, Schereschewsn, Storz und Spiegel. Die Anstalt wurde im Vorjahr von 174 Kindern vom frühesten Alter bis zur endgültigen Schulentlassung besucht. Der Unterricht fand in 3 Abteilungen statt, denen die Kinder nach pädagogischen Grundsätzen, unter individueller Berücksichtigung des Wissens und Alters, zugeteilt wurden. Der Unterricht wurde nach einem einheitlichen Lehrplan aufgebaut. Die einzelnen Lebrgegenstände waren: Hebräisch lesen, Uebersetzen von Gebeten und biblischen Texten, ferner wurden gelehrt: Pentateuch mit Raschi, Mischna und Gemara. Ziel unserer Schule ist es, die Kinder zur Selbständigkeit im Gemara-Lernen zu erziehen. Wir können mit Freude feststellen, daß in jedem Jahre unsere Schüler in die mittleren und oberen Stufen der Jeschiwaus nach gut bestandener Prüfung aufgenommen wurden. Auch die Schüler un>erer Anstalt, die unmittelbar von der Schule in das Berufsleben eintraten, machen uns weiter Ehre, indem sie das bei uns gelernte Wissen weiter Pflegen und fast durchweg die Lehren im Leben verwirklichen, d:e sie bei uns empfangen. Das neue Schuljahr 1929/30 hat am 4. Mai 1929, 2H Uhr nachmittags, begonnen. Wir richten zu Beginn des Schuljahres an alle Eltern und Gönner die Bitte, uns weiter tatkräftig zu unterstützen, indem sie für pünktlichen und regelmäßigen Besuch der Kinder Sorge tragen und sie zum häuslichen Fleiß anhalten. Neuanmeldungen für alle Abteilungen, auch für Mädchen, bitten wir schriftlich zu richten an Herrn Gemeinderabbiner Dr. Horovitz, Staufenstraße 30. Mündliche Anmeldungen werden täglich im Schulgeoäude, Hermesweg 5—7, von Herrn Dr. Köhler am Nachmittag von 2,15 bis 2,45 Uhr entgegengenommen. Für den Borstand: A. Babad. M.Markus. Dr. H. Salvendi. Verein Hauptsynagoge. Am 6. Mai fand die Generalvers ammlun g statt. Der Vorsitzende erstattete den Tätigkeitsbericht. Ts fanden Lehrvorträge, Freitagabendfeiern, gesellige Veranstaltungen, Kinderfeiern statt. Der Verein kaufte Lulowim, die Gemeinde errichtete auf Betreiben des Vereins eine Sukko. Nach dem Bericht des Kassenführers wurden Satzungsänderungen beschlossen. Der Vorstand besteht demnach aus elf Mitgliedern. Gewählt wurden die Herren: Freudenberger, Dr. Gottschalk, Berger, Dr. Rotschild, Dr. Simon, Meher, Straus, Iacobsot>n, Haas; die Damen Frau Dr. Selig und Frau Ziegel st ein. — Nach der Sitzung hiek Dr. Gottjchalk ein Referat über den 1. Band der T a lmud Übersetzung von Goldschmidt. Verein Montefiore. Das Wtnter-Semester des Vereins hat am 16. 4. 29 mit einem Bortrag des Herrn Rabbiner Dr. Horovitz über die Geschichte des Pessach-Festes sein Ende genommen. — Die Vorträge der Mittwochabende standen in einer Linie über die Not der jüdischen Jugend. In der Hauptsache wurde die geistige und sezcuelle Not behandelt. An sämtlichen Abenden war rege Diskussion. Die Arbeit dieses Winters bedeutet einen weiteren Aufstieg des¬ Vereins. Fürsorge für Blinde. Die Weibliche Fürsorge teilt uns mit, daß ihre Mitarbeiterinnen sich der Blinden in fürsorgerischer Weise annehmen, sei es um ilmen vorzulesen oder um ihnen sonst bei Erledigung ihrer Angelegenheiten zur Seite zu stehen. Blinde oder deren Angehörige, denen eine derartige Hilfe erwünscht ist, werden höfl. gebeten, stch an die Geschäftsstelle der Weiblichen Fürsorge^ Langestraße 30, zu wenden.