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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-06-01 · 10 (6.1929) · p. Seite 359

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
10 (6.1929)
Date
1929-06-01
Page
Seite 359 (sequence 27)
Language
German
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Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Biirgerstöchter e, B. Der seit 1790 bestehende Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter — in der altjüdischen Bevölkerung unserer Stadt nur „Hachnosas Kallo-Verein" genannt — hat am 7. Mai seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung abgehalten. In dieser wurde der Mitgliedsbeitrag für 1929 wieder auf Rm. 9.— festgesetzt. Bei der Verlosung der Aussteuer erster Klasse aus. 1923, die Rm. 3000.— beträgt, wurde die Nummer 103 gezogen. Dem Mitglied, das diese Beteiligungsnummer besitzt, steht das Recht zu, den genannten Betrag als Mitgift einem Mädchen zuzuweisen, das den satzungsgemäßen Bedingungen entspricht. Ferner hat der Vorstand in seiner auch am 7. d. M. stattgefundenen Sitzung beschlossen, sechsAus steuern zweiter Klasse von je Rm. 400.— am 23. Juli d. I. zur Verlosung zu bringen. Zur Bewerbung um diese Aussteuern zweiter Klasse ist jedes jüdische Mädchen, das den Bedingungen der Satzung genügt, ohne irgendeine Zahlung zugelassen. Anmeldungen sind von den Bewerberinnen bezw. ihren Eltern oder Vormündern bis zum 25. Juni d. I. bei Herrn Dr. E. Sichel, Praunheimer Straße 26, vorm. 8—9 Uhr, einzureichen. Der Verein lädt hiermit auch zur Erneuerung bezw. Erwerbung der Mitgliedschaft ein und bittet, ihm den Jahresbeitrag von Rm. 9.— auf sein Postscheckkonto Nr. 5V 338 zu überweisen. Jedes Mitglied erhält mit der Quittung über den Jahresbeitrag seine Beteiligungsnummer für die Verlosung der Aussteuer erster Klasse aus 1929, die in der ordentlichen Mitgliederversammlung des nächsten Jahres erfolgen wird. Der Verein hofft durch den Hinzutritt vieler neuer Mitglieder in den Stand gesetzt zu werden, die Beträge der Aussteuern noch zu erhöhen. Immerhin bietet die Verlosung der Aussteuer erster Klasse den Mitgliedern eine ganz besondere Chance. Während nämlich bei jeder anderen Verlosung nur ein Teil der eingezahlten Beträge verlost wird, übersteigt der Betrag der Aussteuer erster Klasse die Summe der Mitgliederbeiträge, da der Verein einen wesentlichen Betrag aus den Zinsen seines Kapitalvermögens hinzufügt. Freilich erhält das gewinnende Mitglied nicht den Betrag der Aussteuer für sich selbst, sondern nur das Recht, ihn einem minderbemittelten Mädchen, das aber mit ihm verwandt sein darf, als Mitgift zu überweisen. Den Vorstand bilden zurzeit die Herren Alfred Schwarzschild, Vorsitzender/ Wolfganq Auerbach, Ludwig Groedel, Abraham Horovitz, Dr. Ernst Kirchheim, Dr. Emil Sichel und Max Stern. Exemplare der neuen Satzung werden auf Anfordern (Anschrift Gervinusstr. 10) zugesandt. Jüdische Leihkasse E. B. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheims Landstraße 29, 1. Stock. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von —K Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Arbeitsvermittlung. Gesuchte Stellen: jüngeren landwirtschaftlichen Aufseher; jungen gelernten Gärtner; „ Spengler, Schlosser, Mechaniker, Maurer: „ Elektromonteur; „ Goldschmied; „ Buchdrucker und Setzer für Hebräisch und Deutsch; junge Metzger; „ Bäcker und Konditoren; jüngere Polsterer und Tapezierer; „ Schneider und Mützenmacher; „ Portefeuiller; „ Zigarrenarbeiter; „ Schäftemacher und Schnittfräser (Schuhbranche); jungen Schuhmacher (Handarbeit); tüchtigen Möbelschreiner; erfahrenen Koch; gewandte Packer und Ausläufer — stadtkundige Radfahrer; jüngere und ältere Hilfsarbeiter aller Art; Lageristen, Verkäufer, Reisende aus allen Branchen, mit und ohne Bürokenntnisse (zum Teil 1.—3. Gehilfenjahr); bilanzsichere Buchhalter, selbständige Korrespondenten sowie junge Bürogehilfen mit Stenographie und Schreibmaschine; Statistiker, früherer Dozent einer Hochschule; hebräischer Lehrer. Wir machen ganz besonders auf unsere Schreibstube aufmerksam, in welcher Vervielfältigungen und Druckaufträge unter billigster Berechnung prompt erledigt werden. Ständig haben wir Leute mit guter Handschrift zum Aidressenschreiben usw. Frankfurt a. M., Langestr. 3V pt., Tel. Hansa 3728. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. Vfir xsnlen «ß>s »«»gitt Inrsr Events? un6 2vvsr SIN Xocn-V»s!sgv?öcn»eVe g u n g s» Versiiensrung (für?öcliter voll 0—12 ^stiren) bei uns sdscnIieLen. /^ucn dei krun?elti?em ^dleden äes Lrnänrers, selbst venn nur ein ein-ixer keitrax xe?snit vurcls, vir<! ciie M'xikt susxezignlt. Lei wiclilveineirstuax ist clie Versicnerunxssumme zpilestens dei Lrreicnunx «Zes 25. I-edelisjsnres lnrer l'ocntt-r sällix. 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