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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-06-01 · 10 (6.1929) · p. Seite 351

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
10 (6.1929)
Date
1929-06-01
Page
Seite 351 (sequence 19)
Language
German
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Aussprache. Wie soll der Grabstein werden? Kritische Bemerkungen Von Dipl.-Jng. Ernst Hiller. Architekt B. d. A. Vorbemerkung: Wir veröffentlichen die nachstehenden Ausführungen, ohne uns mit ihren zum Teil neuartigen Gedankengängen zu identifizieren, als Beitrag zur Erörterung eines gerade jetzt für unsere Gemeinde wichtigen Problems. Die Schriftleitung. Zu obigem Thema spvachen vor kurzem in der Gesellschaft für jüdische Volksbildung Stadtrat Ernst May und Architekt Regierungs-Baumeister Fritz Nathan. Die Ausführungen beider Vortragenden bewegten sich auf 'derselben Linie^ beide beantworteten die Frage nach der Form des Grabsteines in dem Sinne, daß man für die Aufstellung von Grabsteinen in einer scharfen Friedhofsordnung Form, Größe und Material vorschreiben müsse. Begrenzte Freiheit solle nur für die ornamentale Zier der genormten Form gelassen werden, wobei im besonderen auch die Beschriftung des Steines ornamental gehalten werden falle. Für die Begründung dieser Forderungen führten beide Redner an erster Stelle ethische Gesichtspunkte ins Feld: „Im Tode sollen alle Menschen gleich behandelt werden, um die Ungerechtigkeiten des Lebens und die Unterschiede, die diese bedingen, wenigstens am Schluß dieses irdischen Daseins auszulöschen. In den rückliegenden Jahrzehnten sei auf den Friedhöfen dieses ethische Moment bei der Aufstellung von Grabsteinen selten in Erscheinung getreten.' Eine falsche Pietät erstrebte gehobene Stellung, gesellschaftliches Niveau und materiellen Wohlstand über das Leben hinaus in den Ruhestätten ihrer Toten zum Ausdruck zu bringen, und so werde der Friede und der Ernst der Totenfelder durch die Sucht zu repräsentieren gestört." In der Annahme befangen, daß ihre Forderung, die suggestive Wirkung der Friedhöfe durch schlichte und bescheidene Formung der Grabsteine zu erhöhen, einer autoritativen Stütze bedürfe, beriefen sich beide Redner auf hifto risch e Vorbilder, wie sie die alten indischen Friedhöfe in Prag, Worms, Frankfurt a. M., Berlin und solche in Rußland und Polen zeigen. Der ethische Wert des schlichten jüdischen Totenkultus, der jederlei Prunk an Totenkleidung, Särgen und Grabstein verbietet, wurde stark betont und es wurde bedauert, daß mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der Juden diese religiöse Demut im Totenkult verloren gegangen sei und die modernen jüdischen Friedhöfe in Stillosigkeit und sich vordrängender Prunksucht den Friedhöfen der christlichen Konfession nicht mehr nachstehen. Ebenso wie die Juden durch ihre tragische Geschichte zur sozialen Demut der Gemeinschaft dem Weltschicksal gegenüber geführt wurden, verbanden auch die Ereignisie des Weltkrieges die Kriegsteilnehmer, gleichgültig welcher Nation sie angehörten, zu einer Leidensgemeinschaft. Aus dieser Gemeinschaft erwuchsen die Soldatenfriedhöfe auf den Schlachtfeldern; keiner der gefallenen Kämpfer wird innerhalb dieser Ruhestätten durch ein besonderes Erinnerungsmal ausgezeichnet, allen ward dieselbe schlichte hölzerne oder steinerne Namenstafel als symbolisches Zeichen des gleichen Schicksals. So solle auch der Tod, tt/wttäW NIl-QäK/MlA ist rias beste Waschmittel, lu^ äas es iceinen sah yidt.?ülv jecien Pfennig, cien 5ie cias 5tüclc HMts Mfnselle mens zanlen. sparen 8ie ebenso- WÄDEK Mck iVlinciefvefsctt^M cier wäscne. "GW.Fi'? 5 /^Xs/^nH^ -s^. cinc von?vsl.lcttc iskkke Q /VX »-« O l.^ f k 4 U «( 5 v K7.4-Nsc<51?:l849 Die Vorsuttelxung yx. für einen Aut sitzenden An2UA ist gukit-encle Unterkleidung Ksuken Lie solcne nur im 5pS2islksu» denn nur dort finden 8ie ^us^vakl unä kackm3nmscne öeäienunx. zeit 1330 in i^snlciurt-k^., slteslsZ 5ps?islnsus iür Inlcoisgsn, Akümpis, i-isnciscnuns, l-isrrsn-V/äscns, Wollwai'sn un^ Ksk>-H>M«I »suptgvicksft: ^rsnlciurt s. 1^1., (5oslns5t5S55« 7 kilislsn: kvrgvrsti'. 131,!-lo8vngs55s 2 Oissnkscn o. lvl., kisbersrstrslzs 13. l-I 55 <InI». Isnn) Qr. LscnenneimerZtrsLe ö-7-9 l'elekon I2K9?e!k!6 X386, Lutter, Lier keiner kienenlionix ZüLrsnmdutter 6er Molkerei >tt«? (0berkes8en) ()u»1!tSt unerreicnt. Osutselie unci Perser l_äufsrstc)if6 Oivancieekeri ^o«« ü «iieißek X»i»v?»ßeskv IS k?S««>«n»»ße»S« 11

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