Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 9 (5.1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- Seite 307 (sequence 23)
- Language
- German
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307 öueke kükrt ^akuda aus. daü siok die ksbräisoke Lvraeks aus dem primitiven Xanaanäisoken Dialekt unter dem IZinklulZ des ^egvptiseken entwickelt ka.be. Dies insbesondere wäkrsnd des ^.ukentkaltss Israels in ^.egvpten, wodurek 6er lLintlulZ der ägvptisoken Lpraoks und Kultur stark gekördert worden Ist. Wokl wuLtsn wir-, dalZ das siok er^sden muLte: keine Lvraeks in keiner 2eit ist von soleker üntwieklung versokont gedlieden, insdesonders keine gesnrookene Lpraoke. Das Verdienst "^akudas liegt ader darin, daü er die Wendungen und die Worte, deren Linn Kisker dunkel und umstritten vor uns lag, unserem Horizonts ^ugängliek maeken konnte, nael^deiu er — woran siek die ^.sgvntologen bislang nur mit gioöer Lkeosis wagisn — einen 3vt)t>Mkrigsn Ltaud von innen sntkernte und dadurok ikro sigsntliolie Ausdeutung okksndarte. ^Vir Lnden in seinsin Werke eine IXille von .^usdrueksn urid Redensarten, die teils dem ^egvptisoken sntleknt wurden und ägvptisokss Oevräge trafen, teils als ^.egvotiisismen an/useken sind. Tin neues I^iekt källt dadurek auk die versekiedensten!in Rentateuok vorkommenden tarnen und Worts, wodurek der (Grundstein /u einer neuen ^ukkassungdss Rsntatsuok und damit des gesamten didliseken Altertums gelegt ist. ^akuda iZeigt, dak keine der didliseken Tr/älllungen, die das Verhältnis der Redräer su fremden Völkern und I<ultursn xur (Grundlage Kaden, von diesen kremdsn Kulturen spraekliek und materiell so viel in siek aukgenommen katten, wie die Trxäklung vom ^.uksntkalt der Israeliten in ^.egvotsn. vis ^osenkgssokiekte 2. lZ. dilde das Nüster, woran wir ^.rt und Tülle der ägvntisellsn Lpraek- und Wesenssmwirkungen keststellen können. IZier Kaden wir auok einen UalZstad kür die Ilntersuekung anderer l'sils des Rentatsuek auk (?rad und Riektung ikrer Lesinnussung durek die ägvptiseke Kultur und Lpraeke, denn sekon de! der odei-üäeklieksn Duredsiekt aller von ^egvvten kandelnden Trxäklungen källt eins ganse Reike von unsemitiseken Fremdwörtern auk. Wold kann eine eingekends Lstraektung der Tinxelkeiten an dieser Ltells niekt vorgenommen werden. Dm ader die groke Bedeutung des Werl.^ l^ <Ink. Isnn) (Zr. lZsckenkeimerstraLe 5-7-9 l'elekon «2N5S 1269?sin6 l<äse, Lutter, Lier keine,- kienennvniZ ZüLrakmdutter der Molkerei IN«? (Oderkessen) (ZuslitSt unerreickt. N5 viele Mim». Die Vorsuziek^ung für einen Aut sitxenäen ^n^uA ist guk5itLen«Ie Unterkleidung l(suken Sie solcke nur im 5ps?is>ks»5 denn nur dort finden 8ie ^uswskl und kackmSmuscne öedienunx. 5eit 1320 in k^snlciurt-kvl., Zitszfss 5ps?islnsuz lüf Irikotsgsn, Ätümpis, ^-isnctzcnuns, ^srren-VVZzcns, Woli>vs5sn unol ösb>-Hrtik«I UsuptgSkckZft: Frankfurt s. Kl., (?ostne»trss5« 7 kilislsn: K«fgsf5ts. 181, ^ossngss5s 2 Ottsnbscn s. l^l., iZieksrerstsshs IS. kes auok nur eini^ermaLen 2u illustrieren, moZ^en nier aus der?ülls des Naterials einige Leispielo kolken. Lo 2. L. in der ^osepksA-ssekiekts (Senesis 40, 41) das Mort ,.^'isekak" svon „nasekak"), das „küssen" dedsutet und aus dem XusammenlianA als .leiten" oder „verwalten" gedeutet wird. Lei einem Vsrxlsiek mit dem .^.eAvvtiseken erweist siek isdoek der 6ebrauek des Wortes „küssen" als eine genaue IViedsrZ-ads des äZvptiseken Wortes, das als Netavksr statt des alltä^llek klinsenden ^usdrueks „essen" in der Aewäklten, bildlieksn Lpraeke üdliek war. Oder wie in Exodus 9, 23 u. a. 0. die Redewendung „Ltimmen (Rottes" kür ..OonnersekläZe" xedrauekt wird, die bei den ^SAvvtern eine AeläunAo Lszieioknung kür Donner war. lZxodus 10,4 keilZt es von den Heusekreoken, sie seien so ^aklreiek, dak sie „das ^.uAe des Landes" ksdeoken. lZier konnte kestZ-estellt werden, dalZ mit „^ugs des Landes" niokts anderes Z-smeint ist als die Lonne, die von den ^.egvptern als das ,,-^uAS des ü-s" aukgskaüt war, das in der ä^vptiseksn NvtkoloAis eine xroüe Rolls gesvielt kat (das rsekte ^uKe des Re galt als Lonne, das links .^uKe als Nond). Die Heusokreoken näinlisk kamen in so diekten Lekwärmen, dak sie wie eine dickte 'Wolke das Lonnenliekt verdeckten. Das Wort „Naxotk" kür .mgesäuertes Lrot, das aus keinem semitiseken Ltamm erklärt v^erden kann, ist aus einem sskr alten ägvntisoken ^Vorte entlsknt worden. Ts sind dies die in aller Hast ksro-sstellten dünnen Fladen, die dis auk. den keutig-en l'aA in .^.e^vpten verkertigt und in der Lonne aus ungesäuertem l'eig o-edaeken werden, wie es Ha auek die Israeliten dsi ikreui üderstürxtsn ^.usxuA aus .Vegvntsn Astan Kaden. Lei den Worten „l'oku wadoku" (Genesis 1. 2). die das (ü)aos der IIr?-?it wiedergeden sollen, konnte nur ikr ä^ntisoker Hrsnrun^- ermittelt werden: „Loku" soll dis kimmlisoken (Gewässer, ..l'oku" die l5rde dedeuten (unteres, irdisekes (Gewässer) — ikre ur.'-prünZ'lieke Redeutung' ging verloren. lUs genügt ader niekt allein Wortverglsieks vor/unekmen oder Wörter desseiden Ursprungs in deiden Lpraeiisn naekxu- ^^^si^cttV^ ki^e vcl.lcvi-c 20l>f9 (iS^KKL ss" M gSvMWWMgM« gsgSNüdSkc!sm Opsrniiaus Künsttsfkon-efte 4-12 Ukr lDsutselis unc! r^erss»' I^^^ILl-I^!_Aufsr8toffS vivancisekSn 1.0«« » 1» krI««I«i,»»Kr»a« 11 O