Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 9 (5.1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- Seite 296 (sequence 12)
- Language
- German
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runden?u 6en?8AlmeQ unä?um?entatsuob. Aaneks Merks 8incl vsrlyren ^exanAen. NANuskrmto können in Marina un6 im Vatikan einAessbsn ^verclsn. ^.Is Kommentator (nis al8 I^^iksr uncZ Novellist) ^rsikt Immanuel xern in 6sn LArm 6es realen I^ebeng. in clis unmittelbare un<Z un^sso^minlvte I^edsns^vanrneit, in 6as ^virkliebs Italien ^'ener 2eit iunein. Oer Diester Immanuel ledt- -v^ie einst. Lisneri^e Iledertragi^iNAen Aeden kein LiI<Z von seinem apart-en Xönnen unZ Viesen, von seiner nerrliolien Lprael^kunst. von Ziesem Lränaktsn. Zen Zer Himmel äurebctrin^t. Nan mulZ idn lisdräisoli, einiges italism'seli lesen. Line Zeutselie ^us^ads. mit <Zen sudtilen Kitteln lieutio-er I1edsrset2unAsl<un-?t naeli^estalt^t, känZe xe^vilZ ein interessiertes?udlikum. l^leden (^adirol, Älove idn Dsra, ^ekuäa lis-I^evi, Noss (^da^'im I^ueiatto ist Immanuel na-Romi ein lvriseliss?liAnomen. ein Ltol? unserer naedsxilisensn Lvrik un6 ein (?run<I mekr, sie kür eins Aer6e <Zer Weltliteratur?u kalten. Aus der Geschichte der Gemeinde. Frankfurter jüdische Neuigkeiten 1723 bis 1818. (Zlus dem Werk: „Leben in Frankfurt am Main" Auszüge der Frag- und Anzcigungsnachrichten (des Intelligenz-Blattes) von ihrer Entstehung an im Jahre 1722 bis 1321. Gesammelt, aeordnct und den Bürgern dieser Stadt gewidmet von Maria Belli, geb. Gontard, Frankfurt a. M. 1850.) Donnerstags, den 6. May 1723. Vierfache I u d e n-T a u f f e. Johann Matthäus Gutmann, von Meschel, unweit Tarmstadt gebürtig, bißher Judas genannt, seines Alters in circa 18 Jahr. Georg Adolph Noosengarten, von Nieder-Wcisel bey Butzbach gebohren, ehemals Joseph benamset, alt 13 Jahr. Emanuel Jacob May, auß hiesiger Judengasse, hat erst Abraham geheißen. Alters 16 Jahr. Maria Christina Martinin, von 20 Jahren, gebohren in Fürth bey Nürnberg, ihr erster Name ist Jüdle gewesen. Getauffte inFranckfurt Frehtags. den 22. October 1723. Georg Emanuel Rcinmann, ein Jud von Halberstadt gebürtig; im Judenthum Manasse Levi aenannt. Alters 20 und ein halb Jahr. „Ein Christ muß sein ein reiner Mann, Unreinigkeit bringt Fluch und Bann; Und wer beklebt an Bclial. Gehört nicht zu der Schäflein Stall: Merks Reinmann, Du beißt nun ein Christ, Lieb Reinheit, wie Dein Nähme ist." Freytags, den 31. Merk 1724. David Henrich Ehren fried, ein lcdiaer Jud von Drosa in Böhmen gebürtig, im Judenthum Rüben David genannt. Alters 23 Jahr. Simon Baptista Burckmann. gleichfalls lediger Jud auß hiesiaer Gasse, vor seiner Oonvsrsion Jacob Wohl genannt, seines Alters 23 Jahr. Sonntags, den 28. April 1726. IZoSem. Gotthard Paul Theodor, ein Juden-Knab von Rothenburg an der Fulda gebürtig, im Judenthum Lämbgen Levi genannt. Alters 17 Jahr. Jobnnn Melchior Vitalis, dergleichen ein Juden-Knab, zu Gravenhaaq in Holland gebohren, im Judenthum Noal) Rufin genannt: Alters 16 Jahr. Maria Christianin, eine Juden-Tochter, von Rüden, ohnweit Coblentz gebohren, im Judenthum Rößgen genannt, alt 19 Jahr. „Proclamirte oder Ehelich Auffgebottene in Fra.nckfurth". Sonntags, den 4. Januarii 1733. Christian Lebrecht Schild, *Pittschierstecher. und Jungfer Susanna Blochin. Den 13. November 1770. Ich bin von einem vornehmen Gelehrten jüngsthin gefragt worden: Warum ich nicht in meiner nützlichen Anzeige einige Jnformations-Stnnden, auf der Anweisung zum Jüdlsch-Teutschen gedacht so hier vor Kaufleuthe, und einige sonst nöthig: so diene zur Antwort: daß es unter dem Rabbinischen mit verstanden habe, und also auf Begehren, auch ein Jüdisch-Teutschen dollmetschen und schreiben, Liebhabern zu dienen willfährig jey. Frankfurt, den 10. Nov. 1770. T. M. D. T. Megerlin, Professor und Minister. » Als Jude geboren, trat er zu Diez in die reformierte, einer seiner Brüder zu Tarmstadl in die lutherische, seine Schwester zu Neuburg in die katholische Konfession über. Nur sein letzter Bruder blieb Jude und war der redlichste von allen. (5. L. Schild lebte hier bis an das Ende seiner Tage, er war ein auSgezeichnet geschickter Wappenjchneider. Der König von Spanien lieh sein Handsiegcl von ihm machen und bezahlte es mit Ivl) Dukaten, auch einen. Herkules hat man von ihm, der sich durch Schönheit der Arbeit auszeichnet. Den 20. April 1798. Nachdem von Seiten des französischen Herrn General en cnek Hatry, zu Mainz, das Ansuchen anboro geschehen, dak denen jeweiligen anhero kommenden Französischen Inden jenseits des Rheines, in Betracht, daß denensclben, in besagten Geaenden. die Rechte d"r Bürger, mitaetheilt worden — der Zutritt in das Glacis vor allhiesiaen Stadttboren, veraönnet werden möae; Ein hochedler Rath anch hierauf diesem Ansuchen statt zu geben, sich bewogen gefunden? — Als wird solches, und wie bereits dieserweaen an die Thorwachen die nöthigen Befehle geaeben — sämtlichen Hiesigen Bürgere und Einwohnern hiermit bekannt gemacht, und selbiae zugleich erinnert, sich dieser Verfüguna gemäs -m Verhalten, mitbin alles dasjenige, was Hierunter zu Wortwechsel oder sonstigen Mißhclliakeiten mit besagten Juden einigen Anlaß geben könnte, gänzlich zu vermeiden — inmmaßen derjenige, welcher sich hierbey, wieder Vermutben. etwas zu Schulden kommen lasten sollte, die Hierauf erfolgende Obrigkeitliche Ahndung und sonstige Unannehmlichkeiten sich alsdann ledialich scMten zuzuschreiben haben wird. Frankfurt, den 13. April 1798. Stadt-Canzley. Den 8. Jnlh 1 800. Da ich smon öfters habe hören müßen, die Hiesige Judenschaft könne sich jedes Zimmers in meinem Badbanse bedienen: si mache ich hiermit öffentlich bekannt, daß nur zwey Zimmer Nr. 3 und 7 für die Hiesige Judenschaft und diese nur auf Abonnements bestimmt sind,' und also kein Christ in ein Juden- und so umgekehrt kein Jude in ein Christenbad eingelaßcn wird. Auch ist das Weif-zeua für beyde Theile besonders gezeichnet. Kohl, Med. Dr. Den 30. September 1806. Nachdem hinführo sowohl der Judenschaft. als jealichem, der sich keines Unfugs zu Schulden kommen lasset, die öffentlichen Promenaden auf dem Glacis und in der Stadt offen stehen; so wird solches andurch nachrichtlich bekannt gemacht. Frankfurt, den 29sten September 1806. Stadt-Canzley. Ans einem Erlab des Fürst-Vrimas Carl von Dalbera vom 21. Oktober 1806: „Die Mitalieder der jüdischen Nation werden gegen Beleidigung und beschimpfende Mißhandlung in Schutz genommen." Den 20. Januar 1809. In der Varrentravp- und Wennerschen Buchdruckerey hat so eben die Presse verlassen: Unterrichts-Plan zu der für die hiesige Jüdische Gemeinde zu errichtenden Carlschule so wie solcher Sr. Hoheit dem Souveränen Fürsten Primas vorgelegt lwurde und dessen Höchste Sanktion erhalten hat, gr. 4, und ist in deren Buchhandlung käuflich zu erhalten, roh um 15 kr., und in farbigem Umschlag geheftet für 20 kr. Ab Januar 1810 kommen erstmals im „Intelligenz- und Nachrichten-Blatt" „Nachrichten aus der Juden-Gemeinde", und zwar Verstorbene. Ab 1813 erscheinen diese Nachrichten vereint mit denen der Christen. Den 3. Januar 1812. No. 3 des Hauptregisters. Frankfurt, den 2. Januar 1812. Großherzogtum Frankfurt. Departement Frankfurt. Der Präfekt Freyherr von Günderrode. Nachdem Seine Königliche Hoheit der Großherzog durch eine höchste Erklärung d. d. Aschaffenburg, den 28sten Dezember 1811, gnädigst geruhet haben, allen zu Frankfurt dermalen in der Stättigkeit und im Schutze stehender Juden, deren Kinder und Nachkommen, das Bürgerrecht und gleiche bürgerliche Befugniße und Rechte mit den übrigen Bürgern daselbst zu ertheilen, dergestalt daß dieselben auch künftighin bey allen gerichtlichen und administrativen Behörden völlig gleiche Behandlung erhalten sollen; so wird solches hierdurch, und um sich darnach zu achten, Jedermann bekannt gemacht. Freyherr von Günderrode. Im Jahre 1816 am 6. November hielt der Bundestag in Frankfurt seine erste Sitzung. Der Fürst-Primas war nach Constanz, später Regensburg gezogen. Am 14. Juny 1816 finden wir eine längere Verfügung der Stadt-Canzley, die die kürzlich erteilten Rechte der Juden stark kürzt. Z. B. war es „den Bekennern des jüdischen Glaubens keineswegs verstattet, Häuser und sonstige Immobilien in Hiesiger Stadt.' außer denen in der vorhinigen Reichsstädtischen Verfaßung angewiesenen und unter der fürstlichen Regierung in dem Jahre 1810 sehr erweiterten Distrikten, Miethweise, mithin noch weit weniger käuflich an sich Zu bringen." Ab 1817 Werdens die Nachrichten der Israelitischen Gemeinde" wieder gesondert gebracht. ' Den 17. April 1818. Dr. Baruch, macht seinen Freunden und Allen, mit welchen er die Ehre hat, in Verbindung zu stehen, die Aenderung seines Namens bekannt. Von jetzt an nennt und unterzeichnet er sich Dr. Ludwig Börn e. Frankfurt, den 14. April 1818. G. G.