Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 8 (4.1929)
- Date
- 1929-04-01
- Page
- Seite 266 (sequence 22)
- Language
- German
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Albert-Einstein-Tag. Am 7. April o. I. werden alle zionistischen Jugendorganisationen von Groß-Frankfurt in Verbindung mit dem Keren Kajemeth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds E. V.) einen Einstein-Tag" veranstalten. 200 jugendliche Sammler werden an diesem Tage sämtliche jüdischen Familien Groß-Frankfurts besuchen, um durch eine Sammlung die Ehrung Albert Einsteins durch den K. K. L. durchzuführen. Wie bekannt ist, hat ein Komitee prominenter deutscher Juden beschlossen, einen Einstein-Wald in Palästina zu vflanzen. Albert Einstein lelbst hat seine Freude an dieser Form der Ehrung zum Ausdruck bringen lassen. Es ist zu hoffen, daß auch die Frankfurter Juden an dieser würdigen Form der Ehrung des großen Gelehrten teilnehmen werden. Die Sammler haben Instruktionen, auch die kleinsten Beiträge entgegenzunehmen. Für die Stellenlosen. Die Arbeitsgemeinschaft e. V. Frankfurt a. M. hielt am Mittwoch, den 20. d. M., abends 8 Uhr in der Aula des Goethe-Gymnasiums eine nicht öffentliche Versammlung ab, wozu die Herren Geistlichen der drei Konfessionen, Vertreter des Magistrats, Direktoren von Banken und Unternehmungen und Arbeitgeber, sowie Vertreter von Arbeilgeberverbänden und kaufmännischen Vereinen anwesend waren. Auf Antrag des Herrn Pfarrer Groenhoff wurde von der Versammlung folgende Entschließung einstimmig angenommen: Die am 20. Februar 1929, abends 8 Uhr in der Aula des Goethe-Gymnasiums stattgefundene Versammlung bittet einmütig die Bürger und insbesondere die Geschäftswelt Frankfurts, vor allem die erwerbslosen älteren kaufmännischen Angestellten und Arbeiter geistiger Berufe durch Zuweisung von Arbeit und finanzielle Hilse zu unterstützen, um dem von'Tag zu Tag wachsenden Elend gerade dieser Kreise Einhalt zu gebieten. Außerdem aber richtet die Versammlung an die Firmen des Handels, der Industrie und die öffentlichen Behörden das Ersuchen, zu erwägen, ob es möglich ist, eine größere Anzahl älterer Angestellten als bisher zu beschästigen. , Die Arbeitsgemeinschaft e. V. Frankfurt a. M., Landsberggasse 12; Telephon Taunus 3597, Bankkonto: Frankfurter Genossenschaftsbank. Dringender Aufruf! Nur wenige Wochen trennen uns von Ostern und noch immer sind uns nicht genügend Lehrstellen mit Samstag frei für Büro, Lager und Verkauf gemeldet, um unsere Lehrmädchen unterzubringen. Wir bitten um gefl. Meldungen: Arbeitsnachweis der Weibl. Fürsorge, Langestraße 30 II. ^ücliscke >VoMkskrt5ptleLe ^rankkurta.N. ^dteilunA III: LonderkürZor^e 8tucZeritenkiIke, l'uderkuIoZerMrsorZe, (ZekanAenenkürsorAe Arbeitsvermittlung. Gesuchte Stellen: für jüngeren landwirtschaftlichen Aufseher „ junge Gärtner und landwirtschaftliche Arbeiter „ „ Spengler, Schlosser, Mechaniker „ „ Kartonnagenarbeiter, „ „ Buchdrucker und Setzer für Hebräisch und Deutsch „ jüngere Zigarrenarbeiter „ „ Polsterer und Tapezierer „ „ Schreiner „ „ Metzger, Bäcker und Konditoren „ „ Schneider und Mützenmacher „ „ Portefeuiller „ „ Köche und Kellner „ „ Ausläufer, die stadtkundig sind und radfahren können „ „ und ältere Hilfsarbeiter aller Art „ junge Lageristen, Reisende und Detailverkäufer in allen Branchen, teils im Bürowesen gut bewandert „ „ Buchhalter (1. Gehilfenjahr), in Stenographie und Schreibmaschine bewandert „ ,, Stenotypisten „ bilanzsichere Buchhalter, selbständige Korrespondenten „ Statistiker, früberer Dozent einer Hochschule „ Hebräischen Leyrer. Offene Stellen: für jungen Chauffeur „ ledige Schuhmacher, die an selbständiges Arbeiten gewöhnt sind für kräftige Z 6—22jährige Lagerarbeiter, Pocker und Auslaufer „ Milchburschen, der mit Pferd und Wagen umzugehen versteht, mit Kost und Logis, Nähe Frankfurts „ jungen, tüchtigen Mustermacher der Manusakturwarenbranche. In der Schreibstube werden Vervielfältigungen und Druckaufträge promptest erledigt. Ständig haben wir Leute mit guter Handschrift zum Adressenschreiben. Besonders dringend sind H a n d w e r ke r le h r ste l l e n bei Schabbos frei in Stadt und Land gesucht. Wir bitten um Meldung an: Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V. Frankfurt a. M., Langestraße 30 pt., Tel. Hansa 3723. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 29, 1. Stock. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Arbeitsnachweis der Weibl. Fürsorge. Langestr. 30, II. Sprechzeit täglich 10—12 und 3-^,30 Uhr, Sonntag 9,30—11 Uhr. Gesuchte Stellen: a) für Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Verkäuferinnen, Lageristinnen und Lagerarbeiterinnen d) für Lehrmädchen mit Volks-, Mittel- und höherer Schulbildung zu Ostern, o) für Kochaushilfen. Näherinnen, Hausdamen und Haushälterinnen in frauenlosen Haushaltungen, Haustöchter und Stützen mit Familienanschluß. Sprechzeit für Lehrmädchen: Donnerstag von 3—3 Uhr. Offene Stellen für gut empfohlene Köchinnen, Alleinmädchen und einfache Stützen sind gemeldet. Frauenheim Bad Nauheim. Das Israelitische Frauenheim Bad Nauheim wird seinen diesjährigen regelmäßigen Kurbetrieb am 5. Mai d. I. eröffnen. Anmeldungen können bereits heute an Herrn I. F. Ettlingen Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstr. 25, gerichtet werden. Besonders zu empfehlen sind die Kuren direkt bei Eröffnung der Anstalt, also im Monat Mai. Sanatorium Emser Heilquelle. Das Sanatorium, ein Heim mit ritueller Verpflegung für minderbemittelte jüdische Patienten (täglicher Pensionspreis fünf Rm.), wird Mitte Mai wieder eröffnet. Möglichst frühzeitige Anmeldungen an den Vorsitzenden San.-Rat Dr. Nehab, Bad Ems. _ Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. (Amtlich.) Bevölkerungspolitische Konserenz. Auf Einladung des Bevölkerungspolitischen Ausschusses des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden fand am Sonntag, den 24. Februar, in seinen Räumen unter Vorsitz von Frau Siddy Wronsky eine bevölkerungspolitische Konferenz statt. Es vertraten: den Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes Prof. Dr. Türk, die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden Dr. Ollendorff, den Jüdischen Frauenbund Frau Martha Ollendorff und Frl. Edith Hirsch, die Großloge für Deutschland San.-Rat Dr. Goldschmidt, den sozialen Ausschuß des Rabbinerverbandes Rabb. Dr. Emil Levy, den Verband der Leiter und Leiterinnen jüdischer Erziehungsanstalten Dir. Dr. Feist, den Deutsch-Israelitischen Gemeindebund Dr. Sandler, den Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände Dr. Lubinski, die Haupistelle für jüdische Wanderfürsorge Adler-Rudel, den Bund der jüdischen Kranken- und Pflegeanstalten Deutschlands Frl. Wcinreich, die Gesellschaft „Ort" Dir. Grätz, die Gesellschaft „Ose" Dr. Brutzkus und Dr. Olschwanger, die Jüdische Gemeinde Berlin und das Wohlfahrtsamt der Berliner Gemeinde Caspars die Jüdische Gemeinde Breslau Frau Paula Ollendorff, die Jüdijcke Gemeinde Frankfurt a. M. Prof. Hanauer, die Jüdische Gemeinde Köln Chaim, die Jüdische Kinderhilfe Dr. Stahl und Frl. Neufeld, den Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Frau Dr. Edelheim, die Agudas Jisroel Frau Lea Solomon, die Zionistische Vereinigung für Deutschland Dr. Nothmann, die Gesellschaft für Familienforschung Dr. Czellitzer. Frau Wronsky wies in ihrer Eröffnungsrede auf die dringende Notwendigkeit hin, einmal in einem Kreise von Fachleuten die bevölkerungspolitischen Fragen durchzusprechen, die m das brennendste Problem darstellen, das es zurzeit für die jüdische Gesamtheit gäbe. An ein grundlegendes Referat von Dr. Theilhaber schloß sich eine eingehende Diskussion an, an der Frau Dr. Bera-Platan, Rabb. Dr. Eschelbacher, Frau Ollendorff, Dr. Lubinski. Prof. Hanauer, Dr. Czellitzer, Dr. Stahl, R.-A. Dr. Oskar Cohn, Caspary, Rabb. Dr. Emil Levy, Prof. Seligmann,.