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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-03-01 · 7 (3.1929) · p. Seite 222

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
7 (3.1929)
Date
1929-03-01
Page
Seite 222 (sequence 14)
Language
German
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222 heit ihrer Darbietung, die wir wiederum der Sangeskunst des Herrn Prof. Dr. Jgersheimer und seinem feinfühligen Begleiter Herrn Organisten Würzburger verdanken, einen harmonievoUen Ausklang. Unter rauschenden Orgeltönen verließ die innig bewogte Menge, die den Hauptraum der Synagoge fast bis auf den letzten Platz gefüllt batte, das Gotteshaus. In allen war wohl der Wunsch einer baldigen Wiederkehr solcher Stunde lebendig. Dank denen insgesamt, die an ihrer Gestaltung mitgewirkt habenv A. L. „Jli"-Fest. Die Jüdisch-Liberale Jugendgemeinschast Frankfurt a. M. feiert ihr diesjähriges Jli-Mt am Sonntag, den 3. März 1929, 19>6 Uhr, in den Räumen der Frankfurt-Loge im Rahmen eines großen G e se l l sch a f t s - A b e n d s. Ter Abend ist absichtlich nicht nur als Ball gedacht, sondern soll zugleich weitesten Kreisen der Erwachsenen durch einen.rein künstlerischen Teil Erlesenes bieten. Es gelangt die „R e v u e o e r I u g e n d" zur Ausführung, die von Herrn Alfred Auerbach verfaßt ist und unter der künstlerischen Leitung der Herren Alfred Auerbach und Hermann Geiger steht. Darsteller und. Mitwirkende sind Mitglieder der Schauspielschute und Opern klasse des Dr. Hochschen Konservatoriums sowie Angehörige unserer Gesellschaftskreiie. Die malerische Ausgestaltung der Bühne fertigt Frl. Lotte Eichel grün. Die Tanzkapelle wird von The Shocking Boys unter Leitung von A. H. Eichmann gestellt. Eintrittskarten sind zum Vorverkaufspreise von Rm. 3.75 bei"Wronker, Schatzki, der Buchhandlung Volksbildungsheim und den Angehörigen -der Jüdisch-Liberalen Jugendgemeinschaft zu haben. Freisinniger Verein für Jüdisches Gemeindeleben E. V. In der am 30. Januar d. I. stattgehabten Generalversammlung wurden folgende Herren als geschäftsführender Vorstand gewählt: Sanitätsrat Dr. A. Ettling er, Vorsitzender, Dr. Richard Merzbach, stellv. Vorsitzender, Richard Schottenfels^ Schriftführer, Emil Carl Oppenheimer. stellv. Schriftführer, Albert Cohsn, Kassenfübrer, Simon Mayer, stellv. Kassenführer. Sämtliche Schriftstücke in Vereinsangelegenheitcn sind an den Schriftführer, Herrn Richard Schottenfels, Parkstraße 65, Telephon Zeppelin 53274, zu richten. Vortrag Georg Bernhard. *) Im Freisinnigen Verein für jüdisches Gemeindcleben sprach am 21. Februar vor sehr zahlreicher Zuhörerschaft der bekannte Verfasser des „Jettchen Gebert" über dieIuden alsAutoren in der modernen deutschen Literatur. Hermann, der mit einigem Grund als der Theodor Fontane des Berliner jüdischen Bürgertums gilt, gab eine in ihrer schlichten Offenheit besonders sympathische Darstellung des jüdischen Anteils an der neueren deutschen Literatur. Tie Darlegungen trugen einen so durchaus persönlichen Charakter, daß man es sich schon deshalb versagen muß, über ibren grundsätzlichen Inhalt zu streiten, der mindestens stellenweise ebenso fragwürdig war wie der einleitende etymologische Exkurs (z. B. „Barches" von der Göttin „Berchta"!). Aber es ist gerade das Verdienst solcher Vorträge, daß sie zu Fragen und zum Nachdenken anregen. Im zweiten Teil des Abends'las Hermann zwei sehr hübsche Skizzen ans seiner eigenen Familiengeschichte, die mit großem Beifall aufgenommen wurden. Der Dank, den der Vorsitzende des Vereins, Herr Sanitätsrat Dr. Ettlinger, aussprach, war vollauf verdient. Kartell jüdischer Verbindungen. Vom 2. bis 4. März 1929 findet in Frankfurt a. M. der 9. ordentliche Kartelltag des Kartells jüdischer Verbindungen statt. Er beginnt mit einer großen öffentlichen Kundgebung des Kartells jüdischer Verbindungen am Samstag, den 2. März, abends 3,30 Uhr im großen Saal der Franiftirt-Loge, Eschersheimer Landstraße. Dr. Nahum Goldmann, Berlin, wird über „Ter Weg des jüdischen Akademikers in Deutschland", Dr. Mix Mayer, Berlin, über „Zionistisches Galuth" sprechen. Am Sonntag, den 3. und Montag, den 4. März, finden die eigentlichen Sitzungen in den Räumen des Handwerkerhauses, Braubach- .straße 18 22, statt. Für Sonntagabend ist eine gesellige Veranstaltung in größerem Rahmen vorgesehen. — Zwecks Untere bringung der Mitglicder wird noch eine große Anzahl von Freiquartieren benötigt. Diejenigen, die zur Aufnahme von K. I. V.ern bereit sind, werden um Mitteilung an - nci. j»s Paul Horn, Liebigstraße 1611., gebeten, der gleichfalls nähere Auskunft erteilt. Hebräischer Kindergarten. In dem Hebräischen Kindergarten der Zionistischen Frauengruppe, Bleichstraße 30 (Gartenhaus), der unter Leitung einer staatlich geprüften Kindergärtnerin steht, können noch einige Kinder Aufnahme finden. Anmeldungen nimmt die Leiterin von Montags bis Freitags 9—10 Uhr vormittags in den Räumen Bleichstraße 30 entgegen. Gemeinnützige jüdische Eheanbahnungsstelle. Der Verein „EA" hat im Januar seine Tätigkeit begonnen, und die täglich eingehenden Anmeldebogen zeigen, daß man ihm allseits volles Vertrauen entgegenbringt. Anmeldungen und Anfragen ans allen Ständen, darunter Namen angesehener und gutsituierter Familien, lassen erkennen, daß bei diesen das richtige Verständnis für die Ziele des Vereins vorhanden ist. Eine bedeutende Schwierigkeit für die Erreichung der letzleren in größerem Maße besteht.darin, daß die Anmeldungen vonheiratsfähigenM ä n nernin weit geringerer Zahl als von Mädchen einlaufen. Der Verein weist deshalb darauf hin, daß gerade Herren, die bei ihm einen Anmeldebogen einreichen, die beste Aussicht haben, einen passenden Vorschlag zu erhalten, da viele Mädchen aus besten Faniilien angemeldet sind. Selbstredend wird es der Verwaltung eine hohe Befriedigung gewähren, wenn es ihr gelingen wird, auch Mädchen mit kleiner oder gar keiner Mitgift zur Eye zu verhelfen, Die Leitung der Geschäftsstelle wird ehrenamtlich von Berwaltungsmitgliedern geführt und peinlichste Verschwiegenheit ist gesichert. Merkblatt und Anmeldebogen können — nur schriftlich — von Bewerbern (-innen) oder ihren nächsten Verwandten angefordert werden bei der „EA", Frankfurt a. M., Eschersheimer Landstraße 29. Züdische Leihkoffe E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 29, 1. Stock Geschäf,sstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von4 —6Utir. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahtungsfäh ger Personen. Friedrich-Luisen-Hospiz (Bad Dürrheim). Das bekannte Kinderheim, welches in den letzten Monaten einer gründlichen Renovierung und Herstellung einer geschlossenen Liegehalle unterzogen worden ist, bittet um baldigste Anmeldung für die Frühlings- und Sommermonate. Das Heim ist auch in den Osterferien und an den Pessachtag^n vollständig geöffnet, und gerade für diese Zeit sind Aufnahmen besonders empfehlenswert. Erfreulicherweise war >oer Gefundheitszustanv auch im Herbst und Winter bisher günstiger als ie. Anfragen sind nur direkt an die Verwaltung -des Hospizes nach Bad Dürrheim (Schwarzwald) zu richten. (Vgl. Jnierat in dieser Nummer.) Arbeitsvermittlung. Gesuchte Stellen: für jüngeren landwirtschaftlichen Aufseher „ junge Gärtner und landwirtschaftliche Arbeiter „ „ Spengler, Schlosser, Mechaniker 55(Il^l-!5!^k5IKH55e 2? >!/^5k 6355 l^SfligstsIluilgVON öuc!lsk5cnlÜ55SN. ksgslung ZsmtlicnSk' Zteusi'- unci ^/iriscnsiis-^ngeisgsnnsiwn kei clen ^usisncÜgsn Ksnöi-cisn in unserem k^smsn

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