Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 7 (3.1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- Seite 218 (sequence 10)
- Language
- German
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218 lediglich aus der Ueberzeugung, daß die gewählte örtliche Lage für die Einrichtung eines Betsaales ungeeignet sei und eine Schädigung der konservativen Interessen bedeuie. Man möge aus diesem Grunde zunächst das Ergebnis der Verhandlungen wegen Vergemeindung der Synagoge Un^erlindau abwarten und dem Antrag der Fi'nanzkommission zustimmen, die keinesfalls den Betsaal, sondern nur dessen geplante Lage ablehne. Im wetteren Verlaus der Debatte weist Herr Felix Meyer nochmals darauf hin, daß der Beschluß der Finanzkommission praktisch eine Ablehnung des Vorstandsbeschlusses bedeute, d. h. die Weigerung der Ersüllung eines seil vielen Iahren geäußerten konserva.iven Bedürfnisses. Rechtsanwalt Simon warnt vor künstlicher Erregung und erklärt namens der Fraknon der Volkspartei, daß man sich zur Enlfachung eines Sturmes im Wasserglas nich: gebrauchen lasse. Es sei völlig klar, daft die F'nanzkommissinn ihre Enti'cbeidung sins ira, et studio getroffen habe, und daß auch die Herren Fromm und Werner, die doch nicht die Geringsten in der konservativen Frak.ion seien, nicht nur die Interessen der Synagoge Un.erlindau. sondern auch die Gemeindeiniercss:n vertreten. Hiermit ist die Debatte geschlossen. Der Antrag der Finanzkommissiou wird angenommen. Auf Antrag des Herrn Fromm wird ferner be'cblossen, den Vorstand zu ersuchen, mit aller Beschleunigung an die Aussindigmachung einer für die Errichtung einer neuen großen konservativen Gemeindesynagoge geeigneten Liegenschaft heranzutreten. Tic Finanzkommi'sion hat weiterhin zu dem Vorstandsbeschluß, welcher die Bereitstellung weiterer Mittel für Wohlfahrtspflege angesichts der gespannten Finanzlage der Gemeinde für nicht angängig erklärt, Stellung genommen. Der Bericht hierüber liegt vor und wird von Herrn S. Kaufmann erläutert. Hiernach bean.ragt die Finanzkommission Zustimmung zum Vorstandsbeschluß. Aus der Versammlung werden Gc.genaußerungen nicht laut. Herr Dr. Wolf meint, daß, wenn die Wohlfahrtspflege bezw. der Vorstandsdezernent besondere Bemerkungen hierzu wcht zu machen habe, kein Anlaß bestehe, gegen den Antrag der Kommission zu sprechen. Tagegen müsse festgestellt werden, daß gelegentlich der Debatte über die Festsetzung des Steuersatzes sür 1928 sei.ens des Borstands mit aller Bestimmtheit erklärt worden sei, daß auch bei dem reduzierten Steuersatz eine genügende Bewegungsfreiheit für soziale und kulturelle Aufgaben bestehe. Es zeige sich, daß man zuviel versprochen habe. Unangenehm sei, daß nian diese Tatsache feststellen müsse, zu einem Zeitpunkt, wo die finanzielle Situauon stch wesen'liry schlechter gestalte als damals. Die Gemeindevertretung stimmt hierauf dem Borstandsbeschluß zu. Aus Antrag der Kommission für soziale Fürsorge hat der Vorstand beschlossen, aus den für 1928/29 noch zur Verfügung stehenden Mitteln weitere Beihilfen für folgende Anstallen zu bewilligen: RM. «00.— für die Versorgungsanstalt für Israeliten als Zuschuß zu Repararurkosten; RM. 1000.— für die Jsr. Männer- und Frauenkrankenkasse zur Vermind.'ruug des Defizits: NM. 4000.— dem Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu- Isenburg als Beitrag zu den Umbaukosten; -RM. 300.— für das Heilerziehungsheim in Marburg; RM. 600.— für die Wohnräume der Weiblichen Fürsorge zur Verminderung des Defizits; NM. 750 — dem Verein Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden zur Ausgestaltung seiner organisatorischen Tätigkeit. Bon der Zuschrift des Vereins vom 8. Februar wird hierbei Kenntnis genommen. Es herrscht Übereinstimmung darüber, daß sür die Gemeinde keine Möglichkeit besteht, auch nur in mäßigem Umfang Zuschüsse an jüdische Erwerbslose zu gewähren. An der nächsten Ausgabe des Gemeindeblatts soll eine Aufforderung an Firmeninhaber wegen der Anstellung jüdischer Erwerbsloser veröffentlicht "werden, außerdem soll an die drei Logen wegen der Ausgestalluna des von ihnen begründeten Arbeitsnachweises herangetreten werden; RM. 2500.— der Jsr. Waisenanstalt zur Verminderung ihres Fehlbetrags; RM. 500.— dem Hilfsverein der Deutschen Juden in Berlin als Beihilfe für die notleidenden bessarabischen Juden. Die Gemeindevertretung stimmt diesen Bewilligungen zu. Für den Ausbau der maschinellen Einrichtung der Mazze nbäckerei werden nachbewilligt für das Rechnungsjahr 1927/28 NM. 4546.86 und für das Rechnungsjahr 1928/29 RM. 3971.38. Die Besprechung einer Interpellation des Gemeindevertreters Herrn Ferdinand Stiefel betr. eine Bekanntmachung der Ritualkommission wird bis zum Vorliegen der Rückäußerung des Vorstandes verlagt. Von der Mitteilung des Freisinnigen Vereins für jüdisches Gemeindeleben über den Vortrag von Georg Hermann „Juden als Autoren" wird Kenntnis genommen. Hieran schließt sich eine nichtöffentliche Sitzung an, in welcher Personalangelegenheiten zur spräche kommen. n l^7I5«'/'^S^-6t'5«'//^^/»7.^./>!/ H«>lt7/7S/N?/'5/v0N//7S 0/7/V/S/7. c/N0l.U5 42537/Zö </sFt5/7eM- S-t»K7/ms' S6K(5LN5M. tt? 6 Pullover 8wsaten We8ien 8ckal8!Vlitt2en ttanä8ekuks 8port8trümpfe AZ» ^sltsstss Lpszislkaus sllr t-lan6Loliuks, Ttfllmpfs, Ifieotagsn, VVollwai'sn, t-lsri'snaftikel u. Lacjo>vAsOtis Ssit lS30 In l-i-snkfui-t SM KIsIn Qostki^st''. 7 Ss^ys^st^. 181 k-isssngssss 2 s^su s'ö'fnst: 5ilisls Ottsndscli s. , ö>sds>-s»'st«'. 13 Wir Kaden in eßer Peker55krshe 2 kcke vleickltrshe eine moderne vucnnsn«t>ung neb5t I.einbid«oknek erüttnei. Peter Xreuer i»scnk. ink. ookvmcvck 4 wno?IQ4l?k?^ Äls fsins 25 k^kg. »-isncjs^dSits-^igs^i'S K^NV^I? gsgenllbsi' cief k/>slktli»lls s-isssngssss S