Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 6 (2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 181 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3094266-3094336-3094341--1687-3096418- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
181 dienstvolles geleistet: aber sie beschäftigten sich nur mit der ethischen Seite der jüdischen Religion ünd suchten alles Nationale aus dem Judentum auszuschalten. So ist es auch zu erklären, daß sie sich von den traditionellen Riten, die ihnen ein Hindernis in der Verfolgung ihrer hehren Idee zu sein schienen, befreiten. Zu derselben Zeit ging von Italien der Gedanke einer Erneuerung des überlieferten' Judentums aus: Ella Benamozegh, in dem Palliare seinen Lehrer sieht, erwarb sich hier besondere Verdienste. Auch dem französischen Konvertiten scheint nur aus der Hochhaltung der Tradition das Judentum der Zukunft hervorzugehen, und er läßt seine gehaltvollen Ausführungen ausklingen in dem freudigen Glanben an das einstige Erscheinen des Messias. 15. L. - Jüdisches Konzert. Dasam g Januar im großen Saal des Saalbaus unter der Leitung Max Neumanns veranstaltete Orchesterkonzert hatte bei der überaus zahlreichen Zuhörerschaft einen großen äußeren Erfolg, der auch durch die viel zu lange, mehr als dreistündige Dauer des Konzerts nicht beeinträchtigt wurde. Als ziMikalisch wertvollste Programmnummer dars die dem breiten Publikum freilich noch nicht eingängliche Orchester-Suite „König David" von Honegger bezeichnet werden. Einige der knappen, mit modernen Ausdruckstttttteln arbeitenden Sätze sind von wahrem musikantischen Leben erfüllt und ein interessantes Zeugnis — wenn auch in ganz anderer Richtung als etwa Bach — sür die Auswirkung biblischer Stoffe in der abendländischen Musiki Der Konzertmeister der hiesigen Oper, Hugo Kolberg, gab in einigen kleineren Stücken, von denen Blochs Baal-Schein das wertvollste war, eine Probe seines hochentwickelten Geigenspiels. Von der sonst noch dargebotenen Instrumentalmusik ist wenig zu sägen, Potpourris wie die sogenannte Phantasie „Zio'n" gehören nicht cms ein ernstes Programm. Das wohleinstudierte Orchester von Hochs Konservatorium folgte seinem temperamentvollen Führer willig und gewandt. Stürmischen Beifall erntete Oberkantor Alter mit dem Vortrag von Arien, Synagogen- und Volksgesängen. Jüdische Jugendbibliothek. 2-' Unter der geistigenAühruna ihres Religionslehrers Dr. May haben im Jahre 1927 jüdische Schüler der'M ust e r s ch u le eine JÜZWdbibliothek gegründet, die heute bereits über 5V0 Bände verfugt und nicht nur in den eigenen Kreisen, sondern auch bei den nichtjüdischen Mitschülern die Kenntnis des Judentums verbreiten will. Der am 13. Januar veranstaltete Festabend sollte Mittel für den weiteren Ausbau der kleinen Bibliothek bringen und bot zugleich den zahlreich erschienenen Eltern und Freunden, unter denert man auch den Direktor der Musterschule und einige Lehrer, sowie. Herrn Rabbiner Dr. Horovitz bemerkte, eine Abendunteryaltung von fast überreichem Ausmaß. Auf ein Mozcrtsches Klavierkonzert folgte eine Festrede, in der nach echter deutscher Primanerweise wenn auch noch etwas hemmungslosem Humor sich erfolgreich betätigte. Aus dem weiteren Programm seien die entzückenden Tänzerinnen und eine nicht genug geprobte Bibliotheksstunde, sowie eine sehr.gelungene Parodie aus Antigone hervorgehoben, in der "".e yoc^"'^' n-......^-.......... -.>-.. ...--.--6.—---- lustige wie moderne Weise äußerte Arbeitsnachweis der Weibl. Fürsorge, Langestraße ZV, ll. Sprechzeit tägl. 10-12 und 3-4^2 Uhr, Sonntag 9^/»—11 Uhr. Gesuchte Stellen: a) für Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Verkäuferinnen, Lageristinnen und Lagerarbeiterinnen, b) für Lehrmädchen mit Volks-, Mittel- und höherer Schulbildung zu Ostern, c) für Kochaushilfen, Näherinnen, Hausdamen und Haushälterinnen in frauenlofen Haushaltungen, Haustöchter und Stützen mit Familienanschluß. Sprechzeit für Lehrmädchen: Donnerstag von 3—5 Uhr. Offene Stellen für gut empfohlene Köchinnen, Alleinmädchen und einfache Stützen sind gemeldet. Jüdische Leihkasse E. S. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einricbtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 29, 1. Stock Geschäflsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4 — 6 Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Meme c5pesm//M.- >_Vo S/Seo - «5?/VM/lM/M D/6 ^///T/S^s/ ^6<SF6/- «S/7??/<sHe. AsMeFmFe?5 Va«5 M/ye Saus e/// 6psM/-SeschM K (Zrüütes 8pe2ialnau8 keiner IMMM IlkW-Mleil unerreichte ^usvanl in Jeder Preislage Loewenherz gegr.1881 Goethestraßeis gegk.1881 VTSI^OK^ iH». SII^MWQMSI'^V^ Vl^IVTN378^55!^ 28 lU^VTI^N OO^OS^ttiVZUCK sIs maokt cjls Rärins blsncisnci wsik unc! bsssitigt ^uncigsrueli; ^>/it2t meht, ist koekkonzsntsisft, claksr spafsamsr.'Xlsins l'ubs SO f'fg. ist kiZ? Zis «Iis ge lV!^ ^^.S OK^ZVX^i