Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 6 (2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 180 (sequence 12)
- Language
- German
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gewidmeten Ausgabe vom 18. 1. einen Aufsatz von Saul Lilienchal unter der Überschrift „Von Lessing zu Münchmeyer", der einige beachtenswerte Mitteilungen über Aeußerungen des Antisemitismus in Wiesbaden enthält und darauf hinweist, daß z. B. Kundgebungen des von Borkum her sattsam bekannten Pastors Münch-, meyer dem Ansehen eines Weltkurortes kaum zuträglich sein dürsten. L. Ausland. Jerusalem. Aus einer von englischen Palästinafreundeu errichteten Studienstiftung sür Arabisch an der Universität Jerusalem wurde das erste Stipendium in Höhe von 1W.— Herrn Dr. Wal! erFischel aus Frankfurt«. M, zuerkannt. Paris. Zum Direktor der JCA. wurde an -stelle des verstorbenen Direktors Armand Schmoll Herr Dr. Mirkin, der mehrere Jahre im russischen Siedlungswerk tätig gewesen, gewählt. Z80 „Gründet eine Jugendloge!" Vor einigen Wochen wurde bereits im „Hamburger Familienblatt" die Gründung einer Jugendloge des Unabhängigen Ordens „Bne Brith" in Frankfurt a. M. gefordert, welche Anregung in anderen Großstädten schon lange verwirklicht ist. Trotzdem dieser Hinweis bis jetzt anscheinend noch kein positives Resultat in Frankfurt a. M. zeigte, ist meines Erachtens doch anzunehmen, daß hier in der Mainmetropole, in der drei Großlogen mit einigen tausend Mitgliedern in umfangreicher Weise wirken, die Notwendigkeit einer Institution gegeben ist, welche die gesamte Logenjugend umsaßt. An geeigneten Führerpersönlichkeiten dürste es ja nicht fehlen, um ein wirkungsvolles Programm zu gestalten. Man könnte dasselbe dahin zusammenfassen, daß in erster Linie das gesellschaftliche Moment, evtl. nach Muster der englischen Klubs, gepflegt wird, während die geistigen Interessen im Rahmen von entsprechenden Arbeitsgemeinschaften (sowohl allgemeiner als auch speziell jüdischer Art) Berücksichtigung sinden. Um einen Anfang zu machen, schlage ich vor, die zu gründende Frankfurter JUgeudlogs nach unserem verstorbenen großen Rabbiner und Jugendführer zu benennen. Also auf zur Gründung der ,',N e h e m i a s - A n t o n - N o b e l - I u g e n d l og e"! 0. N. ^. Freies jüdisches Lehrhaus^ Arbeitsgemeinschaften. ^' I. Dr. Ednard Strauß. Lesen derzeitigen Tcbrist. (IV. Büch Mosis.) 8-tägig. Donnerstag/ ISX—20 Uhr., Schul- Zimmer der Westendsynagoge, v- N a h u m G l a tz e r. Das Buch Hiob. -' Samstag, 18^—19>- Uhr. Gaußstraße 10a/2. - - III. Dr. D ora ,E dinge r. Gemeinsame Lektüre der Evangelien (Lukas). Unter 'Heranziehung anderer Texte., :24-tägig. / Samstag, 19—20 Uhr. Bockenheimer Anlage 49/2. Eltern- und. Freundesabend des „Kadimah' sein'Erziehungsbild und seine pädagogische Tätigkeit zu berichten. Er veranstaltet daher am Diensta g. de n 19. F e b r u a r 19 29, un Hörsaal der Synagoge Unterlindau um 2 0 Uhr einen Eltern-, und Fr e u n d e s a b e n d. In der von Liedern und, Lichtbildern , aus dem Bundesleben, umrahmten Veranstaltung, wird. ,ein Mitglied der Bmchesleikung, Karl Guggenhei nr,' über „P'f a d s indertnm (Z o p h i u t h) als Erziehungsidc c r> e r jüdi s ch e n Inge n d" sprechen. Daran anschließend wird eine s r.e i e A ussPra ch e stattsinden. Ter „Kadimah" ist der einzige in ganz Deutschland verbreitete jüdische Psadilnderbuni). Erziehungsidee und Methodik hat er n: großen Zügen von der in der ganzen Welt bereits seit Jahrzehnten aus . mehreren - Hunderttausenden bestehenden Wel tp'f a d f i n d e rbe w e g u n g übernommen. „Z o p h i u t h" ist Pfadsinderlum für jüdische Menschen und ein jüdisches Ziel Der Frankfurter Kad i m a h zählt zurzeit etwa 120 Mitglieder, die in 14 Gruppen arbeiten. Es finden jede Woche etwa 43 Veranstaltungen statt. Besonderer Wert wird neben, der Ausbildung in scouttecknifchem Können auf die. jüdischem.Bildung gelegt. In fünf Kädimah^tursen der hebr. Sprachschule lernen-über 40 Zungen' und Mävchen ' Jüd. Geschichtskurse, Arbeitsgemeinichasten über polinscke. wziale und naturwissenschaftliche Fragen bei den Aelteren Erzähluiigen. Heimabende über Themen aus allen möglichen Wissensgebieten bei den Jüngeren, Zeltlager, GyMMstik und Sport sorgen, für die. geistige, und körperliche Ertüchtigung der dem „Kadimah" angeschlossenen jüdischen Jugend, ..... Tischtennis. Von Frankfurter jüdischen Vereinen ist es allein der Jüdische Turn- und Sportverein „B arKoch b a" e. B., der diesen schönen, anfstrebenden Sport programmäßig betreibt. Obwohl die Tifchtennis-Abteilnng dieses Vereins noch sehr jung ist, erfreute sie sich bereits eines so regen Zuspruches, daß die Spieler in zwei Gruppen geteilt werden müßten, welche an zwei verschiedenen Tagen: Montags und Mittwochs von 8—11 Uhr spielen. Nachdem schon zwei Säle insolge des rapiden Wachsens der Abteilung gebäumt werden mußten, hat der Verein jetzt in der Turnhalle des Goethe- Gymnasiums, Platz/der Republik 24, eine Halle gesunden, die als ideal bezeichnet werden kann. Es sind vorerst vier vorschriftsmäßige Tische vorhanden, dazu eine sehr zweckmäßige, eigens angelegte Beleuchtung; der vorhandene Platz — ca. 3 Meter Auslauf aus beiden Seiten.— gestattet ein ungestörtes, raumgreisendes Spiel. Diese großeü Vorteile gegenüber den bisherigen Sälen vergelten zehnmal den etwas weiteren Weg zu der etwa nins Minuten' vom Hauptbahnhof gelegenen Halle. Anmeldungen jverden entgegengenommen: im Sekretariat, Große Eschenheimerstr. 74, oder-bei dem Abteilungsleiter: Hans Wohlfahrt, Obermain-Anlage 27. Agudas Jisroel Jugendorganisation. Für den im Elul kommenden Jahres stattfindenden Weltk o n g re ß („.Kenessio-Gedaulo") soll ein Fonds von Rm. 100 000 geschassen 'werden, der diese Veranstaltung sichern soll, vor allem aber zur Durchführung der wichtigsten Aufgabelt der Agudas, Jisroel dient. Tie auf Teutschland umgelegte Summe dieses Fonds beträgt Nm. 25 0U0.—, von der bereits mehr als die Halste gezeichnet ist, während der Rest durch eine Klcinsammlung aui> gebracht werden soll. ' Um den Sammlern einen Ansporn, zu geben, wird ein Preisausschreiben veranstaltet. Näheres Langestraße 18, Part. Gedenkfeier. Am Dienstag, den 8. Januar, fand im Zoologischen Garten eine vom Borstand der Israelitischen Religionsgesellschast veranstaltete Gedenkseier sür Rabbiner Samson' Raphael chrung nno Liebe getragenem Erziehers vor den Zuhörern erstehen. Die Feier war von Chor», und Gesangsvorträgen umrahmt. Bortrag von Palliare. .', Mit' dein Worte des Propheten Seckdrjä „In -jenen 'TaZW. wird es geschehen, daß zehn Männer aus allen Sprachen der NotioA nen einen Judäer beim Rockzipfel ergreifen und sagen- Wir wölleiA mit euch ziehen, denn wir haben gehört: Gott ist.mit euch" begann'- Ä: m e. P <' ll: <) r e. der Verfasser des bekannten'Buches „Das nn<- dekannte Heiligt'.nn". seinen vom Verei:: Westendsynagoge aM 16. Januar veranstalteten, sehr an': besuchten Vortrag über daK Thema „D a s I nde n: u m i m E r l e b e n ei n es e'i n st i a e m Christen". Seine Ausführungen beschäftigten sich in der Haupts jache mit der jüdischen Seele. Sie er nach dem Wesen Gottes fragi^ und Von, der er eine Lösung dieses Problems evHosft-. Aber ver-' gebens. er erfährt nnr. oaß'die Namen Gottes zahlreich seien, daßi'ie aber von keinem Menschen ausgesprochen werden dürsten. Auchdie Thora, das Zeugnis eines ewig-lebendigen Judentums, offen-.) b.art bloß die Beziehungen des Erdensobnes zu dem Einzig-/ Einzigen: wohl spricht aus jeden: ihrer Worte der Glaube an die' Einheit Gottes, aber dieser Glaube ist keine „religio", kein Bekenntnis im christlichen Sinne, es ist Treue/ die den Inden mit seinemdas Judentum nicht, wie es' von der ,christlichen .Kirche behailpte.th wird, dem Untergang.geweiht ist: Daß-Israel noch lebt, daß es^ sich trotz aller Nnseindnngen bis heute erhalten hat. das beweist) ihim am besten die jüdische Renaissance, die sich vornehmlich in den?. genug anzuerkennen sind. Schon die Führer der liberalen Bewe-v aüng'der S0er Jahre, des verflossenen Jahrhunderts, ein HoldheiM? einAbraham Geiger -und andere' haben' in - diefer Beziehung->Ber-' ^üälscke ^VokliakrtsptleSe Frankfurt a. M ^d^eilunZ II: ,vjuAsnÄürs05Ae KincZergckut?, pileZestetten^veLen, LrkolunssiürsorZe, Lammelvormunäsekakt