Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 5 (1.1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 14)
- Language
- German
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Reichsbund jüdischer Frontsoldaten E. V., Ortsgruppe Frankfurt. Am 15. Dezember fand der alljährliche Gesellschafts- Abend aus Anlaß des Chanukkafestes im Zoologischen Garten statt. Die außerordentlich große Besucherzahl, die das Fest dieses Mal aufzuweisen hatte und sämtliche Räume des Zoologischen Gartens bis auf den letzten Platz füllte, beweist aufs neue, welch großer Beliebtheit sich der R. I. F. in allen Kreisen erfreut. Im Rahmen der Darbietungen, von denen insbesondere die turnerischen Leistungen der Turn- und Sportabteilung und deren Damenriege Anerkennung verdienen, da sie den sportlichen und erzieherischen Geist des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten beweisen, ist vor allem das Schausechten der Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Damenfechten, Fräulein Helene Mayer aus Offenbach, mit ihrem Meister, Cavaliere Gazzera, zu erwähnen. Ihr Erscheinen und ihre wunderbare Leistung riefen einen spontanen Beifallsjubel hervor, der nach Beendigung des hochinteressanten Fechtkampfes kein Ende nehmen wollte. Das Fest selbst dauerte bis in die frühen Morgenstunden, und die große Besucherzahl sicherte auch dem Feste einen sehr erfreulichen Reinertrag, der dein Hilfsfonds für in Not geratene Kameraden zugeführt wird. Konzert. Die vom vorjährigen Musikfest her noch in gutem Andenken stehende Sängerin Rahel Ermolnikoff bot in ihrem am 15. Dezember veranstalteten Konzert ihren zahlreichen Verehrern eine neue und reichhaltige Probe ihrer Kunst. Aus dem Programm seien vor allem die hebräischen Gesänge der jemenischen Juden und das traurige Liebeslied „Draußen ein trüber Tag hervorgehoben; beides besonders charakteristische Beispiele für die Gefühlswelt und Sing'.veise der orientalischen und der russischen Juden. Aber auch das übrige Programm, das u. a. den herrlichen „Trost in Leiden" von I. W. Frank enthielt, gab der Sängerin, die über einen schönen Alt verfügt, Gelegenheit, ihre von reifer Innerlichkeit getragene Kunst und ihr sicheres Stilgefühl zu bewähren. Für den reichen Beifall mutzte die Künstlerin mit einer Zugabe danken. Am Flügel bewährte sich der ebenfalls hier nicht unbekannte Komponist Heinrich Schalit als geschmackvoller Begleiter der zum Teil von ihm selbst bearbeiteten Gesänge, sowie mit dem Vortrag einer hübschen kleinen Suite für Klavier „Bilder aus dem Marionettentheater". ^ücliscke WokIZskrtsptleSe Frankfurt a.U. ^dteilunZ III: LonclerkürsorAe 8tu6entenkilte, l'ubei-kuIoZenfürsorZe, OekaliAenentül'SOl'Ae Aussprache über Erziehungsfragen. Der Vorstand des Heims des Jüdischen Frauenbundes in Neu- Isenburg bei Frankfurt a. M. veranstaltet gemeinsam mit dem Jüdischen Frauenbund am 1., 2. und 3. Januar 1929 inFrankfurt a. M. eine „Aussprache jüdischer Frauen über Erziehungsfragen". Die Aussprache ist für solche Frauen gedacht, die durch Anstaltsarbeit, Arbeit in der Jugendfürsorge und -Pflege oder als Mütter starkes und aktives Interesse für Erziehungsfragen haben. Die Teilnahme jüngerer Erziehungskräfte und Wohlfahrtspflegerinnen ist besonders erwünscht. Zur Behandlung kommen Fragen der Anstalts- und Familienerziehung. Wer an den Besprechungen teilzunehmen wünscht, wird gebeten, sich umgehend an die Geschäftsstelle des Jüdischen Frauenbundes, Berlin N. 24, Monbijouplatz 10, zu wenden. Arbeitsvermittlung. Gesuchte Stellen: landwirtschaftlicher Aufseher; junger Gärtner; „ Uhrmacher; „ Spengler; „ Polsterer und Tapezierer; „ Kartonnagenarbeiter; „ Schreiner; „ Bäcker und Konditor; perfekter Zuschneider der Damenkonfektion; junger Schriftsetzer; „ Kellner; jüngere und ältere Hilfsarbeiter aller Art; jüngere Ausläufer, die stadtkundig sind und radfahren können; junge Lageristen, Reisende und Detailverkäufer in allen Branchen, teils im Bürowesen gut bewandert; junge Buchhalter (1. Gehilfenjahr), Perfekt in Stenographie und Schreibmaschine; bilanzsichere Buchhalter, selbständige Korrespondenten, perfekt in Stenographie und Schreibmaschine; Betriebswirtschaftler mit Studienabschluß; Statistiker,, früherer Dozent einer Hochschule. Offene Stellen: junger Bäckergeselle mit Kost und Logis, Nähe Frankfurts; tüchtiger Detailreisender für Manufakturwaren mit Kost und Logis in Hessen; kaufmännischer Angestellter, Manufakturwaren, Perfekt in Büro» arbeiten; junger Dekorateur, der bereits praktisch gearbeitet hat; lediger Zahnarzt, oder geprüfter Dentist. In der Schreibstube werden Vervielfältigungen und Druckaufträge promptest erledigt. Ständig haben wir Leute mit guter Handschrift zum Adressenschreiben. Besonders dringend sind Hand Werkerl ehr stellen bei Schabbos frei gesucht; wir bitten um Meldung >an: Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V., Frankfurt a. M., Langestraße 30 pt., Tel. Hansa 3728. W4Qtt^6ZIKUItt ».UV^lQ vorm.f.snoffr s/^Q^scDl-i/^ineu-ulvlskv'ren K6k>4k?4iul?en sllvfärt 8ettwz«M-L L «I! k u öl k en7wässeKUiv(zen 29 Liingsng ^ugin»Isn«> 2 5SS (2!-! » 1°^ Klttäusve kWki_iun(zen sinsekl. sllef Steueru. I-ivpotkeken-ks gs lung?4CttIVI. 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