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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-12-01 · 4 (12.1928) · p. Seite 107

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
4 (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
Seite 107 (sequence 15)
Language
German
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107 Sitzung zusammen. Es wurde zunächst beschlossen, den Verbands tag aus den 3. Februar 1929 einzuberufen. Sodann behandelte der Rat den von den Vertretern der Landesverbände und des Deutsch-Israelitischen Gemeinde-Bundes am 3. Juni d. I. in Köln angenommenen Entwurf der Verfassung eines Reichsverbandes der deutschen Juden. Nach längerer Aussprache wurde der Verfassungsentwurf mit 25 gegen 6 Stimmen unverändert -angenommen. Als weiteren Punkt der Tagesordnung erörterte man die Frage einer S a m m e l a n le i h e. Gemeinden, die eine Anleihe dringend benötigen und deren Belastung es gerechtfertigt erscheinen läßt, soll in beschränkten! Maße der ZinMdienst erleichtert werden. Einen breiten Raum in den Beratungen nahm wiederum die zukünftige Lehrerbildung ein. Ein Ausschuß wurde mit der nochmaligen Prüfung dieser schwierigen Frage beauftragt. Der Dringlichkeit wegen tagte er bereits am 5. November. Zum Schluß genehmigte der Rat die Bewilligungen, die der Wohlfahrts-Ausschuß in seiner letzten Sitzung ausgesprochen hatte. S u bv e n t i o n s au s s ch uß. Am 14. November fand eine Sitzung des Subventionsausschusses des Preußischen Landesverbandes jüdischer Genreinden unter dem Vorsitz des Herrn R.-A. Dr. Klee statt. Etwa 40 Gesuche konnten, soweit es die Mittel des Landesverbandes irgend zuließen, berücksichtigt werden. Nur ewige wenige mußten zurückgestellt werden, da die Verhältnisse noch nicht genügend geklärt erschienen. Eine Reihe von Gemeinden erhielten Beihilfen oder Darlehen Zur Durchführung dringendster Ausbesserungsarbeiten an Synagogen und Friedhöfen, einige Beamte und Beamtenwitwen laufende Ruhegehaltszuischüsse. Als sehr wesentlich ist die Durchführung der sogenannten Ost Preußenhilfe anzusehen, die in Gegenwart des Vorsitzenden des Verbandes der Synagogengemeinden der Provinz Ostpreußen, Herrn Arthur Cohn-Königsberg-Pr. eingehend besprochen wurde. Bekanntlich hat der Landesverband einen Betvag von 15 000- Rm. in den Haushaltsplan eingesetzt, der dazu dienen soll, der überaus schweren Lage, in der sich die ostpreußischen Kleingenieinden und mit ihnen deren Beamte befinden, abzuhelfen. Vom Ostpreußischen Provinzialverband war ein ausführlicher Verteilungsplan ausgearbeitet worden, der den Beratungen zugrunde gelegt wurde. Der Ausschuß billigte die Grundsätze, nach denen der Provinzialverband die Verteilung vornehmen will, und nahm den Vorschlag ohne Abänderung an. Die bewilligten Mittel reichen leider nicht aus, nm alle Wünsche restlos zu befriedigen. Dennoch kann angenommen werden, daß denen, die in den Genuß dieser Sonderbeihilse kommen, ein gutes Stück weitergeholfen wird. Einen weiteren Gegenstand der Besprechung bildete die K r a n k e u f ü rf o r g e der K u l tu s b e a m t e n. Es konnte zwar mangels hinreichender Unterlagen noch nicht eingehend dazu Stellung genommen werden, doch wurde von allen Mitgliedern der Erwartung Ausdruck gegeben, daß es unbedingte Pflicht der Geineinden oder gegebenenfalls der Provinzialverbände sei, für die Aufnahme der Beamten in Krankenversicherungen Vorsorge zu treffen. Diejenigen Beamten, die nach den Vorschriften der Reichsversicherungsordnung oder des Angestelltenversicherungsgesetzes versicherungspflichtig sind, müssen unbedingt bei den zuständigen Versicherungen angemeldet werden. Mit Bedauern wurde davon Kenntnis genommen, daß eine Reihe alter verdienter Beamten in Krankheitsfällen ganz auf sich selbst angewiesen seien, da sie keiner Krankenkasse angehören, und ihre Gemeinden vielfach zu leistungsschwach seien, um ihnen nennenswerte Unterstützungen zuteil werden zu lassen. Schächter s chuI e. Im Anschluß an die Sitzung des Großen Rates am 4. November d. I. trat das Kuratorium der Schächterschule des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden unter dem Vorsitz des Herrn M. A. Loeb zusammen. Rabbiner Dr. ^akobovits, der Leiter der Anstalt, erstattete einen ausführlichen Tätigkeitsbericht, dem zu entnehmen ist, daß die Ausbildung der Schüler erfolgreich vorwärts schreitet. Seit einiger Zeit wird auch Talmudunterricht erteilt. Die praktische Uebung im Schächten sowohl von Kleinvieh als von Geflügel, und in beschränktem Umfange von Großvieh, macht weitere Fortschritte. Das Kuratorium war sich einig darüber, daß die Schüler auch als Vorbeter auszubilden feien. Ferner sollen sie nach Möglichkeit zur Abhaltung von Schiur-Vorträgen befähigt werden. Die Ausbildungszeit wurde um ein halbes Jahr, also auf insgesamt zwei Jahre, verlängert. Schüler, die nur die Kaboloh erwerben wollen, können bereits zu kommendem Pessach, nach erfolgreicher Ablegung der vorgeschriebenen Prüfung, entlassen werden. „Agunoth" Im April d. I. hat der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden in der jüdischen Presse den folgenden Aufruf veröffentlicht: „In Warschau hat sich eine Bereinigung „Agunoth" gebildet, die sich die Wahrnehmung der Interessen jüdischer Kriegerwitwen zur Aufgabe gesetzt hat. Es handelt sich darum, über den Verbleib der im Kriege vermißten Ehegatten dieser Witwen, die nach dem jüdischen Religionsgesetz nicht wieder 1 c>en Gsbentttck - ^Äfslssl-vies!<S.ffSSSS^ViOS IVisiksSl^vi^S k S sfs. g f'ö m S1^ in S f^sl-bsi-i VIsil^istÄll i<UNStpO!^Sl!s.N Z Ä l"n m S lts.s s S ri!V!ol<l<Ät3.SSSN 5licoi.4U5 l^/^ttf^s^-kvl ^Os-^sIlÄri l^S.QNfOlgSt' SIss SI^I^WI^SS l^iswil l?Linkgsn Ukici k^Zfben von I? » 2 " > " »«»!»>»»», ^T.«S«»»5zS„,2>„ III »IIsn I-sciei-arten tsclsltos kllll? klNNN l1i»tvr!i>i«Z»,, Iv, Aswxsv lU»a,UU»It», «I»eu,. ZK««Ivrrsii»ix«i» «. lÄrd«» MW MMrel. csM« XQI5L«L?«Z»5LL SV 1S47 2 XspeNen ici-1»« ^e» »12 van«» VsfksufsstsIIs ösr ^H?F57F» Unrsn ^XpÄf'tSl' (Zolc!- unc! 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