Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 4 (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- Seite 104 (sequence 12)
- Language
- German
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des Verstorbellen Justizrates Dr. Eduard Holz wurde Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Hugo Falkenheim zum Vorsitzenden der Synagogengemeinde gewählt. — München. Der Literaturbeirat der Stadt München hat beschlossen, den Gedichtband „Die Erben" des jüdischen Dichters Manfred Sturmann aus Kosten des Stadtrates drucken zu lassen. — Schönlanke. Herr Rabbiner Dr. Cohen hat wegen Differenzen mit der Gemeinde sein Amt als Rabbiner niedergelegt. Ausland. Antwerpen. Rabbiner Dr. Wiener wurde als offizieller Vertreter der jüdischen Bevölkerung in das Komitee zur Vorbereitung der „Weltausstellung Antwerpen 1930", die aus Anlaß der 100jährigen staatlichen Selbständigkeit Belgiens veranstaltet wird, berufen. Geplant ist das Herüberschaffen des Pavillons der jüdischen Sonderschau der „Pressa" von Köln nach Antwerpen. — Chicago. Im Alter von 78 Jahren verstarb der langjährige Präsident des Unabhängigen Ordens Bnei Brith und spätere Ehrenpräsident des Weltordens, Herr Adolphe Kraus. Jerusalem. Die arabische Zeitung „Al Carmel" behauptet aus sicherer Quelle zu wissen, daß bereits ein endgültiger Beschluß vorliegt, die Mündung der Petroleum-Röhrenleitung aus Mossul nach dem Hafen von Haifa zu legen. Sie kommt zu dem Schluß, daß Haifa den russischen Oelhafen Batum am Schwarzen Meer an Bedeutung als Oel-Verladungshafen noch übertreffen wird. Paris. Die schwedische Akademie der Wissenschaften hat den Nobel-Preis für Literatur für das Jahr 1927 dem Mitglied der „Acadömie Franyaise", Henri Louis Bergson, einem der hervorragendsten Vertreter der französischen Philosophie der Gegenwart, zuerkannt. — Im Alter von 81 Jahren verstarb 'der Brlgade-General Justin Deneri, ein überzeugungstreuer Jude und Mitglied des Konsistoriums der jüdischen Gemeinden Frankreichs, der auch in der Drehfus-Affäre eine große Rolle gespielt hat. — Am 29. 10. verschied im Alter von 63 Jahren der berühmte französische Archäologe und Historiker Theodore Reinach. — Im Alter von 52 Jahren verstarb am 4. 11. der Vizedirektor der „Jewish Colonisation Association" (JCA.) und Sekretär des Verwaltungsrates der JCA., Dr. Armand Schmoll. Kranzniederlegung. Am Totensonntag wurden auf dem Ehrenfelde des Friedo fs der Israelitischen Gemeinde zwei Kränze niedergelegt Die ot-weiße Schleife des einen trägt die Widmung: „Die Stadt Frankfurt ihren auf dem Felde der Ehre Gefallenen", die schwarze Schleife des anderen Kranzes: „Dem Gedächtnis unserer Geallenen — Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge". Anstalten und Vereine Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Die diesjährige Winterarbeit begann mit einem tiefschürfenden Vortrag, religiöser Natur des Herrn Rabb. Dr. Gott - schalk, der „Zwischen den Festen" betitelt war. Religiöse Tagesfragen behandelte der Bericht des Herrn Rabb. Dr. Lazarus über „Die Berliner Tagung des Weltverbandes für religiös-liberales Judentum"; die Aktualität des Themas rief eine längere Diskussion hervor, die bewies, welches Interesse den Vorgängen in der Öffentlichkeit entgegengebracht wird. Um diese Arbeit fortzuführen, wurde ein Diskussionsabend angesetzt, der über „Jüdische Jugendtagungen" nach einem einleitenden Referat von Herrn Ernst Holz er die meist jugendlichen Teilnehmer bis spät in die Nacht hinein in angeregter Debatte zusammenhielt. Ein anderes Gebiet jüdischer Volksbildung behandelte der Vortrag des Herrn Dr. L u z a t t o - Mailand, der mittels zahlreicher Lichtbilder in „Modernes jüdisches Kunstschaffen in Paris" einführte. Mit begeisternden Worten verstand es der Redner, in dem überfüllten Saal der Kunsthandlung Schames, in dem auch Werke dieses Kreises ausgestellt waren, Sinn und Wesen der eigenartigen Künstlerwelt erstehen zu lassen. Der Vermittlung von Werken bildender Künste soll diejenige literarischen Inhalts folgen. Am Molltag, den 26. 11. 1923, wird innerhalb de^ Ausstellung seiner Zeichnungen, die anläßlich seines 60jährigen Geburtstages in den Räumen der Kunsthandlung Schames stattfindet, Arno Nadel aus eigenen Werken lesen. Die Veranstaltungen der Gesellschaft sür jüdische Volksbildung, die auch dieses Jahr wieder mit ihrem belehrenden „Luach" in der Öffentlichkeit allgemeine Beachtung fand, bemühen sich durch Heranzlehung aller Kräfte am Orte und von auswärts, allen Frankfurter Juden neue Anregungen zu bieten. In der Folge wird auf biesem mit so großem Erfolg beschrittenen Wege ln umfassenderer Weise weitergearbeitet werben. Fest des Freisinnigen Vereins. Am 10. November veranstaltete der Freisinnige Verein für Jüdisches Gemeindeleben seinen zweiten Gesellschaftsabend, der wie sein Vorgänger einen außerordentlichen Erfolg bedeutete. Die festlichen Räume des Frankfurter Hofs waren beinahe überfüllt, aber die Tanzlust hatte offenbar nicht darunter vce^Its gummilOSL tXrampfacisfsti'Ump^s d11iSger k?m. 14.—, 11.- 3.^ p. Stllek. I. n. <ZU7ieN57ei5I Sps^ial (ZssOtiöft fUf Qummiunci KfÄMpfsäsrstk-Umpss. Ißsus »Hsin-srstrsas S2 (nsks vpsrnplslr) -. l! /ak /?aSe m/ok /v-ank/u^ a. 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