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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-12-01 · 4 (12.1928) · p. Seite 102

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
4 (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
Seite 102 (sequence 10)
Language
German
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102 wobei der Chor nur die Rolle der Stimmführung übernimmt. So sollen am Freitagabend L'choh dodi, einschließlich der deutschen Einlagen, weiter Bor'chu, Mi chomochoh und die folgenden Responsen, W'schomru und der Schlußgesang von der Gemeinde einstimmig gesungen werden. Ebenso am Sabbat die entsprechenden Stücke; insbesondere sollen die Psalmen, besonders Aschrs, und an Chanukkah, Neumond und den drei Hauptfesten die Hallel- Psalmen in einstimmiger leichter Melodie respondierend von der Gemeinde gesungen werden. Die Verteilung von Hebräisch und Deutsch im Gottesdienst bleibt für die laut gesprochenen Gebete und Gesänge im großen und ganzen wie bisher üblich. Nur die Sabbat-Psalmen 92 und 93 (Mismor schir l'join. haschabbos) sollen nach den Lewandowskischen Kompositionen hebräisch gesungen werden. Für die stille Andacht ist in der neuen Auflage neben dem bisherigen Deutschen das Hebräische abgedruckt, so daß es jedem Betenden überlassen bleibt, entweder deutsch oder hebräisch zu beten. Um die Gemeinde möglichst bald zum Mitsingen heranzuziehen, sollen einzelne Chormitglieder als stimmführend im Hauptraum selber Platz erhalten. Weiter aber soll die Jugend in besonderen Stunden mit den Melodien vertraut gemacht werden, so daß schon zum kommenden Chanukka-Jugendgottesdienst eine rege gesangliche Beteiligung der Jugend erwartet werden darf. Vorstand der Synagoge an der Freiherr-Vom-Stein-Stratze. Chor der Hauptsynagoge. Stimmbegabte Herren und Damen sowie fangeskundige Kinder über zehn Jahre werden zur freiwilligen Mitgliedschaft im Chore der Hauptsynagoge, Börnestraße, aufgefordert. Schriftliche Meldungen werden an den Dirigenten Herrn Artur Holde, Im Trutz 17, erbeten. Persönliche Meldungen werden am Schluß der Gottesdienste im Chorraum entgegengenommen. Ausschreiben. Die neugeschaffene Stelle des Sekundärarztes der chirurgischen Abteilung unseres Krankenhauses (Chefarzt Dr. Altschüler) sott möglichst bald besetzt werden. Bewerbungen voi). Herren mit guter chirurgischer Vorbildung sind an den Vorstand der Israelitischen Gemeinde, Frankfurt a. M., Fahrgasse 146, zu richten. Friedhossamt. Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtigung des Friedhofamtes oder des Beerdigungskommissars Herrn Tally Adler bezw. Sally Grünebaum, Fernsprecher Carolus Nr. 43 438, erforderlich. Soweit die behördlichen Formalitäten (ärztlich ausgefüllter Todesschein, Anmeldung beim zuständigen Polizeirevier und Standesamt) nicht erledigt werden können, wird dies auf Wunsch vom Friedhofsamt besorgt. Die Vorlage dieser Dokumente ist Vorbedingung für die Festsetzung der Beerdigung. Das Friedhofsamt der Israelitischen Gemeinde übernimmt die Neuanlage, die dauernde und jahrweise Pflege von Gräbern jeder Bepflanznng auf den Friedhöfen der Gemeinde. Auskunft erteilt der Friedhofsverwalter, Rat Beilstraße, und das Gemeindebüro, Fahrgasse 14k, Zimmer 37. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei zur Verfügung gestellt. Sprechstunden der Gemeinderabbiner. Rabbiner Dr. Hoffmann, Börneplatz 16, Fernspr. Hansa 2024, nachm. 3—4 Uhr Rabbiner Dr. Horovitz, Staufenstr. 30, Fernspr. Maingau 77 963, nachm. 4^—5)4 Uhr (außer Mittwoch) Rabbiner Dr. Lazarus, Cronberger Str. 30, Fernspr. Maingau 79 482. nachm. 3—4 Uhr Rabbiner Dr. S a l z b e r g e r. Eschersheimer Landstr. 67, Fernspr Sansa 99^5 Montag n. Donnerstag, vorm. 9^2^-1^/» Uhr im Sitzungszimmer der Synagoge an der Freiherr vom Siein-^trußc. Rabbiner Dr. S e l i g m a n n, Friedrichstr. 29, Fernspr. Maingau 71124, nachm. 5—6 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Gemeindebibliothek (Börnestraße 54). Bücherausleihe: Montag bis Donnerstag 12—13, 16—17 Uhr Freitag und Sonntag 12—13 Uhr. Lesezeiten: Dienstag und Donnerstag 19—21 Uhr Freitag 'nach Schluß des Gottesdienstes bis 19 Uhr Samstag und Sonntag 10.30—13, 15.30—18 Uhr. In der vorliegenden Nummer wird der Abdruck des Sachkatalogs der Gemeindedivlioihek fortgesetzt, und zwar zunächst der Bestände jüdischen Inhalts. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, von den reichen und vielseitigen Beständen der Bibliothek, vor allem auf dem Gebiet der neuesten Populärwissenschaftlichen und Unterhaltungsliteratnr, regen Gebrauch zu machen. Auch Bücherspenden sind erwünscht. Museum jüdischer Altertümer. Fahrgasse 146. Besuchszeiten: Sonntags vorm. 10—1 Uhr und Werktags nachm 3-4 Uhr. Unterstützt äie ^ücii5cke VVo!i!Lakrt8p5!eZe Frankfurt a. N. mit reAelmäLiZen monatlicken LeiträZen. Postscheckkonto Nr. 54893 Alls der Gemeindevertretung. Sitzung vom 31. Oktober 1928. Sitzungsbericht von Bürodirektor I. Meher. In Gegenwart von 33 Gemeindevertretern und 4 Mitgliedern des Gemeindevorstandes eröffnet der Borsitzende, Herr Dr. R i ch. Merz dach, die Sitzung und begrüßt die an Stelle der ausgeschiedenen Herren Dipl.-Jng. Nathan Grünstein und Jacob Herzberg neu eingetretenen volksparteilichen Gemeindevertreter Dr. KarlFrenkel und Dr. Walter Mannheim. Hierauf wird in die Tagesordnung eingetreten. An erster Stelle steht der Bericht der Finanzkommission über die Festsetzung des außerordentlichen Etats für 1928. Die Kommission schlägt eine von dem Vorstandsbeschlutz abweichende Fassung vor. Die Änderungen beireffen den Ausgabeposten „Erwerb eines Grundstücks für eine konservative Synagoge" sowie die erforderliche Deckung, und die Kommission vertritt den Standpunkt, daß der vom Vorstand in den Entwurf eingestellte Betrag des Kaufpreises für ein Grundstück an der Eschersheimer Landstraße mit dem Erwerb eines Shnagogengrundstücks nichts zu tun habe, vielmehr eine Vermögensanlage der Gemeinde darstelle, die an sich im Extraordinarium nicht zu erscheinen brauche. Die Kommission weisr darauf hin, daß das fragliche Grundstück ohne jede Zweckbestimmung gekauft sei. Aus diesem Grund habe sie in das Extra- 6 LIKUIN l_UVWIQ WKQNLK »M^>W«»»W»»»M»»^ NLU-UlV!S4U7el>il kepHkä-sUk^tt sller/^t! ZettWalM-LLZLIIlgllkik ettiwässekuuczen 29 S?«a55L esngsng ^uginsisn«! 2 non» szs >X (5 I-! »1° »< 1ttkusve k?W4l_7ur>!(zen sinseki. sller Steueru. ^Vpvtksken ^egslung l-äCttlVI. Sek47Uk»Q uncl tVlieiSkenen 29 S?«aS5k Lingsng S.ugin»Isn«i! 2 »«Zz«s5 S3s

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