Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-11-01 · 3 (11.1928) · p. Seite 64

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
3 (11.1928)
Date
1928-11-01
Page
Seite 64 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3094266-3094336-3094338--1567-3096295
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

64 Arbeitsvermittlung. Gesuchte Stellen. junger Gärtner, „ Maschinenschlosser, der Haussieren kann, >, Poljterer und Tapezierer, 5, Bäcker und Konditor, „ Metzoer, „ Schuhmacher, „ Schreiner, „ Zahntechniker, jüngere und ältere Hilfsarbeiter aller Art, junge Auslaufer, die radfahren können und städtkundig sind, „ Packer, „ Herren- und Damenschneider, „ tüchtige Lageristen, Verkäufer und Reisende in allen Branchen, teils mit Kenntnissen im Bürowesen, jüngere und ältere Perfekte Buchhalter und Korrespondenten mit Kenntnissen in Stenographie und Schreibmaschine. Offene Stellen. junger Zigarrenarbeiter, Setzer für Hebräisch und Deutsch, arbeitswilliger Hausbursche, tüchtige, redegewandte Reisende für Konzern, Seifen- und Oelfabrik für Frankfurt und andere Städte Mitteldeutschlands. Näheres durch Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V., Langestraße 30 (Tel. Hansa 3728). Dringender Appell an alle Arbeitgeber! Denkt an die jüdische Jugend, die Ostern die Schule verläßt und Lehrstellen sucht. Unsere vorjährige Bitte um Verschaffung von Lehrstellen ist von vielen nicht gehört worden. Es ist Pflicht der jüdischen Arbeitgeber, ihre Lehrstellen für Mädchen mit jüdischen Mädchen zu besetzen. Unentgeltlicher Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge für jüdische Frauen und Mädchen Frankfurt a. Main, Langestr. 30. Hansa 342Z. Erwerbslosenversammlung. Der Verein für Berufsberatung und Arbeitsnachweis veranstaltete am 4. Oktober eine Aussprache mit jüdischen Arbeitslosen. Herr Archi.ekt Fritz Epstein, Vorsitzender des Vereins, und der Geschäftsführer Herr A. Beniamin hiellen die einleitenden Referate, in denen sie auf eine Reihe der zurzeit im Vordergrund stehenden Fragen wie Produktivierung der Arbeitslosen, Arbeitsrecht usw. eingingen. Eine ausführliche Diskusston schloß sich an. _ Israelitischer HilfsVerein. Die Sprechstunden für Eheangelegenheiten finden in Zukunft Dienstags nachmittags zwischen 5 und 6 Uhr statt. Zur Vermeidung von längerer Wartezeit bitten wir, diese Zeit einzuhalten. Mit dem herannahenden Winter steigert sich unser Bedarf an Unterwäsche und Mänteln für die männlichen Passanten. Noch tragbare Stücke werden gerne nach telephonischem Anruf von uns abgeholt. (Langestr. 30, Telephon Hansa 3723.) Jüdische Leihkafse E. B. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich jetzt'Eschersheimer Landstraße Nr. 29, 1. Stock. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürg>chaft zahlungsfähiger Personen. Weibliche Fürsorge, Langestratze 30. 1. Arbeitsnachweis, Sprechzeit tägl. 10—12 und 3—4>6 Uhr, Sonntag 9^—11 Uhr. e^uchte Stellen Verkäuferinnen. a) für Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Lageristinnen und Lagerarbeiterinnen; d) für Lehrmädchen mit Volks-, Mittel- und höherer Schulbildung per sofort und zu Ostern; o) für Kochaushilfen, Näherinnen, Hausdamen und Haushälterinnen in frauenlosen Haushaltungen, Haustochter und Stützen mit Familienanschluß. Sprechzeit für Lehrmädchen: Montag und Donnerstag von 356—4N Uhr. Offene Stellen für tüchtige Wirtschafterinnen, gut empfohlene Köchinnen, Alleinmädchen und einfache Stützen sind gemeldet. 2. Zimmervermietung. Der Arbeitsnachweis vermittelt billige Zimmer jeglicher Art, möbliert und unmöbliert, mit und ohne Kochgelegenheit, mit und ohne Pension; Sprechstunde: Mittwoch von 10^—12 Uhr. 3. Fürsorge st eile. Uns liegen soviel dringende Bitten um Koltern vor, daß wir sie der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen wollen. Wir sind gern bereit, auf Anruf Hansa 3726 die Koltern abholen zu lassen. Bei Unrzügen und Auflösung von Haushaltungen wird um freundliche Zuwendung gut erhaltener Sachen wie Wäsche, Betten und Möbel jeder Art gebeten. Freundliche Meldungen an die Geschäftsstelle Langestraße 30, Hansa 372S. Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter E. V. Die Verwaltung dieses seit 1790 bestehenden Vereins macht darauf aufmerksam, daß nur diejenigen Mitglieder an der anfangs 1929 stattfindenden Verlosung der Aussteuer erster Klasse von 1928 teilnehmen können, welche den Jahnsberrag von RM. 9.— bis zum 31. Dezember 1923 auf das Postscheckkonto des Vereins Nr. 50338 eingezahlt haben. Ebenso werden N e u a n m e l d u n g e n als Mitglied bis zu diesem Termin noch für 1928 angenommen. Die Satzungen des Vereins werden gerne zugesandt; Anschrift: Gervinusstraße 10. Kundgebung des Keren Hajessod (Jüdisches Paläsrinawerk). In einem glänzenden äußeren Rahmen, mit einem Erfolg, der diesem Nahmen nach der ideellen und materiellen Seite voll entsprach, fand am 28. Oktober im großen Saal des Frankfurter Hofs die Wedgwood-Kundgebung statt, nachdem am Vorabend und im Lauf des Samstag kleinere Zusammenkünfte u. a. im Haus der Frau Baronin von Schey und mit den Vertretern der Presse vorausgegangen waren. Den Vorsitz führte Herr Stadträt Ernst Kahn, der in kurzen einleitenden Worten die überaus zahlreich Erschienenen begrüßte. Das Wort nahm zuerst Herr Regierungsdirektor Guericke, der im Namen des durch Krankheit am Erscheinen verhinderten Regierungspräsidenten dessen Bedauern aussprach, an der Veranstaltung nicht teilnehmen zu können und ihr seine besten Wünsche übermittelte. Der Vertreter der Regierung sprach seinerseits mit Worten wärmster Anerkennung von dem Aufbauwerk in Palästina, dessen Entwicklung er schon deshalb mit dem größten Interesse begleite, weil er vor dem Krieg als Mitglied der Botschaft in Konstantinopel Gelegenheit hatte, nch mit den Verhältnissen Palästinas aufs engste vertraut zu machen. Anschließend verlas der Vorsitzende ein vom Chef der Reichskanzlei an das Pro Palästina-Komitee gerichtetes Schreiben. Hierauf hielt der britische Generalkonsul Herr Bosanauet eine überaus sympathische Ansprache, in der er die Bedeutung der Balfour-Deklaration und das tatkräftige Interesse seiner Negierung an dem Aufbauwerk unterstrich. Sodann dankte namens des V o rst and s der Israelitischen Gemeinde Herr Julius Goldsckmidt für die Einladung und versicherte die Veranstalter des Anteresses, das die Gemeindeverwaltung am Wiederaufbau Palästinas nehme und auch bereits durch oie Tat bekundet habe. Gemein d erabbin er Dr. Hofsmann sprach mit eindringlichen Worten von der Bedeutung der Mitarbeit von Nichtjuden, die von jeher den Wiederaufbau des Heiligen Landes begleitet habe, vergleichbar den Jesajanischen „Wächtern auf den Mauern Jerusalems". Nachdem noch Herr Rechtsanwalt Julius Simon für die Fraktion der Volkspartei der Gemeindevertretung und Herr Dr. Paul Arnsberg für den Vorstand der Zionistischen Ortsgruppe gesprochen hatten, nahm der Hauptredner des Lin Posten Perser-Ifeppicke, vi-üeken p. 8t. M. »0I«80ttII.0.80«».l.^»8I«.16 Veppiclkvelours pkkimseke Wai-o 2. Auslegen p. m. M.m.sv

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.