Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 1-2 (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
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19 Führung Arn 14. Oktober nachm. 15^ Uhr veranstaltet die „Arbe" anläßlich der Schließung vor 100 Jahren eine Führung durch den alten Friedhof am Börneplatz.__ preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. Reichsarbeitsgemeinschaft. Bei der Beratung der jüdischen Landesverbände über den Verfassungsentwurf für den zu gründenden Reichsverband der deutschen Juden war in Nürnberg am 4. März 1928 beschlossen worden, zunächst in einer Reichsarbeitsgemeinschaft die Kräfte des deutschen Judentums zu praktischer Arbeit zusammenzufassen. Nachdem die einzelnen Landesverbände ihre Zustimmung erteilt hatten, ist diese Arbeitsgemeinschaft zum ersten Male am 2. September d. I. um 10 Uhr in Berlin zusammengetreten. Die bedeutendsten Landesverbände und auch fast alle kleineren waren vertreten. Die Leitung lag bestimmungsgemäß in den Händendes Preußischen Landesverbandes, dessen Präsident, Kammergerichtsrat Wolff, bei den Verhandlungen den Vorsitz führte. Er begrüßte die Erschienenen und wies auf die Bedeutung des Tages h:n, an dem zum ersten Male die berufenen Vertreter aller deutschen Juden zur Beratung der ihnen gemeinsamen Angelegenheiten zusammengetreten sind. Die Tagesordnung wies eine große Reihe wichtiger Punkte auf. Zunächst wurde über die Zukunft der drei Rabbinerseminare beraten, deren wirtschaftliche Lage durch die Wirkungen des Krieges und der Nachkriegszeit außerordentlich gelitten hat. Es erwies sich als notwendig, den Seminaren an Stelle der ihnen verloren gegangenen Einkünfte aus den Stiftungen usw. auf andere Weise eine gesicherte finanzielle Grundlage zu geben. Das gleiche trifft für die Lehrervorbereitungsanstalten zu. Die Arbeitsgemeinschaft erklärte es als ihre erste und vornehmste Pflicht, durch Zusammenwirken der Landesverbände die Anstalten zur Heranbildung der Rabbiner und Lehrer zu erhalten. Sie vertrat die Anschauung, daß hierfür eine Aufwendung von einer Reichsmark für den Kopf der jüdischen Bevölkerung notwendig sei. Es wurde beschlossen, die Landesverbände aufzufordern, die nötigen Beträge soweit möglich in ihren nächsten Haushaltsplan einzustellen und die Ausbringung etwaiger Fehlbeträge durch eine zu oiesem Zwecke zu begründende Organisation herbeizuführen. Die am Nachmittage mit einem sehr interessanten Bericht des Oberlehrers Stoll-Würzburg eingeleitete Sonderberatung über die VorbereituN'gsa'n st alten für Lehrer mußte am Schluß der Sitzung vertagt werden, weil sich herausstellte, daß diese nach mehreren Gesichtspunkten schwierige Angelegenheit einer weiteren eingehenden Erörterung bedarf. Diese soll in der nächsten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft stattfinden. Schon jetzt wurde es als erforderlich bezeichnet, daß diejenigen Landesverbände, in deren Bezirk die Heranziehung des Staats zu der ihm obliegenden Bezahlung der vollen Kosten für den Religionsunterricht an den staatlichen höheren Lehranstalten noch nicht erfolgt ist, die entsprechenden Anträge bei den Unterrichtsderwaltungen schleunigst einreichen. Die Gefahren, welche dem gesamten Judentum durch die immer wieder von gewissen Seiten begonnene Agitation gegen das Schächten drohen, gaben zu einer längeren Aussprache Anlaß, bei der die Pflicht der Landesverbände, den Angriffen auf diese religiöse Institution geschlossen entgegenzutreten, allseitig anerkannt wurde. Von den weiteren Gegenständen der Tagesordnung sind noch als besonders wichtig die folgenden hervorzuheben: Die Bestrebungen zur Gründung einer jüdischen Arbeiterkolonie, durch welche die überaus notwendige Wanderfürsorge Produktiv gestaltet werden soll, sind zu unterstützen. Die Arbeitsgemeinschaft erklärte sich mit der Beschäftigung Arbeitsloser, insbesondere auch entlassener Strafgefangener, in einem zu gründenden landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe einverstanden und forderte die Landesverbände zur Förderung dieses Unternehmens auf. kttkim iKkKttM weil es mociern ist uncl innen gstsllt, ssnen Sie jst?t sonon bei uns. Unsere reiennsltigs ttusnsskl in «eckst Vteuketten vermittelt Innen ein vollkommenes Vilc! cler neuen lVlocis. Ader niont nur clies: sie?sigt Innen suon, wie preiswert clis sintsenen unci ciie elegantesten Lonöptungsn sinc!! Wir lsclen Lis?u einer Zwanglosen Vssientigung nötlionst ein. 5</>^5l-»/^S ^VVHK Das r^sus cjsr vo l kstü m lionen preise ^svob lyiszf«»» VV^KK088N^0».UIVK > iVsrtsieb inuncl au8länci. Weins Frankfurt a. IVl. Kuno unä Ksllei'sivn: dleuk^ain?oi-8t>-.5I »54 ll'vlvton: Nömvi- 3172 unä Aisings» 71691 Gemeindemitglieder berücksichtigt unsere Inserenten! Vonnsrstag, 13. September ver 1sn2Stu6ent ^in Spiel vom ^2?? o?ss Gebens r-lauptrolwn: wii_i_v k-Kii'sei-i 8u?v Vernon, Margit ^anstacit läglion 4, 6. 3,30 Sonntag 3. 5, 7, 9 Unr. IIIssHeM^NiiMiu,