Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 1-2 (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
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18 station, die schon seit langem dringend notwendig war. Goldene Herbstsonne durchflutete den kleinen Neubau, der in großer Einfachheit, jedoch allen hygienischen Anforderungen einer Kinder- und Säuglingsstation entsprechend. ausgeführt ist. Es war der Heimkommission nicht leicht, die Mittel für den kleinen Bau aufzubringen. Es wurde mit großer Sparsamkeit gebaut, doch ist immerhin dadurch die Möglichkeit gegeben, die Kleinen nach ihrem Eintritt im Heim zunächst zu isolieren und ihren Gesundheitszustand zu beobachten, bevor sie in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Eine Anzahl Freunde des Heims hatten sich zur Einweihung eingefunden. Herr Rabbiner Dr. Hoffmann aus Frankfurt sprach warmherzige Worte und betonte, .daß die Bedeutung der Arbeit des Jsenburger Heimes darin bestehe, „Schätze an Seelen" zu retten und zu Pflegen. Die Vorsitzende Fräulein Bertha Pappenheim, die Gründerin der Anstalt, sprach in bewegten Worten über das Wachstum der Arbeit, über die „Jahresringe", die organisch wie an einem Baume auch an dieser Arbeit sich sichtbar entwickelten. Frau Bettina Brenner, die Vorsitzende des jüdischen Frauenbundes, betonte in herzlicher Begrüßungsrede die Zugehörigkeit des Heims zum Bunde, und man gedachte in Dankbarkeit der Mitarbeit der Beamtinnen und der Heimkommission. Herr Julius Bloch, Vorstandsmitglied der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M., überbrachte die Grüße und guten Wünsche der Gemeinde. Chorgesänge der Zöglinge des Heims rahmten die Feier harmonisch ein. So stehen wir wieder an einem bedeutungsvollen Markstein in der Jsenburger Arbeit, doch die Räume und Mittel sind den tatsächlichen Bedürfnissen gegenüber noch immer beschränkt. Möge die nächste"' Zeit dem Heim, das in seiner stillen Tätigkeit so viel jüdische religiös-ethische Erziehungsarbeit leistet, die notwendige Werk-! tätige Hilfe bringen, um seine hohe Aufgabe immer umfassender zu erfüllen. Winterkuren im Genesungsheim Oberstedten. Das Genesungsheim der Eduard- und Adelheid-Kann-Stiftung in Oberstedten bei Bad Homburg soll in diesem Jahre versuchsweise auch in den Wintermonaten geöffnet bleiben, um den zahlreichen Erholungsbedürftigen, die in den Sommer- und Herbstmonaten infolge Vollbelegung des Heimes abgewiesen werden mußten, Gelegenheir zu einer Kur zu bieten. Das Heim ist dadurch, daß es in sämtlichen Räumen Zentralheizung enthält, für Winrerbetrieb besonders gut eingerichtet. Mit der neuen Kraft- Postlinie Homburg—Oberstedten—Hohemark, die eine Haltestelle in unmittelbarer Nähe des Heimes besitzt, ist dasselbe jetzt sehr bequem zu erreichen. Anmeldungen sind zu richten an Frl. Cilly Epstein, Langestraße 30. Tuberkulose-Lotterie. Der Kampf gegen die schlimmste Volksseuche, die Lungentuberkulose, kann nicht energisch genug geführt werden. Die Ziehung der großen Wertlotterie zur Bekämpfung der Tuberkulose findet am 26. September statt. Einen interessanten Ueberblick über die hauptsächlichen der mehr als 6600 Gewinne umfassenden Lotterie, deren Gesamtwert 90 000 RM ist, bieten zwei Ausstellungen, die in je einem Schaufenster des Kaufhauses Wronker und des Kaufhauses Hansa gegenwärtig stattfinden. Man sieht da u. a. eine Wohnungseinrichtung zwei große Silberkasten, Bilder, Radierungen und Plastiken berühmter Künstler, so einen Bronzeleuchter des bekannten Frankfurter Bildhauers Benno Elkan, Speiseservice, silberne Aufsatze und Schalen, Fahrräder, Lederkofser, Radioapparate, Wäschestoffe und viele sonstige Gebrauchs- und Luxusgegenstände. Lose sind an allen Kassen der beiden genannten Geschäftshäuser erhältlich. Kamilienfiifsorge. Die Weibliche Fürsorge, Lanaestr. 30, bittet dringend, ihr für die Familiensürsorge Möbelstücke jeder Art, besonders Tische, Schränke, Betten,^Sofas,Dccken, Nähmaschinen usw. zu überlassen. Weibliche Fürsorge, Langestratze 30. 1. Arbeitsnachweis, Sprechzeit tägl. 10—12 und 3—456 Uhr, Sonntag 955-11 Uhr. Gesucht eStellen a) für Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Verkäuferinnen, ^ageristinnen und Lagerarbeiterinnen; b) für Lehrmädchen mit Volks-, Mittel- und höherer Schulbildung per sofort und zu Ostern; o) für KochaushUsen, Näherinnen, Hausdamen und Haushälterinnen in frauenlosen Haushaltungen, Haustöchter und Stützen mit Familienanschluß. Sprechzeit für Lehrmädchen: Montag und Donnerstag von 356—4/, Uhr. Offene Stellen für tüchtige Wirtschafterinnen, gut empfohlene Köchinnen, Alleinmädchen und einfache Stützen sind gemeldet. 2. Zimmervermietung. Der Arbeitsnachweis vermittelt billige Zimmer jeglicher Art, möbliert und unmöbliert, mit und ohne Kochgelegenheit, mit und ohne Pension; Sprechstunde: Mittwoch von 10>i—12 Uhr. 3. Fürsorge st elle. Uns liegen soviel dringende Bitten um Koltern vor, daß wir sie der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen wollen. Wir sind gern bereit, auf Anruf Hansa 3725 die Koltern abholen zu lassen. N U57555/Ht7t/- /?7.6.A HöV/l5/75/N?/V/vL/^/7S e7/7/n/S/7. c^k0l.U84ZS3?/3S ^^//L/e Fi-oknnn SLN6eN57K. tt?S Lmptekle micn in keinigen vvn ZensukensRer, V/oI»nuiig»k«n»ßv?, <Z»ss«>s«I,«r un6 alle in mein?scn einscnlgZencZ. Arbeiten. liem Musler «ön«n»t?s»s 40, «. Stvek gsgf. 1366 l-Iut-Sekwerin i^alirgssLS 114 Ständigst- Umgang von l^sunsitsn billigst« QualitÄtsn bis?u c!sn fsmstsn iVlafksn. 4N SN in nock^erliAen (ZualitMen. 140 cm oreit Neter 1S.S0 14.S0 ^snte>5tosse (unsere grosse 8peTia!itAt)?eiZen >vir Innen in tierrlicnen enA. 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