Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 1-2 (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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17 Anstalten und Vereine Shnagogenweihe. Mit einer schlichten, aber eindrucksvollen Feier wurde am 9. September die Synagoge im Krankenhaus der Gemeinde an der Gagernstraße wieder ihrer Bestimmung übergeben, nachdem sie seit der Betriebseinschränkung während der Hochinslation anderweitig verwendet worden war. Vorstand und Gemeindevertretung waren zahlreich vertreten, ebenso das Pflegamt des Krankenhauses, die Aerzte- und die Schwesternschaft u. a. Für das Rabbinat waren die Herren Dr. Hosfmann und Dr. Horovitz, sowie die beiden Rabbinatsassessoren erschienen. Die Feier begann mit der Abholung der vier Thorarollen in dem seither benutzten Betraum, von wo sie in feierlichem Zug nach der wiederhergestellten, reich mit Grün und Blumen geschmückten Synagoge verbracht wurden. Herr Oberkantor Groß und der Chor der Synagoge am Börneplatz trugen mit schöner Feierlichkeit die üblichen Gesänge und Psalmen vor, worauf das Nachmittagsgebet verrichtet wurde. Hieran anschließend weihte Herr Rabbiner Hossmann mit einer gedankenvollen Ansprache das kleine Gotteshaus, das in erster Linie für die Insassen des Krankenhauses, aber auch für die in der Nachbarschaft Wohnenden bestimmt ist. Von den zahlreich erschienenen geladenen Gästen wurde allgemein die trotz der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit sehr geglückte Neuherrichtung gerühmt, mit der sich das Pflegamt und das Baudezernat der Gemeinde ein nicht zu unterschätzendes Verdienst erworben haben. Iubiläumsgottesdienst. In diesem Jahr findet zum 25. Male der konservative Filialgottesdienstes in der Frankfurt-Loge statt, hiermit verbunden das 25 jährige Jubiläum des Herrn Rabbiner Dr. Horovitz als Prediger und des Herrn Dr. Julius Höxter als Vorsteher bei diesem Gottesdienst. Herr Rabbiner Dr. Horovitz wird des Anlasses in seiner am 2. Tag Rosch Haschono in der Frankfurt-Loge stattfindenden Predigt gedenken. Rabbimsche Lehranstalt „Jeschiwa" Frankfurt a. M., Theobaldstratze 6. Das Wintersemester an der Räbbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" beginnt Sonntag, den 14. Oktober 1928. Anmeldungen für alle drei Abteilungen (Unter-, Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegengenommen. Der Unterricht erstreckt sich auf Bibel, hebr. Grammatik, Talmud mit Kommentatoren und Schulchan Aruch. Den Schülern ist gegebenenfalls Gelegenheit zur Fortbildung in Profanen Fächern geboten. Für den Lehrgang in der Unterstufe werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die schon einige Kenntnisse in Bibel unÄ Talmud besitzen. Anmeldungen sind zu richten an den Leiter, Herrn Rabbiner Dr. Hoffmann, Frankfurt a. M., Börneplatz 16, welcher zu jeder näheren Auskunft bereit ist. Freies Jüdisches Lehrhaus. Die von Herrn Dr. Eduard Strauß geleitete Arbeitsgemeinschaft über die Bibel wird fortgesetzt und findet jeden Donnerstag abend 7.15 Uhr im Hörsaal der Synagoge an der Freiherr vom Stein-Straße (früher Königsteinerstraße) statt. Im bevorstehenden Winterhalbjahr wird das 4. Buch der Thora durchgenommen. Anfragen an Herrn Dr. Eduard Strauß, Liebigstraße 35. - Von der Universität. Herr Dr. Martin Bub er, der seinerzeit auf Veranlassung der Gemeinde zum Lektor für jüdische Religionslehre und Ethik an der hiesigen Universität bestellt wurde, wird im kommenden Winterhalbjahr Mittwochs von 11—12 Uhr über „Ubersetzen der Schrift: Methodik und Geschichte" lesen und anschließend von 12-13 Uhr Besprechungen von Schriftübersetzungen an der Hand ausgewählter Texte abhalten. Feier im Jsenburger Heim. Am 2. September d. I. fand im Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg eine schlichte Feier statt. Ein kleiner Erweiterungsbau war entstanden, eine Jsolier- Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Äürgerstöchter E. V. AusstmerungsGtiftung von Zacharias Mayer Spanier und Fanny Spanier geb. Goldschmidt. Aus den Zinsen dieser Stiftung soll am 6. November d. I. eine Brautaussteuer vergeben werden. Nach den Bestimmungen der Stiftung können Mädchen in nachfolgender Reihenfolge Berücksichtigung finden: 1. Brave Anverwandte des sei. Herrn Z. M. Spanier oder der sel. Frau Fanny Spanier. 2. Elternlose Nachkommen hiesiger israelitischer Bürger, welche 1866 im Besitze des hiesigen Bürgerrechts waren. 3. In letzter Linie andere. Satzungsgemäß befugte Bewerberinnen wollen ihre Anmeldung persönlich oder durch ihre Eltern bezw. Vormünder bis zum 10. Oktober d. I. bei Herrn l)r. E. Sichel, praun» heimer Straße 26, vormittags 8—9 Uhr einreichen. Krankfurt a. M., 6. September 1928. Der Vorstand. se5c««p?5e«Vr?»iu»««z?ur Zeil. Kenntnis, 6sL ick nucn sl« 5pa»isli»t küs pukpktsg« nieclerAelsssen naoe. lcn empkenle mied insbesondere in 6er LenanälunZ un6 LntternunZ von riünnerguZen und I>l3ZeI, Polstern derselben, Kanonieren unä kassieren 6er?u8se, sonie in 6er öekanälunZ von Lenk-, Zpreit?- uncl Knickiüsseri. 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