Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 1-2 (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
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16 Aus den Gemeinden. Deutschland. Berlin. Dr. Harry Torczyner, Dozent an der Hochschule für die Wissenschast des Judentums, wurde von dem Jewish Institute of Religion in New York eingeladen, Vorlesungen über jüdische Geschichte und Literatur Zu halten. — Der Gemeindevorstand wählte Rabbiner Dr. Wilhelm Levy, den Direktor der Talmud Thora Kenesselh Jisroel, zum Prediger der Gemeinde. — Im 74. Lebensjahre verstarb nach schwerem Leiden Rabbiner Dr. Ludwig A. Rosenthal. — Die mit Zustimmung von Dr. Weizmann dem zionistischen Aklions-Komitee vorgelegte Resolution betreffend die Erweiterung der Jewish Agency wurde angenommen; das Mißtrauensvotum der Radikalen wurde abge^ lehnt. — Nach statistischen Ermittelungen kommen Selbstmorde in Preußen am häufigsten bei den Juden vor. — Am Hause Bellevuestraße 13, in dem Lassalle, der Begründer und Vorkämpfer der deutschen sozialistischen Bewegung, während der Jahre, 1859 bis 1863 gewohnt hat, wurde eine Gedenktafel angebracht. — Der Hilssverein der Deutschen Juden war durch seinen Generalsekretär Dr. Mark Wischnitzer auf dem internationalen Kongreß für Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik sowie auf dem. internationalen Kongreß für öffentliche und Private Fürsorge, die in der Zeit vom 1. bis 13. 7. in Paris stattfanden, vertreten. — Nach einem Referat von Frau Dr. Eschelbacher bewilligte die Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde in ihrer Sitzung vom 19. 7. für den Bau einer neuen großen Altersversorgungsanstalt den Betrag von einer Million Mark und nach einem Referat des Herrn Waldmann für den Bau einer Mädchenschule die Summe von 520 000 Mark. — Aus Anlaß der 24. Wiederkehr des Todestages Theodor Herzls, des Begründers der modernen zionistischen Bewegung, fand am 2Z. 7. eine von den führenden zionistischen Institutionen veranstaltete Gedenkfeier statt, an der auch Vertreter des Vorstands und des Rabbinats der Gemeinde teilnahmen. — Am 8. 8. starb in Berlin im Alter von 63 Jahren der bekannte Schriftsteller und Kunstkritiker des „Berliner Tageblattes" Fritz Stahl-Lilienthal. — Unter großer Beteiligung von in- und ausländischen Delegierten und Gästen fand in der Zeit vom 18. bis 21. 8. der 2. Weltkongreß für religiösliberales Judentum statt. — Am 1. 9. beging Geheimer Justizrat Berthold Timendorfer, langjähriger und verdienstvoller Präsident und seit dem Jahre 1924 Ehrenpräsident der deutschen Großloge des Unabhängigen Ordens Bnei Brich, seinen 75. Geburtstag. — Elberfeld. Der interimistische Verweser des Rabbinais in Oppeln, Rabbiner Dr. Philipp, wurde als zweiter Rabbiner an die Synagogengemeinde Elberfeld berufen. — Halberstadt. Auf die gemeinsame Eingabe des Preußischen Landesverbandes gefetzesireuer Synagogen-Gemeinden und der Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums hin, hat der Reichsfinanzminister eine Zollermäßigung auf die Einführung von Palmen und Myrthen aus dem Ausland für das Laubhüttenfeft bewilligt. — Hannover. Am 22. 8. beging der erste Vorsitzende der Synagogengemeinde Hannover, der bekannte Führer in der elektrischen Großindustrie, Kommerzienrat Joseph Berliner feinen 70. Geburtstag. — Köln. Aus Anlaß des deutschen Turnerfestes wurden in Köln von der deutschen Turnerschaft auch am Denkmal der jüdischen Gefallenen in der Gemeindesynagoge Roonstraße Kränze niedergelegt. — Königsberg. Am 18. 7. verstarb der namentlich um das jüdische Leben seiner Heimatprovinz hochverdiente Vorsitzende der Synagogengemeinde Königsberg Justizrat Eduard Holz. — Marburg. Nach dem Wegzug des Herrn Professor Fränkel nach Kiel hat der Kustos des jüdischen Museums in Frankfurt a. M., Herr Erich Toeplitz, seine Stelle in der Leitung der Marburger Gesellschaft der Wissenschaften übernommen. — Wolfenbüttel. Infolge des durch die Inflation verursachten Verlustes ihres ehemals großen Vermögens droht die Samfon-Schule am 1. 10. einzugehen. Die Schüler der höheren Klassen werben in der Öffentlichkeit um Mittel für Erhaltung ihrer alten und verdienten Schule. — Ausland. Danzig. Der Weltverband des Misrachi hielt in der Zeit vom 19. bis 23. 8. eine Konferenz ab. — Basel. Am 21. und 22. 8. fand in Basel die 6. Sitzung des Verwaltungsrates des Judaistischen Instituts an der Hebräischen Universität in Jerusalem statt. Es wurde beschlossen, daß die Einführung akademischer Lehrkurse in den am Judäistischen Institut vertretenen Fächern erfolgen soll, sobald die betreffenden Fächer am Institut sämtlich mit.Professoren besetzt sind. — Karlsbad. Am 15. 8. beging Professor Dr. Jgnaz Ziegler sein vierzigjähriges Amtsjubiläum als Rabbiner von Karlsbad. — Stratzburg. Vom 5. bis 9. 8. fand in Straßburg der 2. Kongreß der „Union Universelle de la Jeunesse Juive" unter dem Vorsitz von Aimö Palliare statt. Hauptgegenstand der Erörterungen bildete die Haltung der „Union Univerfelle" gegenüber dem Zionismus und der Religion. .M»» ,,ec>eI^eiss"-<Zrsavfsscksrsi?»unu»»trsaa IS InKader: <s?I LI»»«? I«sn»a Li-8tlcla88igv Hustülii-ung in ttvi-rvnZtAfkvnAsvnv, vsmvnu. riau8naltung8^ä8env ^bnolunx un6 lüekerunx krel Hsu8.?o8tver8srz<! nscn ausnOrtL. M M sZ»«l 6er Slots ZeSer vsme! 7rot2 gssct»v^oUer»sr k^ss^Ir» unä Krai»r»ts«Zeri» kann man scnlsnks Leine nsden, wenn man <^ass^K s <?UU«Uii5istriRir»x»kV SS u«»> Oer 8«8 gescn ,.c«ir»r»ri-v«r»a"-8itruir»i»k, «Ltl. best« I5rsi»5,ka<ter - 8tru!»i,L onne Qummi, kelZerleiont, porös, vollkommen unsicntosr. Von <j«n ^sr^tso bssoactsrs ivsroa sozpkokloo! Lttt». XeÄwilnsckes sVarenkSTis Zgegr. 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