Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 12 (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 378 (sequence 10)
- Language
- German
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Subventionsko m in i ssion. Am 9. Juli tagte zu Berlin unter dem Vorsitz von Herrn Rechtsanwalt Dr. Klee-Berlin die Subventionskommission des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Es lag eine ganze Reihe von Gesuchen vor, zu denen in eingehender Beratung Stellung genommen wurde. Einer Gemeinde wurde für die Instandsetzung ihrer Synagoge eine Beihilfe bewilligt, einer anderen zur Tilgung einer Bauschuld. Die Finanzierung der Einfriedung eines Friedhofs wurde in Aussicht genommen. In einem anderen Falle wurde zur Erweiterung eines Friedhofs eine größere Summe für den Erwerb des Grundstücks, Erdarbeiten, Auflassungs- und Baukosten bereitgestellt. Eine bereits bewilligte Baubeihilfe wurde verdoppelt. — Einem jüdischen Lehrer wurde zur Feststellung der Gräber auf verschiedenen Friedhöfen ein Betrag zur Verfügung gestellt. — Vier Gemeinden wurden zinslose Darlehen in verschiedener Höhe gewährt. — Die Ausbildungskosten eines Kantors wurden übernomuren, dem Schüler einer Präparandenanstalt die Lehrmittel zur Verfügung gestellt. — Ein Kantorenruhegehalt wurde erhöht, desgleichen eine Witwenpension, eine weitere bewilligt. — In fünf Fällen wurden einzelnen Personen (Kantoren, Lehrern u. a.) einmalige oder laufende Beihilfen gewährt, zur Gehaltsaufbesserung, Kuraufenthalt usw. — Einem Rabbiner wurde eine Beihilfe zu den Kosten von Vortragsreifen bewilligt. — Die Einrichtung der Seelsorge in einer Landesheilanstalt wurde durch Gewährung einer Subvention sichergestellt. — Für Lehrer- und Kantorenfortbildungskurse wurden Beträge bewilligt, einem jüdischen Lehrgut eine einmalige Beihilfe gewährt. — In bezug auf die Fragen der Inspektion des Religionsunterrichts wurde beschlossen, zunächst in einer Unterkommission, bestehend aus den Herren Rabbiner Dr. Baeck, Dr. Freund, Prof. Türk, Mittelschullehrer Stern, hierüber zu beraten. S78 Bevölkerungspolitische Statist ik. Der Bevölkerungspolitische Ausschuß des Landesverbandes hat das folgende Rundschreiben versandt: Den beiliegenden von dem bebannten Statistiker Dr. Theil - Haber aufgestellten Fragebogen bitten wir ergebenst, möglichst bald ausgefüllt an uns zurückzusenden. Die Statistik will im Interesse wissenschaftlicher Erforschung und bevölkerungspolitischer Auswertung die biologischen Verhältnisse der Juden klarzustellen suchen. Die Beantwortung der Fragen und die sich daraus ergebenden Erkenntnisse erscheinen als unerläßliche Voraussetzungen, um auf den verschiedenen Gebieten der Bevölkerungspolitit eine feste Grundlage zu gewinnen, insbesondere bei der Sorge für die einzelnen Altersgruppen sowie für die ehelichen und unehelichen Mütter, und bei allen anderen Fragen, die mit dem für die Erhaltung des Judentums zentralen Nachwuchsproblem zusammenhängen. Die Statistik ist möglichst einfach gehalten und verzichtet auf viele Fragen und Aufzählungen, deren Wert sicher groß wäre. Es wird aber angenommen, daß überall dort, wo es irgend möglich ist, noch besondere Untersuchungen angestellt werden, welche etwa das Alter der Heiratenden, der Väter, des Abstandes zwischen den einzelnen Geburten, Abwanderung und Zuwanderung der Jugendlichen und Erwachsenen, Schulbesuch, Mischehen usw. behandeln. Falls die Beantwortung einzelner Fragen des Fragebogens allzu großen Schwierigkeiten begegnen sollte, müßte nötigenfalls deren Beantwortung unterbleiben. Wir verhehlen uns nicht, daß, auch bei der vorliegenden Gestaltung des Fragebgoens, besonders den größeren Gemeinden, gewisse Schwierigkeiten bei der Durchführung der Statistik erwachsen werden; allein bei der außerordentlichen, oben kurz hervorgehobenen Bedeutung der Sache glaubt der Bevölkerungspolitische «»«n ZsZssnAuLVSrksuk?u weit Nvpabgv8vt?tkn preisen IMUkll-lM kranksurt k.m.b.S. Xa!86k8tr. 19. »«»«»»»MI MMrel. KM» K5ise»«?«5S5K^«?«i.r?a»i «a»«54 2 Xsp«»«n XL>«! »«2 (MW^i7^/7/7^. c^M^A/Z/M MF IIIIIIIIIIIIIIIlllllllllllllllllllllllllW l^Su^sitlieks l^il^Sn unc! Solei WÄf-sn ^M^FLZFZUV» 0ä8 XettttWOK'f l.sisrungsfsl'.iss U!-lKet>l l^Spsr-s,ruk-vvSr-ksrsirrSsi v«ke^c««i5? V^siiZacilsi-gasss Q l< 6 «^is-sc-^gi-adsn