Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 12 (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 379 (sequence 11)
- Language
- German
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Ausschuß doch ein lebhaftes Interesse aller jüdischen Kreise voraussetzen zu dürfen. Es wird sicherlich -durch die Mitarbeit der Frauenvereine, studentischen und Jugendbewegungsgruppen usw. möglich sein, die gewünschten Unterlagen zu gewinnen. Die Zustimmung vieler Gemeindevorstände, Rabbiner, Lehrer und anderer in der Gemeindearbeit tätigen Personen läßt uns hoffen, daß sich in jeder Gemeinde eine oder zwei Persönlichkeiten oder eine kleine Kommission finden wird, um die Durchführung der EnquZte zu überwachen. An die zentralen Rabbiner-, Lehrer- und Kantorenverbände und' an die Frauenvereinigungen ist in dieser Angelegenheit besonders geschrieben und ihre starke Mitarbeit erbeten worden. Da Anmahnungen erhebliche Kosten bereiten, bitten wir dringend, möglichst bald die Zählung vorzunehmen und uns das Ergebnis dann sofort mitzuteilen, spätestens aber bis zum 10. September d. I. die Arbeit abzuschließen. Zur Beantwortung etwa noch erforderlicher Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung. Für die im jüdischen Gesamtinteresse aufgewendete Mühe sagen wir Ihnen unseren verbindlichsten und herzlichsten Dank. Der Bevölkerungspolitische Ausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden Türk. Wronsky. Jubiläumstagung der Ahlemer. Der Verein ehemaliger Ahlemer feierte Ende Juni sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum durch eine Festsitzung in der Gartenbauschule in Ahlem. Direktor Albert Silberberg, der Leiter der Anstalt, der die Vereinigung der Ehemaligen begründete und sie noch heute als Vorsitzender leitet, wies einleitend auf die Tendenzen des Verbandes hin und gab gleichzeitig einen Ueberblick über das Erreichte, sowie über die Zukunstspläne, die in den späteren Referaten im einzelnen näher dargelegt wurden. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein eingehendes Referat des Domänenoirektor Dyck, der zunächst nicht nur Herrn Direktor Sil- Verberg für seine Arbeit für Ahlem und die Ahlemer im Laufe eines Bierteljahrhunderts dankte, sondern der auch in wundervoller, °tief ergreifender Weise der verstorbenen Gattin Silber bergs gedachte, die mit allen ehemaligen Ahlemern weit über das Grab hinaus auf immer verbunden ist. Worte des Gedenkens fand man dann für den Begründer Ahlems, Konsul Simon, für die Männer, die heute nicht mehr unter uns weilen, aber ebenfalls in der Anstalt ihr Lebenswerk sahen und schließlich für alle Kameraden, die dem Verein im Laufe der fünfundzwanzig Jahre entrissen wurden. Domänendirektor Dyck berichtete dann über jüdische S i e d lu n g s b estr eb u n g e n in Deutschland, eine Angelegenheit, die nicht nur sehr aktuell ist, sondern naturgemäß die Interessen Ahlems und der Ahlemer lebhaft berührt. An das Referat knüpfte sich eine längere Aussprache, die ihren Niederschlag in folgender Resolution fand: „Die Mitglieder des Vereins ehemaliger Ahlemer, die heute zur 23. Generalversammlung in Ahlem versammelt sind, haben die verschiedensten Referate über die Möglichkeit der An sieolung jüdischer Landwirte mit Interesse entgegengenommen. Sie sind als Gärtner und Landwirte an diesen Fragen bren nend interessiert, da in erster Linie ihre eigene Zukun-ft und die Zukunft kommender Ahlemer Generationen praktisch in Frage kommt. Sie bitten deshalb in dieser Entschließung alle in Frage kommenden Verbände und Vereine, alle Versuche in möglichstem Einvernehmen mit Ahlem durchzuführen, das seit beinahe einem halben Jahrhundert durch Ausbildung von jüdischen Gärtnern und Landwirten praktisch in der Agrarwirtschaft arbeitet." Diese Entschließung ist inzwischen an alle diejenigen jüdischen Zentralstellen geleitet worden, die augenblicklich das Siedlungsproblem betreiben. Nachmittags sprach Friedhofsinspektor Piepos über jüdische Friedhossgärtnerei, ein Thema, das die Mitglieder des V. e. A. ebenfalls praktisch stark interessiert. Den Nachmittagsvevhandlungen wohnte der zweite Vorsitzende des Vorstandes der Israelitischen Gartenbauschule, Justizrat Wolfes, sowie Herr Dr. Weil bei. Ein zwangloses Beisammensein der ehemaligen mit den augenblicklichen Schülern und Lehrlingen der Gartenbauschule schloß die gut besuchte Tagung, die wiederum Zeugnis ablegte von dem herzlichen Einvernehmen, das zwischen der Leitung und den ehemaligen Schülern herrscht, die sich im Leben auf dcm Gebiete der Bodenkultur bewähren. Im 8pe2isllsdorstorium äer kMl-WIIielle ^6am l.oeb?5äNK?VI?1' LeoS«?e>»«Idvegv5«K5. Lckc VildelerstrsLe Tel. Nsnss 387 veräen seit ^snr-etmten Ui'inuntvi'suekungvn Aevissenngst un6 scnnell susgeklilirt VerssnäAetsü bitten vir sn?ukor6ern /Mopstkiv ttomöopstkiv ülM kMllkll-MM I^scii ei4olgism l^mdsu ^/ieciereilöifnung k^feitsg, cisn 10. August sksncjz 3 l^iir?rsmisrsl sowie tsglicli OsstspisI KsmmsrssngSf kicn^kv lävvck Lorciv klilowikcli s. (5. in cter k-rsn? l.snsr-Opsi'stts „iiocvnck^icvc (Zsbr. pkilippsokn Kakerstr. 25, Lok« ksuv ^ain?er«tr. l-iansa 8074-S076 vermitteln änu. Verkauf v. Qrunttstücken änun«! äblaxe von rlvpotneken <itrovin»kttig Unerreiont in Kegvkmsvlc unä Kslcömmlionkeit s!s 8p«i8eu. Linmaonl-88ig. 1 fla8vne vitrovin ergibt Z^t t.itei' 8pei8k ^8»ig. kuvn dei K/lagen-, Bierenu. ^uokerkrankneiten ör^tlion emptonlen. In allen ein8vnlSg. lZk8vnäften ernältNon MviMM.M.l!.»'.?ran!cfurt-IN.?ost8vnIislZfaon 409 llM MX. WM! ksutsfücks Erünsbui-gweg 7tII_l-f0N'I'^U!»UZS2 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII