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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-07-01 · 11 (7.1928) · p. Seite 348

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
11 (7.1928)
Date
1928-07-01
Page
Seite 348 (sequence 12)
Language
German
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29. 5. Oberlehrer Simon Dingfelder, Vorsitzender des Israelitischen Lehrervereins in Bayern und Mitglied des Rats im Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. — Weimar. Das seit fast vier Iahren gegen den früheren erfolgreichen Präsidenten der Thüringer Staatsbank, Walter Loeb aus Frankfurt a. M., beim Landgericht Weimar schwebende Strafverfahren wegen angeblicher Untreue ist nunmehr endgültig eingestellt worden. — Wien. Der Begründer der Röntgen-Therapie, Professor Leopold Freund, feierte seinen 60. Geburtstag. Anstalten und Vereine preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden, (amtlich) R e i ch s v e r b a n d. Am 3. Juni d. Js. traten in Köln die Vertreter der jüdischen Landesverbände und des Deutsch-Israelitischen Gemeinde- Bundes zusammen, um in Fortsetzung der Nürnberger Beratungen vom 4. März 1923 den Entwurf einer Reichsverbandsverfasiung weiterzuberaten. Zunächst wurde in Abänderung der Nürnberger Beschlüsse ein Antrag angenommen, wonach joder Landesverband :m Rate des Reichsverbandes mindestens eine Stimme hat. Dann «wurde beschlossen, ' als Organ des Reichsverbandes neben dem Rate die Reichstagung aufzunehmen und sie aus Abgeordneten derjenigen Vertreterversammlungen der Landesverbände bestehen zu lassen, die aus allgemeinen Wahlen hervorgegangen sind. Soweit dies nicht der Fall ist, sind die Abgeordneten durch UrWahlen im Wege der Verhältniswahl zu bestimmen. Doch können sie für die erste Wahlperiode durch die Verwaltungsstellen oder Landesverbände bezeichnet werden. Dies würde für den sächsischen und den hessischen Landesverband in Betracht kommen, deren Vertreter eine Bestimmung, wonach bei ihnen sofort UrWahlen vorzunehmen wären, als unannehmbar bezeichnet haben. Ferner wurde beschlossen, daß zwölf Abgeordnete der Reichstagung vom Rate gewählt werden. Es handelt sich dabei um Vertreter der theologischen Lehranstalten, des Lehrer-- und des Kantorenverbandes, der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und des Deutsch-Israelitischen Gemeinde-Bundes. Die Verfassung sieht ferner vor, daß zur Vorbereitung der Beschlußfassung des Rates oder der Reichstaa.ung Ausschüsse eingesetzt werden können. Auf Antrag von mindestens ein Zehntel der Mitglieder des Rates oder zweier seiner rabbinischen Mitglieder sind Fragen des Kultus und Ritus zur Begutachtung Ausschüssen der beiden religiösen Hauptrichtungen zu überweisen. Ein neuer religiöser Ausschuß ist zu bilden, sofern mindestens ein Fünftel der Mitglieder des Rates oder der Reichstagung dies verlangen. Ein Verbandsbeschluß in Fragen des Kultus oder Ritus ist nicht möglich, sofern einer der beiden Ausschüsse Einspruch, und zwar nur aus religiösen Bedenken dagegen erhebt. Für die Zeit, in der die Reichstagung nicht versammelt ist, übt ein ständiger Ausschuß von 15 Mitgliedern deren Rechte aus. Von Bedeutung ist schließlich die Vorschrift, wonach die Ausgaben des Reichsverbandes, soweit sie nicht durch andere Einnahmen gedeckt sind, auf die Landesverbände nach deren Seelenzahl umgelegt werden. Endlich wurde für den neuen Verband der Name ,M ei ch s - verband der deutschen Juden" gewählt. Nachdem sämtliche Paragraphen einzeln durchberaten waren, wurde die Verfassung im ganzen mit großer Mehrheit der beteiligten Verbände angenommen. Der Leiter der Versammlung, Herr Kammergerichtsrat Wolff-Berlin, dankte dem Berichterstatter, Herrn Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer-München für seine hingebende Tätigkeit bei der Vorbereitung und Durchberatung des Entwurfs. Zum Schluß sprach Herr Prof. Dr. Stein-Karlsruhe dem Vorsitzenden für die geschickte und erfolgreiche Leitung der Verhandlungen den Dank aller aus. Es wird nunmehr Sache der einzelnen Landesverbände sein, zu dem von ihren Vertretern beschlossenen Entwürfe endgültig Stellung zu nehmen. Sitzung des Großen Rats. Am 4. Juni d. Js. trat der Große Rat des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden zu einer Sitzung in Köln am Rhein zusammen. Er folgte damit einer Einladung, die sowohl der Vorstand der Shnagogengemeinde Köln, als auch der Kölner Oberbürgermeister hatte ergehen lassen. Zunächst wurden verschiedene Wahlen vorgenommen; so wurde u. a. Herr Direktor Ostberg in den Gesamtvorstand der Zenträlwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und die Herren Rabbiner Dr. Bleichrode und Dr. Jacobovits an Stelle des verstorbenen Herrn Rabbiners Dr. Loewenthal in das Kuratorium der Schächterschule des Landesverbandes gewählt. Dann wurde in die nochmalige Beratung des Entwurfes eines Gesetzes betr. die jüdische Religionsgemeinschaft in Preußen eingetreten, an dem der Verbandstag auf Grund einer unter allen Parteien zustande gekommenen Einigung Aenderungen vorgenommen hatte. Der von dem Verbandstag beschlossenen Fassung des Entwurfes trat der Rat nunmehr in allen Punkten bei. Zugestimmt wurde ferner den Beschlüssen des Verbandstages hinsichtlich der Satzung des Wohlfahrts-Ausschusses. Was die Dauer der ersten Wahlperiode des Verbandstages anlangt, so hatte dieser selbst sie bis zum 31. Dezember 1928 erstreckt. Der Rat war der Ansicht, daß jede Wahlperiode gemäß der Verfassung nur am 30. September enden könne und beschloß deshalb als Endtermin der ersten Wahlperiode den 30. September 1929. Hierauf fand eine Aussprache über die Frage der rituellen Verpflegungen in Krankenanstalten und Erholungsheimen statt. Dieser Angelegenheit wird der Landesverband auch «forthin seine Aufmerksamkeit zuwenden. Zum Schluß wurde eingehend über den Verwaltungsbericht beraten, den der Verband der Shnagogengtmeinden der Provinz Niederschlesien für das Jahr 1927/28 herausgegeben hat, und der sich mit der Tätigkeit des Landesverbandes in verschiedener Hinsicht befaßt. Zu einer Beschlußfassung kam es nicht; die Angelegenheit wird noch weiter die zuständigen Stellen des Landesverbandes beschästigen. Sitzung des Wohlfahrtsausschusses. Am 24. Juni 1928 fand in den neuen Räumen des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden unter dem Vorsitz des Herrn Prof. Dr. Türk eine Sitzung des Wohlfahrtsausschusses statt. Herr Dr. Ollendorf berichtete ausführlich in Vertretung von Frau Wronsky über die Arbeiten des bevölkerungspolitischen Ausschusses, der durch sein kürzlich voröffentlichtes Preisausschreiben: „Das großstädtische Wohnungsproblem und sein Einfluß auf die jüdische Bevölkerung" wieder die Aufmerksamkeit der jüdischen Öffentlichkeit auf diese bedeutsamen Probleme gelenkt hat. Much durch die für die nächsten Wochen geplanten Rundschreiben nebst Fragebogen an die Mitgliedsgemeinden des Landesverbandes und die anderen maßgebenden jüdischen Organisationen, wie die Rabbiner- Lehrerverbände und den jüdischen Frauenbund, wird das Jnseresse weiter Kreise auf diese Fragen kM'Mclie Vaäemäntel Laäecapes Ltrsnch'scken Vacletücker k^rottierkanätücker k^rottierstotte öaäe-Hn-üM WMIl»W5 »elan«!,?«», Unllbsftk'offon Was sollt l-iolitvOnt WsttsrsOkt kralltkllrt k.m.v.S. Xsl8vr8tr. 19. ssllni'cppiotteu. k»vU87eniviövez. nun mit „Druckluft" ei»7IVI077UNS mit „Sisussure" „lVi^vkUVK" «viee«. vnvexi.v^i^pp>en-kemisv»iss a.ivi.v. n. frllker „mevek" Svrgsrstr. 14S - 7«!.: nur «»evlu» Oksmiseksksinigung/Xunststopfsfsi t.4<zeKuna wüttncnv OLK?6t?ILdI

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